Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Faistenau): Unterschied zwischen den Versionen
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Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz|Friedrich III.]] unterzeichnete dann am [[Martinitag]] 1324 selber eine Urkunde, in der er bestätigte, dass die Edlen von Thurn in seinem Sinne die Kirche und das dazugehörende Grundstück ''vogteifrei'' gestiftet hätten, dazu auch noch einen Hof zu ''Reitershausen''. Die Kirche sollte zur Ehre „Unserer Lieben Frau“ und „Sankt Jakob“ geweiht werden. Er verlangte, dass die Leute innerhalb ''des waldes'', welche wegen der ''weiten Entfernung oft die Kirche'' [in Thalgau] ''versäumt oder wegen [[Schnee]] und [[Unwetter]] nicht besuchen konnten'', in der neuen Kirche die hl. Messe besuchen sollten, nämlich die Bewohner von Faistenau (''Vaistenow''), Tiefbrunnau (''Tevffenprunneow'') und Kühleiten (''Chueleuten''). Überdies verpflichtete er den Thalgauer Pfarrer ([[1324]] – 1395?) ''Ortwein''<ref>Siehe: [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Thalgau Liste der Pfarrer von Thalgau], aufgerufen am 26. Jänner 2015.</ref> in Faistenau Messen zu lesen und zwar an jedem Sonntag, dem Ostertag, dem [[Stephanitag]], zu [[Weihnachten]], am Mittwoch der Pfingstwoche, an [[Maria Himmelfahrt]] ([[15. August]]) sowie bei der [[Dult]] am Kirchweihtag bzw. Jakobitag; außerdem die Neugeborenen zu Taufen, Kranke zu versehen usw. An allen anderen Tagen müssten die Faistenauer weiterhin die Pfarrkirche Thalgau besuchen. Im Weiteren ist in der Urkunde zu lesen: ''Hält der Pfarrer diese Ordnung nicht ein, hat er jede Versäumnis dem Domdechant mit 60 Pfg. und die dritte mit 1/2 Pfd. zu büßen, wenn der Stifter oder einer ihrer Erben mit zwei Landleuten eidlich die Säumnis bekräftigen. Der Pfarrer gelobt auch in der Pfarrkirche zu T.''[halgau] ''am 8. Tag nach Allerseelen einen Jahrtag für die Stifter zu begehen. Das [[Domkapitel]] darf die Stiftungsgüter nicht'' [zur Pfarrkirche Thalgau] ''abziehen''.<ref>Siehe Urkunde: [http://monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgDK/AUR_1324_XI_11/charter], aufgerufen am 25. Jänner 2015.</ref> | Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz|Friedrich III.]] unterzeichnete dann am [[Martinitag]] 1324 selber eine Urkunde, in der er bestätigte, dass die Edlen von Thurn in seinem Sinne die Kirche und das dazugehörende Grundstück ''vogteifrei'' gestiftet hätten, dazu auch noch einen Hof zu ''Reitershausen''. Die Kirche sollte zur Ehre „Unserer Lieben Frau“ und „Sankt Jakob“ geweiht werden. Er verlangte, dass die Leute innerhalb ''des waldes'', welche wegen der ''weiten Entfernung oft die Kirche'' [in Thalgau] ''versäumt oder wegen [[Schnee]] und [[Unwetter]] nicht besuchen konnten'', in der neuen Kirche die hl. Messe besuchen sollten, nämlich die Bewohner von Faistenau (''Vaistenow''), Tiefbrunnau (''Tevffenprunneow'') und Kühleiten (''Chueleuten''). Überdies verpflichtete er den Thalgauer Pfarrer ([[1324]] – 1395?) ''Ortwein''<ref>Siehe: [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Thalgau Liste der Pfarrer von Thalgau], aufgerufen am 26. Jänner 2015.</ref> in Faistenau Messen zu lesen und zwar an jedem Sonntag, dem Ostertag, dem [[Stephanitag]], zu [[Weihnachten]], am Mittwoch der Pfingstwoche, an [[Maria Himmelfahrt]] ([[15. August]]) sowie bei der [[Dult]] am Kirchweihtag bzw. Jakobitag; außerdem die Neugeborenen zu Taufen, Kranke zu versehen usw. An allen anderen Tagen müssten die Faistenauer weiterhin die Pfarrkirche Thalgau besuchen. Im Weiteren ist in der Urkunde zu lesen: ''Hält der Pfarrer diese Ordnung nicht ein, hat er jede Versäumnis dem Domdechant mit 60 Pfg. und die dritte mit 1/2 Pfd. zu büßen, wenn der Stifter oder einer ihrer Erben mit zwei Landleuten eidlich die Säumnis bekräftigen. Der Pfarrer gelobt auch in der Pfarrkirche zu T.''[halgau] ''am 8. Tag nach Allerseelen einen Jahrtag für die Stifter zu begehen. Das [[Domkapitel]] darf die Stiftungsgüter nicht'' [zur Pfarrkirche Thalgau] ''abziehen''.<ref>Siehe Urkunde: [http://monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgDK/AUR_1324_XI_11/charter], aufgerufen am 25. Jänner 2015.</ref> | ||
Als ein Kooperator auf seinem Heimweg von [[Hintersee ( | Als ein Kooperator auf seinem Heimweg von [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] mit seinem Pferd in den Schneemassen beim Paulhäusl in Faistenau stecken blieb und ''elendiglich'' erfror, erhob das Domkapitel die Filialkirche [[1622]] zu einem Vikariat. Der erste Faistenauer Vikar ([[1622]] – [[1637]]), Johann Christ Stängelmayr,<ref name="vikare">[http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Faistenau Liste der Vikare von Faistenau]</ref> konnte fortan in einem neu errichteten Vikariatshaus wohnen und musste nicht zurück nach Thalgau reiten.<br/>Das vermutlich ''Reitershausen'' genannte Haus kam um 1808 in den Besitz der Fam. Haberpointner. [[1873]] wurde das Vikariat Faistenau eigenständige Pfarre. | ||
=== Baugeschichte der Kirche === | === Baugeschichte der Kirche === | ||