Rudolf Graf von Thun und Hohenstein: Unterschied zwischen den Versionen
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===Familie=== | ===Familie=== | ||
Thun wurde zu Salzburg im ehemaligen gräflich [[Waldsteinsches Kanonikalhaus|Attems-Waldstein’schen Kanonikalhof]] (1864 bis 1938 und wieder seit 1947 [[Erzbischöfliches Palais|fürsterzbischöfliches Palais]]) geboren und war das erste von vier Kindern aus der Ehe von Ernst Graf von [[Thun und Hohenstein]], k. k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]] und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#R|Rittmeister]] a.D., und Philippine Gräfin von Thun und Hohenstein, Sternkreuzordensdame und Malerin (Schülerin bei [[Johann Fischbach]] in Salzburg). [[Sigmund Graf von Thun-Hohenstein]], Statthalter | Thun wurde zu Salzburg im ehemaligen gräflich [[Waldsteinsches Kanonikalhaus|Attems-Waldstein’schen Kanonikalhof]] (1864 bis 1938 und wieder seit 1947 [[Erzbischöfliches Palais|fürsterzbischöfliches Palais]]) geboren und war das erste von vier Kindern aus der Ehe von Ernst Graf von [[Thun und Hohenstein]], [[Reich#k._k.|k. k.]] [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]] und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#R|Rittmeister]] a.D., und Philippine Gräfin von Thun und Hohenstein, Sternkreuzordensdame und Malerin (Schülerin bei [[Johann Fischbach]] in Salzburg). [[Sigmund Graf von Thun-Hohenstein]], [[Landeshauptmann#k.k._Landespr.C3.A4sidenten_.281850_bis_1918.29|Statthalter]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]], war sein Onkel. | ||
Am [[10. Juni]] [[1911]] heiratete er auf Schloss Haunsperg in [[Oberalm]] [[Marie Mautner von Markhof]], welche [[1899]] gemeinsam mit ihrem Bruder [[Adolf Mautner von Markhof]] diesen ehemaligen Adelssitz erworben hatte. | Am [[10. Juni]] [[1911]] heiratete er auf Schloss Haunsperg in [[Oberalm]] [[Marie Mautner von Markhof]], welche [[1899]] gemeinsam mit ihrem Bruder [[Adolf Mautner von Markhof]] diesen ehemaligen Adelssitz erworben hatte. | ||
===Beruflicher Werdegang=== | ===Beruflicher Werdegang=== | ||
[[1877]] maturierte er in Salzburg, wo er [[1883]] bei der [[Landesregierung]] in den Staatsdienst eintrat. [[1896]] wurde er Leiter der eben erst neu errichteten [[Bezirkshauptmannschaft Hallein]] und [[1900]] der | [[1877]] maturierte er in Salzburg, wo er [[1883]] bei der [[Landesregierung]] in den Staatsdienst eintrat. [[1896]] wurde er Leiter der eben erst neu errichteten [[Bezirkshauptmannschaft Hallein]] und [[1900]] der [[Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung]]. Als Landesregierungsrat (seit [[1904]]) bearbeitete er das Eisenbahn-, Wasser- und Agrarwesen. | ||
[[1911]] kam Thun als [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hofrat]] nach Czernowitz | [[1911]] kam Thun als [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hofrat]] nach Czernowitz (heute [[Ukraine]]) und [[1912]] als Bezirkshauptmann nach Bregenz, [[Vorarlberg]]. Dort übernahm er seit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] den Vorsitz der Landeskommission für soziale Fürsorge, der Fürsorgekommission für heimkehrende Krieger sowie der Kommission betreffend die Unterhaltsbeiträge und schuf – mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Gattin – Institutionen zur Linderung der Not. | ||
[[1916]] wurde er Statthaltereivizepräsident und Landesamtsdirektor in Linz und trat [[1919]] als Landesregierungsvizepräsident und Landesamtsdirektor in den Ruhestand, den er auf Schloss Haunsperg zubrachte. | [[1916]] wurde er Statthaltereivizepräsident und Landesamtsdirektor in [[Linz]] und trat [[1919]] als Landesregierungsvizepräsident und Landesamtsdirektor in den Ruhestand, den er auf Schloss Haunsperg zubrachte. | ||
===Ehrungen=== | ===Ehrungen=== | ||
Thun war Träger des Leopoldordens ([[1916]]) und des Komturkreuzes des Franz-Josef-Ordens mit dem Stern ([[1917]]). | Thun war Träger des Leopoldordens ([[1916]]) und des Komturkreuzes des Franz-Josef-Ordens mit dem Stern ([[1917]]). | ||
Er war Ehrenbürger der Städte [[Hallein]] und Bregenz sowie von zehn Gemeinden des Landes Salzburg ([[Abtenau]], [[Adnet]], [[Annaberg]], [[ | Er war [[Ehrenbürger]] der Städte [[Hallein]] und Bregenz sowie von zehn Gemeinden des Landes Salzburg ([[Abtenau]], [[Adnet]], [[Annaberg]], [[St. Gilgen]], [[Gnigl]], [[Hallwang]], [[St. Koloman]], [[Krispl]], Oberalm und [[Straßwalchen]]). | ||
===Sonstiges=== | ===Sonstiges=== | ||
Eine besondere Vorliebe hegte Thun für Mathematik. Auch war er ein begeisterter Bergsteiger. War er bereits in seiner Jugend ([[1875]]) u. a. mit [[Anton von Posselt-Czorich]] in seinen geliebten Salzburger Bergen unterwegs, so unternahm er noch als 80-Jähriger weite Wanderungen in diesen. | Eine besondere Vorliebe hegte Thun für Mathematik. Auch war er ein begeisterter Bergsteiger. War er bereits in seiner Jugend ([[1875]]) u. a. mit [[Anton von Posselt-Czorich]] in seinen geliebten Salzburger Bergen unterwegs gewesen, so unternahm er noch als 80-Jähriger weite Wanderungen in diesen. | ||
===Ableben=== | ===Ableben=== | ||
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==Quellen und Literatur== | ==Quellen und Literatur== | ||
*Mitteilungen der | *[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Jahrgang 1944/1945, S. 211 f., Nachruf auf Rudolf Graf Thun-Hohenstein im [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] 1943 | ||
*Zeitungsartikel aus den Jahren 1916, 1926, 1936, 1943 | *Zeitungsartikel aus den Jahren 1916, 1926, 1936, 1943 | ||
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[[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Adnet]] | [[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Adnet]] | ||
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[[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Hallwang]] | [[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Hallwang]] | ||
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[[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Krispl]] | [[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Krispl]] | ||
[[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Oberalm ]] | [[Kategorie:Ehrenbürger der Gemeinde Oberalm]] | ||
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Straßwalchen]] | [[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Straßwalchen]] | ||