Bazargebäude (der Bazar): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Bazargebäude 22.07.2007 (2).jpg|thumb|250px|right|Bazargebäude. Zubau zum Staatsbrückenkopf hin. Aufnahme: [[2007]].]] | [[Bild:Bazargebäude 22.07.2007 (2).jpg|thumb|250px|right|Bazargebäude. Zubau zum Staatsbrückenkopf hin. Aufnahme: [[2007]].]] | ||
[[Bild:Bazargebaeude_02.jpg|thumb|250px|Das Bazargebäude im Abendlicht]] | |||
Das rechte Salzachufer entlang des [[Elisabethkai]]s wird im Gegensatz zur linken Altstadtseite durch eine relativ offene Verbauung geprägt. Die Bauten, durchwegs entstanden nach dem Abschluss der [[Salzachregulierung]] entlang des Kais in den beiden letzten Dezennien des [[19. Jahrhundert]]s und im damals in Salzburg beliebten Stil des Historismus gehalten, ergeben mit ihren teilweise zinspalastähnlichen Dimensionen ein geschlossenes Erscheinungsbild, das durch das untypische und beinahe fremdländisch wirkende Bazargebäude am Beginn der Schwarzstraße durchbrochen wird. | Das rechte Salzachufer entlang des [[Elisabethkai]]s wird im Gegensatz zur linken Altstadtseite durch eine relativ offene Verbauung geprägt. Die Bauten, durchwegs entstanden nach dem Abschluss der [[Salzachregulierung]] entlang des Kais in den beiden letzten Dezennien des [[19. Jahrhundert]]s und im damals in Salzburg beliebten Stil des Historismus gehalten, ergeben mit ihren teilweise zinspalastähnlichen Dimensionen ein geschlossenes Erscheinungsbild, das durch das untypische und beinahe fremdländisch wirkende Bazargebäude am Beginn der Schwarzstraße durchbrochen wird. | ||
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In den Jahren von [[1905]] bis [[1906]] ließen die damaligen Eigentümer A. Baldi und Josef Musch die bereits seit [[1902]] geplante Aufstockung um ein Mansardengeschoss und verschiedene Adaptierungsarbeiten durch die [[Baufirma Ceconi]] vornehmen. Der Plan dazu wurde von Jakob Ceconi unterzeichnet, stammt aber aller Wahrscheinlichkeit nach von [[Karl Pirich]], der für die Baufirma Ceconi tätig war. Die als Auflager des Dachgesperres mit raffinierten Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen dienenden Stahltraversen an den Außenwänden wurden versetzt und im Bereich der Untergurte der Fachwerke eine der ersten Rabbitz-Fertigteildecken gespannt. | In den Jahren von [[1905]] bis [[1906]] ließen die damaligen Eigentümer A. Baldi und Josef Musch die bereits seit [[1902]] geplante Aufstockung um ein Mansardengeschoss und verschiedene Adaptierungsarbeiten durch die [[Baufirma Ceconi]] vornehmen. Der Plan dazu wurde von Jakob Ceconi unterzeichnet, stammt aber aller Wahrscheinlichkeit nach von [[Karl Pirich]], der für die Baufirma Ceconi tätig war. Die als Auflager des Dachgesperres mit raffinierten Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen dienenden Stahltraversen an den Außenwänden wurden versetzt und im Bereich der Untergurte der Fachwerke eine der ersten Rabbitz-Fertigteildecken gespannt. | ||
Neben dem Einbau eines Treppenhauses, eines Spielzimmers und einer Wohnung in den beiden Obergeschossen wurde damals auch die markante, aus einer großen Mittelkuppe und mehreren kleineren Kuppeln mit Laternen, Fenstern und Zierrat versehene, heute für das Haus typische, damals noch grün gefärbte Dachlandschaft geschaffen. Das vergrößerte Bazargebäude erlebte danach durch den Einzug des Bankhauses Carl Spängler & Co. und der Erweiterung des Cafés einen Wandel vom klein strukturierten Geschäftsgebäude zum repräsentativen Firmensitz zweier Salzburger Traditionsbetriebe. Nach mehreren, vor allem für das Bankhaus Spängler durchgeführten Innenumbauten, z. B. [[1921]] nach Plänen von Karl Pirich, folgten in den nächsten Jahrzehnten noch einige Außenveränderungen durch verschiedene Architekten, die das Erscheinungsbild des Bauwerks aber nicht wesentlich beeinträchtigten. | |||
Neben dem Einbau eines Treppenhauses, eines Spielzimmers und einer Wohnung in den beiden Obergeschossen wurde damals auch die markante, aus einer großen Mittelkuppe und mehreren kleineren Kuppeln mit Laternen, Fenstern und Zierrat versehene, heute für das Haus typische, damals noch grün gefärbte Dachlandschaft geschaffen. | |||
Das vergrößerte Bazargebäude erlebte danach durch den Einzug des Bankhauses Carl Spängler & Co. und der Erweiterung des Cafés einen Wandel vom klein strukturierten Geschäftsgebäude zum repräsentativen Firmensitz zweier Salzburger Traditionsbetriebe. | |||
Nach mehreren, vor allem für das Bankhaus Spängler durchgeführten Innenumbauten, z. B. [[1921]] nach Plänen von Karl Pirich, folgten in den nächsten Jahrzehnten noch einige Außenveränderungen durch verschiedene Architekten, die das Erscheinungsbild des Bauwerks aber nicht wesentlich beeinträchtigten. | |||
Eine wesentliche optische Aufwertung wurde [[2002]] mit der detailgetreuen Neueindeckung der bis dahin mit Zinkblech überzogenen Dachlandschaft mitsamt dessen noch im Original erhaltenen Aufbauten und Zierraten in Kupfer erreicht. [[2003]] folgte eine komplette Innenrenovierung des Cafés Bazar, das sich seither mit etwas weniger Flair, aber dafür in neuem Glanz präsentiert. | Eine wesentliche optische Aufwertung wurde [[2002]] mit der detailgetreuen Neueindeckung der bis dahin mit Zinkblech überzogenen Dachlandschaft mitsamt dessen noch im Original erhaltenen Aufbauten und Zierraten in Kupfer erreicht. [[2003]] folgte eine komplette Innenrenovierung des Cafés Bazar, das sich seither mit etwas weniger Flair, aber dafür in neuem Glanz präsentiert. | ||