Erzherzog Eugen-Klamm: Unterschied zwischen den Versionen
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Unter den Todesopfern befand sich nicht nur der Bahnwärter sondern auch der Gemeindearzt Dr. Reichl sowie weitere Personen. | Unter den Todesopfern befand sich nicht nur der Bahnwärter sondern auch der Gemeindearzt Dr. Reichl sowie weitere Personen. | ||
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Version vom 15. November 2018, 00:11 Uhr
Die Eugenklamm war (ist?) eine Klamm im Tennengebirge.
Ereignis
Am Freitag, den 4. Juli 1947 sammelten sich vier Gewitter im Bereich des Tennen-, Hagengebirges und dem Hochkönigstock und entluden sich um gegen 22:30 Uhr im Raum Werfen als Wolkenbruch. Dabei schwemmte der Wildbach in der Eugenklamm binnen kurzer Zeit rund 150 000 Kubikmeter Geröll und Schlamm vom Tennengebirge zu Tal. Er überflutete damit den Bahndamm der Salzburg-Tiroler-Bahn auf einer Länge von 150 Meter in einer Höhe von vier Metern.
Dabei brachte die Schlamm- und Gerölllawine 2 000 Raummeter geschlagenes Holz ins Rollen, riss die Eisenbahnbrücke und das Bahnwächterhaus samt dem Bahnwächter Alois Keßner mit und schwemmte alles in die Salzach. An jener Stelle war die Salzach aber nur 50 Meter breit, sodass sie sich auf fünf Kilometer Länge durch die Blockade aufstaute.
Unter den Todesopfern befand sich nicht nur der Bahnwärter sondern auch der Gemeindearzt Dr. Reichl sowie weitere Personen.
Die Eisenbahntrasse war auf einer Länge von 400 Metern mehrmals unterbrochen und mit Schlamm und Geröll bedeckt. Auch die Bundesstraße war unterbrochen und wurde noch in der Nacht von Feuerwehrleuten notdürftig freigemacht. Die Zugverbindung war anschließend mehrere Wochen unterbrochen.
Quelle
- ANNO, Salzburger Tagblatt, Ausgabe vom 7. Juli 1947, Seite 5