Herbert Rettensteiner: Unterschied zwischen den Versionen
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"Damals hat es noch keine Tormanntraining und keine Tormannhandschuhe gegeben. Man musste sich alles selbst beibringen. Und die ersten Handschuhe hat mir meine Mutter gestrickt", erzählt Rettensteiner. Mit Innsbruck holte er zwei Mal ([[1971]]/[[1972|72]]) den Titel. Rettensteiners bester Freund in dieser Zeit war Franz Wolny. Als Sohn Thomas geboren wurde, haben beide kräftig gefeiert und dabei das Meisterschaftsspiel gegen Sturm vergessen. Stastny ließ beide ausrufen. "Herr Wolny und Herr Rettensteiner bitte in die Kabine." Der Aufruf des Stadionsprechers blieb unerhört, weil beide nicht im Stadion waren. Dafür gab es 2000 Schilling Strafe. "Das war viel. Ich habe ja nur viertausend Schilling Fixum und zweitausend Wohnzuschuss und Siegprämie gehabt." Herbert Rettensteiner war ein Unikum, ein typischer Kicker seiner Zeit, immer gut aufgelegt, immer für jeden Spaß zu haben. Nach Innsbruck stand er bei der VÖEST im Tor. [[1975]] holte ihn Salzburg. Ein Haupttreffer. Der "Retti" konnte ein Spiel im Alleingang gewinnen. 20 Mal hat der Salzburger im Team gespielt – und nicht selten war er der gefeierte Held. | "Damals hat es noch keine Tormanntraining und keine Tormannhandschuhe gegeben. Man musste sich alles selbst beibringen. Und die ersten Handschuhe hat mir meine Mutter gestrickt", erzählt Rettensteiner. Mit Innsbruck holte er zwei Mal ([[1971]]/[[1972|72]]) den Titel. Rettensteiners bester Freund in dieser Zeit war Franz Wolny. Als Sohn Thomas geboren wurde, haben beide kräftig gefeiert und dabei das Meisterschaftsspiel gegen Sturm vergessen. Stastny ließ beide ausrufen. "Herr Wolny und Herr Rettensteiner bitte in die Kabine." Der Aufruf des Stadionsprechers blieb unerhört, weil beide nicht im Stadion waren. Dafür gab es 2000 Schilling Strafe. "Das war viel. Ich habe ja nur viertausend Schilling Fixum und zweitausend Wohnzuschuss und Siegprämie gehabt." Herbert Rettensteiner war ein Unikum, ein typischer Kicker seiner Zeit, immer gut aufgelegt, immer für jeden Spaß zu haben. Nach Innsbruck stand er bei der VÖEST im Tor. [[1975]] holte ihn Salzburg. Ein Haupttreffer. Der "Retti" konnte ein Spiel im Alleingang gewinnen. 20 Mal hat der Salzburger im Team gespielt – und nicht selten war er der gefeierte Held. | ||
Dennoch musste er im Teamdress seine bitterste Niederlage einstecken. Am [[ | Dennoch musste er im Teamdress seine bitterste Niederlage einstecken. Am [[28. November]] [[1973]] in Gelsenkirchen gegen Schweden. Es ging um die Qualifikation für die WM [[1974]]. Und die 28. Minute wurde dann zu Trauma für einen der besten Torhüter Österreichs. "Es war ein Wahnsinn. Der Sandberg hat den Horvath den Ball abgeluchst und ist auf mich zugelaufen und ich habe mich vor seine Beine geworfen. Auf einmal pfeift der Referee und zeigt auf den Elferpunkt. Ein Albtraum. Aber ich schwöre, ich habe nur den Ball mit der Hand weggeschlagen", erzählt Rettensteiner. Larsson trifft zum 2:0. Das Spiel endet 2:1 für Schweden. Der Traum von der WM ist ausgeträumt – und Rettensteiner der Buhmann der Nation. | ||
"Auf allen Plätzen haben sie mich dann beschimpft. Es gab sogar Morddrohungen. Aber das jetzt eh alles Schnee von gestern", sagt Rettensteiner, der seine Versicherungsagentur vor einem Jahr seinem Sohn übergeben hat: "Heute bin ich nur mehr ein glücklicher Pensionist." | "Auf allen Plätzen haben sie mich dann beschimpft. Es gab sogar Morddrohungen. Aber das jetzt eh alles Schnee von gestern", sagt Rettensteiner, der seine Versicherungsagentur vor einem Jahr seinem Sohn übergeben hat: "Heute bin ich nur mehr ein glücklicher Pensionist." | ||