Franz Wesenauer (Priester): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Franz Seraph Wesenauer''' (* [[8. Juni]] [[1904]] in Ebensee, [[OÖ]]; † [[19. Oktober]] [[1991]] in [[Salzburg]]) war Priester der [[Erzdiözese Salzburg]], langjähriger [[Stadtpfarre Salzburg-St. Elisabeth#Pfarrer|Pfarrer von Salzburg-St. Elisabeth]] und eine bekannte Persönlichkeit des katholischen Lebens der Stadt Salzburg. | '''Franz Seraph Wesenauer''' (* [[8. Juni]] [[1904]] in Ebensee, [[OÖ]]; † [[19. Oktober]] [[1991]] in [[Salzburg]]), war Priester der [[Erzdiözese Salzburg]], langjähriger [[Stadtpfarre Salzburg-St. Elisabeth#Pfarrer|Pfarrer von Salzburg-St. Elisabeth]] und eine bekannte Persönlichkeit des katholischen Lebens der Stadt Salzburg. | ||
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Von 1945 bis 1950 wirkte er als Direktor des [[Johanneum]]s und Diözesanjugendseelsorger, anschließend durch drei Jahrzehnte als Stadtpfarrer von Salzburg-St. Elisabeth. | Von 1945 bis 1950 wirkte er als Direktor des [[Johanneum]]s und Diözesanjugendseelsorger, anschließend durch drei Jahrzehnte als Stadtpfarrer von Salzburg-St. Elisabeth. | ||
In der [[NS-Zeit]] verhalf er als Kooperator von St. | In der [[NS-Zeit]] verhalf er als Kooperator von St. Andrea zusammen mit Pfarrer [[Franz Zeiss]] verfolgten jüdischen Familien zur lebensrettenden Flucht. | ||
Seine Tätigkeit im Johanneum verschaffte ihm Eingang als „Onkel Franz“ in [[Thomas Bernhard]]s Jugendautobiografie „Die Ursache. Eine Andeutung“ (1975). Wesenauer sah sich verunglimpft und klagte Bernhard sowie den Verleger wegen übler Nachrede; der Prozess endete mit einem Vergleich, demzufolge das Buch nur mehr in einer bereinigten Fassung verkauft werden durfte.<ref>Vgl. Riendeau, Vincent: [https://papyrus.bib.umontreal.ca/xmlui/bitstream/handle/1866/4642/Riendeau_Vincent_2010_memoire.pdf Der Literaturskandal: Symbolisches Kapital und Selbstbezug am Beispiel Thomas Bernhards. Mémoire présenté à la Faculté des arts et sciences en vue de l’obtention du grade de maîtrise ès arts en études allemandes] Université de Montréal, 2010.</ref> | Seine Tätigkeit im Johanneum verschaffte ihm Eingang als „Onkel Franz“ in [[Thomas Bernhard]]s Jugendautobiografie „Die Ursache. Eine Andeutung“ (1975). Wesenauer sah sich verunglimpft und klagte Bernhard sowie den Verleger wegen übler Nachrede; der Prozess endete mit einem Vergleich, demzufolge das Buch nur mehr in einer bereinigten Fassung verkauft werden durfte.<ref>Vgl. Riendeau, Vincent: [https://papyrus.bib.umontreal.ca/xmlui/bitstream/handle/1866/4642/Riendeau_Vincent_2010_memoire.pdf Der Literaturskandal: Symbolisches Kapital und Selbstbezug am Beispiel Thomas Bernhards. Mémoire présenté à la Faculté des arts et sciences en vue de l’obtention du grade de maîtrise ès arts en études allemandes] Université de Montréal, 2010.</ref> | ||
Zum Andenken an Franz Wesenauer wird am 14. Juli 2015 im Salzburger Stadtteil Neustadt vor der Andräkirche ein Stolperstein verlegt. | |||
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