Dechanthof Thalgau: Unterschied zwischen den Versionen
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Bis etwa 1950 führte der jeweilige in Thalgau amtierende Dechant selbst den Bauernhof. Dann wurde bis 1979 das Dechanthofgut von Pächtern bewirtschaftet. Die Veränderungen in der Einkommensstruktur in der Landwirtschaft ließen aber mit zunehmender Dauer einen Pachtbetrieb nicht mehr wirtschaftlich erscheinen. Heute werden die Felder des Dechanthofgutes durch Thalgauer Bauern mit bewirtschaftet. Ein Teil der Wiesengründe des Anwesens (''Pfarrhofpfründe'') im Ortsbereich von Thalgau wurden inzwischen für Wohnbauten verwendet, u. a. für das ''Betreute Wohnen'' im Osten Thalgaus. Auch Waldgrundstücke am Thalgauberg sind Teil der Pfarrhofpfründe. | Bis etwa 1950 führte der jeweilige in Thalgau amtierende Dechant selbst den Bauernhof. Dann wurde bis 1979 das Dechanthofgut von Pächtern bewirtschaftet. Die Veränderungen in der Einkommensstruktur in der Landwirtschaft ließen aber mit zunehmender Dauer einen Pachtbetrieb nicht mehr wirtschaftlich erscheinen. Heute werden die Felder des Dechanthofgutes durch Thalgauer Bauern mit bewirtschaftet. Ein Teil der Wiesengründe des Anwesens (''Pfarrhofpfründe'') im Ortsbereich von Thalgau wurden inzwischen für Wohnbauten verwendet, u. a. für das ''Betreute Wohnen'' im Osten Thalgaus. Auch Waldgrundstücke am Thalgauberg sind Teil der Pfarrhofpfründe. | ||
[[Datei:Dechanthoflinde Sommer 2011.JPG|thumb|left|Dechanthoflinde Sommer 2011]] | [[Datei:Dechanthoflinde Sommer 2011.JPG|thumb|left|Dechanthoflinde Sommer 2011]] | ||
Das Pfarrhofstöckl (früher | Das Pfarrhofstöckl (früher "[[Knechtstöckl]]"), in dem früher die [[Dienstboten]], später die Pächterfamilien beengt wohnten, wurde in den [[1980er]] Jahren architektonisch sehr gelungen erweitert und dient heute als Pfarr- und Veranstaltungszentrum und erfreut sich regen Zuspruchs. Das dortige Ambiente ist von der sehr mächtigen alten <nowiki>Pfarrhof</nowiki>[[Linde|linde]] geprägt, sie spendet im Sommer wohligen Schatten. | ||
Beim Dechanthof Thalgau führte früher die alte Straße auf den [[Thalgauberg]] vorbei. Sie war wegen ihrer Steilheit, der schmalen Fahrbahn mit nur wenigen Ausweichen sehr gefürchtet. Sie wurde Ende der [[1970er]] Jahren von einem großzügigen Neubau an der östlichen Seite ersetzt. Die alte Straße dient jetzt als Wanderweg. Bemerkenswert erscheint auch der beim Anwesen vorbeiführende [[Pfarrhofgrabenbach], er verwüstete als Wildbach oftmals (zuletzt 1961) die anliegenden Felder und den Bauernhof und wurde Mitte der [[1960er]] Jahre durch die Wildbachverbauung gezähmt. | Beim Dechanthof Thalgau führte früher die alte Straße auf den [[Thalgauberg]] vorbei. Sie war wegen ihrer Steilheit, der schmalen Fahrbahn mit nur wenigen Ausweichen sehr gefürchtet. Sie wurde Ende der [[1970er]] Jahren von einem großzügigen Neubau an der östlichen Seite ersetzt. Die alte Straße dient jetzt als Wanderweg. Bemerkenswert erscheint auch der beim Anwesen vorbeiführende [[Pfarrhofgrabenbach], er verwüstete als Wildbach oftmals (zuletzt 1961) die anliegenden Felder und den Bauernhof und wurde Mitte der [[1960er]] Jahre durch die Wildbachverbauung gezähmt. | ||
Version vom 22. März 2016, 09:40 Uhr

Der Dechanthof Thalgau ist der Wohnsitz des Thalgauer Pfarrers und Dechants.
Allgemeines
Im Gegensatz zu anderen Pfarren befindet sich in Thalgau das Wohngebäude der Geistlichen nicht in direkter Nähe zur Kirche, sondern in nordöstlicher Richtung etwa 400 m vom Ortszentrum entfernt, an einer Westautobahnbrücke gelegen. Zusammen mit einem dazugehörigen Bauernhof bildet dieses Anwesen einen sehr prägnanten Anblick.
Bis etwa 1950 führte der jeweilige in Thalgau amtierende Dechant selbst den Bauernhof. Dann wurde bis 1979 das Dechanthofgut von Pächtern bewirtschaftet. Die Veränderungen in der Einkommensstruktur in der Landwirtschaft ließen aber mit zunehmender Dauer einen Pachtbetrieb nicht mehr wirtschaftlich erscheinen. Heute werden die Felder des Dechanthofgutes durch Thalgauer Bauern mit bewirtschaftet. Ein Teil der Wiesengründe des Anwesens (Pfarrhofpfründe) im Ortsbereich von Thalgau wurden inzwischen für Wohnbauten verwendet, u. a. für das Betreute Wohnen im Osten Thalgaus. Auch Waldgrundstücke am Thalgauberg sind Teil der Pfarrhofpfründe.
Das Pfarrhofstöckl (früher "Knechtstöckl"), in dem früher die Dienstboten, später die Pächterfamilien beengt wohnten, wurde in den 1980er Jahren architektonisch sehr gelungen erweitert und dient heute als Pfarr- und Veranstaltungszentrum und erfreut sich regen Zuspruchs. Das dortige Ambiente ist von der sehr mächtigen alten Pfarrhoflinde geprägt, sie spendet im Sommer wohligen Schatten.
Beim Dechanthof Thalgau führte früher die alte Straße auf den Thalgauberg vorbei. Sie war wegen ihrer Steilheit, der schmalen Fahrbahn mit nur wenigen Ausweichen sehr gefürchtet. Sie wurde Ende der 1970er Jahren von einem großzügigen Neubau an der östlichen Seite ersetzt. Die alte Straße dient jetzt als Wanderweg. Bemerkenswert erscheint auch der beim Anwesen vorbeiführende [[Pfarrhofgrabenbach], er verwüstete als Wildbach oftmals (zuletzt 1961) die anliegenden Felder und den Bauernhof und wurde Mitte der 1960er Jahre durch die Wildbachverbauung gezähmt.
Hinter dem Dechanthof wurde in den 1960er Jahren die Westautobahn vorbei gebaut. Südlich des Dechanthofes führte die Bahntrasse der früheren Ischlerbahn vorbei. Heute noch ist der Verlauf des damaligen Bahndammes im Gelände gut erkennbar. Fast zeitgleich mit der Eröffnung der Autobahn erfolgte die Einstellung der Ischlerbahn. Aus heutiger Sicht wird die Einstellung der Ischlerbahn wegen der versäumten Möglichkeit zu einer umweltfreundlichen Zug-Anbindung des Salzkammergutes an die Stadt Salzburg vielfach bedauert.
Bildergalerie
Panoramaaufnahmen
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der renovierte Dechanthof im Juni 2014
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180° Panorama v. Pfarrhofgut
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Panorama vom Dechanthof auf Thalgau 31. März 2011
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Dechanthof Thalgau als Veranstaltungsplatz
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Ausblick von Haustor des Dechanthofes, Panoramabild
Gebäudeaufnahmen
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die 2012 restaurierte Kreuzkapelle beim Dechanthof Thalgau
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Altar in der Kreuzkapelle, Hochformataufnahme
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Kreuzkapelle, Innenpano
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Orgel in der Kreuzkapelle, seitliche Aufnahme
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Deckengemälde in der Kreuzkapelle
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Kreuzkapelle, Eingangsseite
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Erinnerungstafel an den Erbauer der Kreuzkapelle
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Dechanthof Thalgau und Kreuzkapelle im Juni 2012
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Dechanthof Thalgau im Juni 2009
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Dechanthof Thalgau im Dezember
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Dechanthof Thalgau vor der Renovierung, Aufn. 2003
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Kreuzkapelle beim Dechanthof in Thalgau, nach Renovierung im Jahr 2010
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Dechanthof Thalgau 4.1.2011
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Dechanthof Thalgau, neue Ansicht, Mai 2011
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herbstlicher Pfarrhofblick auf Thalgau
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Thalgau und Dechanthof-Panoramabild (2010)
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Pfarrhofpano Juni 2015
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Dechanthof Thalgau nach der Renovierung, Aufn. August 2011
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Thalgaus Türme; im Vordergrund der Turm der Kreuzkapelle beim Dechantshof, dahinter die Pfarrkirche
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Thalgaus Türme neu, 14.11.2010
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winterliche Türmeansicht in Thalgau
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Kreuzkapelle renoviert
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Kreuzkapelle, Turmansicht nach der Renovierung im Nov. 2010
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Dekanatspfarrkirche Thalgau und Dechanthof mit Kreuzkapelle
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Pfarrkirche und Dechanthof in Thalgau; Aufn. vom Juni 2012
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das Russenkreuz 1917 beim Dechanthof Thalgau
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Dechanthof Thalgau, Eingangsseite
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Dachanthofausblick zur Kirche
Allgemeine Aufnahmen, auf denen auch der Dechanthof zu sehen ist
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Freialtar beim Thalgauer Dechanthof
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Ansicht des Thalgauer Dechanthofes im Jahr 1879
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Dechanthof mit Schober, Sommer 2011
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Dechanthofwiese im Frühjahr
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Aufstellung beim Dechanthof zum Maiandachtbesuch der Brauchtumsabordnungen des Flachgaues in der Pfarrkirche Thalgau.
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Adventmarkt beim Thalgauer Pfarrhof im Jahr 2015
Quelle
- Franz Fuchs