Chiemgau: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Chiemgau''' ist eine historisch-kulturelle Landschaft in Südost-Oberbayern und umfasst Gebiete des [[Landkreis Traunstein|Landkreises Traunstein]] und des Landkreises Rosenheim. Zum Chiemgau gehört auch der [[Chiemsee]]. | Der '''Chiemgau''' ist eine historisch-kulturelle Landschaft in Südost-Oberbayern und umfasst Gebiete des [[Landkreis Traunstein|Landkreises Traunstein]] und des Landkreises Rosenheim. Zum Chiemgau gehört auch der [[Chiemsee]]. | ||
==Geschichte mit Salzburgbezug== | ==Geschichte mit Salzburgbezug== | ||
Bis [[1808]] war der Chiemgau auch [[Bistum Chiemsee]] und unterstand dem [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Heute ist der Chiemgau eine wichtigen [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sregion</nowiki> in [[Bayern]]. | |||
Seit dem [[8. Jahrhundert]] verfügte die Salzburger Kirche im Chiemgau über viel Streubesitz. Die Erzbischöfe versuchten, Grafschaften und | Seit dem [[8. Jahrhundert]] verfügte die Salzburger Kirche im Chiemgau über viel Streubesitz. Die [[Erzbischöfe]] versuchten, Grafschaften und [[Pfleggericht]]e in diesem Gebiet zu erwerben, um damit die Herrschaft über den gesamten Chiemgau zu erlangen. | ||
Zunächst aber sicherten sie sich die Herrschaft über den [[Salzburggau]]. Nachdem [[1229]] die [[Grafen von Lebenau]] im unteren (nördlichen) Salzburggau ausgestorben waren, konnte der Salzburger Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] deren Grafschaft für sich gewinnen. Den Erwerb der Grafschaft Lebenau sicherte der Salzburger Erzbischof [[1245]] im ersten [[Vertrag von Erharting]] (mit dem bayerischen Herzog) rechtlich ab. Als Gegenleistung musste er auf die Lehen des Pfalzgrafen Rapoto von Ortenburg, des Grafen Konrad von [[Wasserburg am Inn|Wasserburg]] und der Grafen von Falkenstein um den Chiemsee verzichten. Damit gab er sein ursprüngliches Ziel auf, seine Herrschaft über den Chiemgau bis an den [[Inn]] auszudehnen. Der Chiemgau mit [[Traunstein]] fiel an die [[Wittelsbacher]]. Im zweiten Vertrag von Erharting ([[1275]]) erkannte der bayerische Herzog die Westgrenze des Salzburger Herrschaftsgebiets weitgehend an. Diese Grenze bestand im Wesentlichen bis [[1810]], als das Land Salzburg an Bayern fiel. | |||
Die Erzdiözese Salzburg umfasste auch das Gebiet östlich des Inn im heutigen Bayern. Das waren der Chiemgau, der [[Rupertiwinkel]] und das Landgericht [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. Von 1816 bis 1822 wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Das bayerische Gebiet fiel nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München und Freising. | |||
Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von 1215 bis 1817 das Salzburger Eigenbistum Chiemsee. Der Sitz der Bischöfe von Chiemsee war das [[Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im Chiemsee. Sie waren die Weihbischöfe der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das Bistum Chiemsee umfasste nur zehn Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: Herrenchiemsee, Prien, Eggstätt, Söllhuben und Grassau im Chiemgau (Bayern). Sowie Söll, Kirchdorf, Sankt Johann, Brixen im Thal und Sankt Ulrich am Pillersee in Tirol. | |||
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==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
* [http://www.chiemgau-tourismus.de www.chiemgau-tourismus.de] | * [http://www.chiemgau-tourismus.de www.chiemgau-tourismus.de] | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]] | * [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]] | ||
* Heinz Dopsch | * [[Heinz Dopsch]]; [[Hans Spatzenegger]]: ''Geschichte Salzburgs'', Band I/1, S. 342 | ||
* Salzburgwiki-Artikel Rupertiwinkel | * Salzburgwiki-Artikel Rupertiwinkel | ||
* [[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall: Textgesaltung von "Geschichte mit Salzburgbezug" | * [[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall: Textgesaltung von "Geschichte mit Salzburgbezug" | ||