Michael Kritzinger: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Michael Kritzinger''' (* [[2. Juni]] [[1893]] in Waldzell, [[Oberösterreich]], † [[13. September]] [[1943]], in Berlin-Plötzensee (ermordet)) | '''Michael Kritzinger''' (* [[2. Juni]] [[1893]] in Waldzell, [[Oberösterreich]], † [[13. September]] [[1943]], in Berlin-Plötzensee (ermordet)) war ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in Salzburg. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Kritzinger gehörte dem katholischen Glauben an, war unverheiratet und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als | Kritzinger gehörte dem katholischen Glauben an, war unverheiratet und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als [[Magistrat Salzburg|Magistrat]]<nowiki>sbeamter</nowiki> in Salzburg, wo er seit 1900 lebte und in der [[Bayerhamerstraße]] Nr. 5 gemeldet war. Politisch engagierte er sich bei der [[SPÖ|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]], der Freien Gewerkschaft, des [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbundes]] und, als diese Parteien verboten wurden, ab Februar 1934 bei den illegalen [[Revolutionäre Sozialisten Österreichs|Revolutionären Sozialisten Österreichs]] (RSÖ). | ||
Gemeinsam mit [[Franz Ofner]] und [[Anton Reindl]], welche die kommunistische | Gemeinsam mit [[Franz Ofner]] und [[Anton Reindl]], welche die kommunistische Widerstandsbewegung ins Leben gerufen hatten, gehörte er dieser an und wurde später, 1940, von [[Heinrich Gittler]] für die illegale [[Kommunistische Partei]] (KPÖ) vorgeschlagen. Ferner war Kritzinger Mitglied der Ortsgruppe [[Gnigl]], seit Mai 1941 als Zellenleiter. | ||
Am [[9. Februar]] [[1942]] erfolgte die Verhaftung durch die Gestapo. Kritzinger kam als erstes ins Polizeigefängnis, dann ins Gefangenenhaus des Landesgerichts Salzburg, dann ins Zuchthaus Landshut und, ab Anfang Februar 1943, nach Berlin-Plötzensee, wo man ihn wegen "Vorbreitung zum Hochverrat" anklagte. Am [[19. Februar]] wurde das Urteil verkündet. | Am [[9. Februar]] [[1942]] erfolgte die Verhaftung durch die Gestapo. Kritzinger kam als erstes ins [[Polizeigefängnis Salzburg|Polizeigefängnis]], dann ins [[Gefangenenhaus des Landesgerichts Salzburg]], dann ins Zuchthaus Landshut und, ab Anfang Februar 1943, nach Berlin-Plötzensee, wo man ihn wegen "Vorbreitung zum Hochverrat" anklagte. Am [[19. Februar]] wurde das Urteil verkündet. | ||
Kritzinger starb am [[13. September]] | Kritzinger starb am [[13. September]] 1943, in dem er enthauptet wurde. | ||
Zum Andenken an Michael Kritzinger | Zum Andenken an Michael Kritzinger wurde am [[2. Juli]] [[2014]] in der Bayerhamerstraße Nr. 5 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt. | ||
==Quelle== | ==Quelle== | ||