Leopold Graf Berchtold: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Leopold Graf Berchtold''' (* [[18. April]] [[1863]] in Wien; † [[21. November]] [[1942]] in Peresznye bei Ödenburg, heute Sopron, Ungarn) war Politiker.  
Geheimer Rat '''Leopold Graf Berchtold''' von und zu Ungarschitz (* [[18. April]] [[1863]] in [[Wien]]; † [[21. November]] [[1942]] in Peresznye bei Ödenburg, ''Sopron'', [[Ungarn]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=szt&datum=19421123&query=%22Leopold+Graf+Berchtold%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 23. November 1942, Seite 2</ref>) war ein österreichischer Politiker.  


==Leben==
==Leben==
Graf Berchtold war von [[1906]] bis [[1911]] Botschafter in St. Petersburg im russischen Zarenreich und von [[1912]] bis [[1915]] österreichischer Außenminister. Er unterstützte nach den Balkankriegen von 1912 und [[1913]] die Schaffung des neuen Staates Albanien, um Serbien von der Adria fern zu halten. Er formulierte nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers [[Erzherzog Franz Ferdinand]] [[1914]] das Ultimatum an Serbien. Als Italien und [[Rumänien]] zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] vorerst neutral blieben, trat Berchtold als Außenminister zurück. Danach war er Obersthofmeister und politischer Berater des Thronfolgers Erzherzog Karl.  
Graf Berchtold wurde [[1893]] zur provisori­schen Diensleistung im Ministerium des kaiserlichen Hauses und des Äußern zugelassen. [[1894]] legte er die Diplomatenprüfung ab und wurde noch im selben Jahr Gesandtschaftsattaché bei gleichzeitiger Ver­leihung des Titels eines Legationssekretärs und zwei Tage später der Botschaft in [[Französische Republik|Paris]] zugeteilt. [[1895]] erfolgte seine Ernennung zum Legationssekretär.


In Salzburg besaß er die [[Villa Berchtold]], die er [[1881]] erworben hatte.
[[1899]] wurde er der Botschaft in [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland|London]] provisorisch zugeteilt und erhielt den Titel eines Legationsrates.


==Quelle==
[[1903]] wurde er nach Petersburg im [[Russische Föderation|russischen Zarenreich]] versetzt. [[1906]] wurde ihm der Titel und Charakter eines außerordentlichen Ge­sandten und bevollmächtigten Ministers verliehen. Zum außerordentlichen Botschafter am kaiserlich russi­schen Hofe unter gleichzeitiger Verleihung der Würde eines Geheimen Rates wurde Graf Berchtold am [[28.  Dezember]] [[1906]] ernannt.
 
Von [[1912]] bis [[1915]] war er [[österreich]]ischer Außenminister. Es war die Zeit der soge­nannten Annexionskrise. Er unterstützte nach den Balkankriegen von 1912 und [[1913]] die Schaffung des neuen Staates [[Republik Albanien|Albanien]], um [[Republik Serbien|Serbien]] von der Adria fern zu halten. Auf Berchtolds [[Tschechische Republik|mährischem]] Schloss Buchlau kündigte in einer folgenschweren Unterredung Graf Aehrenthal im Jahre [[1908]] dem damaligen russischen Minister Iswolsky die bevor­stehende Einverleibung [[Bosnien und Herzegowina|Bosniens und der Herzegowina]]  in die [[Österreichisch-ungarische Monarchie]] an.
 
Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog [[Franz Ferdinand von Österreich-Este]] [[1914]] formulierte er das Ultimatum an Serbien. Als [[Italienische Republik|Italien]] und [[Rumänien]] zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] vorerst neutral blieben, trat Berchtold als Außenminister zurück.  Er widmete sich der Be­wirtschaftung seiner Güter. Er war weiter in dem Sinne einer Wiederannäherung Oesterreich-Ungarns und Russlands als Obersthofmeister und politischer Berater des Thronfolgers Erzherzog Karl tätig.
 
== Salzburgbezug ==
In der [[Stadt Salzburg]] besaß er die [[Villa Berchtold]], die er [[1881]] erworben hatte. [[1929]] erwarb die [[Stadtgemeinde Salzburg]] unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Hofrat]] [[Max Ott]] vom seinerzeitigen österreichisch­ ungarischen Außenminister Leopold Graf Berchtold  um rund 400.000 [[ÖS]] dessen Besitz in [[Nonntal]] und widmete die etwa 70&nbsp;000 Quadratmeter großen Gründe für Zwecke der [[Schulstadt Nonntal|Schule und Jugenderholung]] widmete.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=19531017&query=%22Leopold+Graf+Berchtold%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], "Salzburger Zeitung", Ausgabe vom 17. Oktober 1953, Seite 1</ref>
 
==Quellen==
* aeiou Österreich
* aeiou Österreich
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19120219&query=%22Leopold+Graf+Berchtold%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe am 19. Februar 1912, Seite 1
== Einzelnachweise ==
<references/>
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[[Kategorie:Person|Berchtold, Leopold Graf]]
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[[Kategorie:Person (Geschichte)|Berchtold, Leopold Graf]]
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[[Kategorie:Stadt Salzburg|Berchtold, Leopold Graf]]
[[Kategorie:Person (Politik)]]
[[Kategorie:Nonntal|Berchtold, Leopold Graf]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Person (Politik)|Berchtold, Leopold Graf]]
[[Kategorie:Nonntal]]
[[Kategorie:Wien]]
[[Kategorie:Geboren 1863]]
[[Kategorie:Geboren 1863]]
[[Kategorie:Gestorben 1942]]