Kobler-Spängler-Briefe von 1870: Unterschied zwischen den Versionen

K Textersetzung - „Benediktiner-Erzabtei St. Peter“ durch „Benediktinererzabtei St. Peter“
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''Salzburg den 14/6 [18]70. Mein liebster theuerster Franz! Es ist schon ein rechtes Kreutz mit dem Schneider Negen [?], das er mit den Rock nie weiter macht, ich habe es ihm selbst schon 2 mal gesagt und die Kathi habe ich auch schon ein paar mal geschückt, er sagt er habe selber noch nicht ein Tuchsehnen [?] bekommen, nun wird er denselben wohl haben, den es sind ja seitdem, schon wieder einige Tage vorbey. Gestern erhielt ich deinen lieben Brief ich danke dir recht herzlich für die guten Wünsche zu meinen Nammenstag, der liebe Gott möge sie erfüllen. Wegen einen Geschenk zum Namensthag werden wir schon noch sprechen bevor du herauf reißest, bis dahin hoffe ich bist du mit deinen Geldangelegenheiten mehr in Ordnung. Ich freue mich schon jetzt auf diese Zeit. / Mein Namenstag ging wie alljährig von über Sonntag bis 1/2 1 Uhr imer Leute da, Nachmittag war bis 3 Uhr Fräulein Rosalie da und um 4 Uhr ging ich zu Sattler die Toda freute [sich] ungemein deine Leute Sie läßt die [-ch] recht herzlich danken. Wir tranken auf deine Gesundheit, wir blieben bis 3/4 auf 10 beysammen die Pepi Prifing [?] war auch geladen, wir unterhielten uns recht gut. Seit letzten Donnerstag ist Lauder Leopold hier und wohnt bei Lürzer. Wir kammen aber eigentlich noch nirgens hin gestern waren sie am Mönchberg und auf den Katz [?] wo es ihnen ganz gut gefiel, heute gehen wir in die Xbenfuhr, es ist recht gemütlich. Nicht recht will ihm Franz behagen, er ist ihm viel zu rauh [?] er will auch dieserwegen nicht lange mehr bleiben. Morgen sind Leopold und ich bei der Louise geladen ich statt meinen Nammenstag und der Leopold hat die Louise heute geladen, schade das du nicht dabey sein kannst. /  
''Salzburg den 14/6 [18]70. Mein liebster theuerster Franz! Es ist schon ein rechtes Kreutz mit dem Schneider Negen [?], das er mit den Rock nie weiter macht, ich habe es ihm selbst schon 2 mal gesagt und die Kathi habe ich auch schon ein paar mal geschückt, er sagt er habe selber noch nicht ein Tuchsehnen [?] bekommen, nun wird er denselben wohl haben, den es sind ja seitdem, schon wieder einige Tage vorbey. Gestern erhielt ich deinen lieben Brief ich danke dir recht herzlich für die guten Wünsche zu meinen Nammenstag, der liebe Gott möge sie erfüllen. Wegen einen Geschenk zum Namensthag werden wir schon noch sprechen bevor du herauf reißest, bis dahin hoffe ich bist du mit deinen Geldangelegenheiten mehr in Ordnung. Ich freue mich schon jetzt auf diese Zeit. / Mein Namenstag ging wie alljährig von über Sonntag bis 1/2 1 Uhr imer Leute da, Nachmittag war bis 3 Uhr Fräulein Rosalie da und um 4 Uhr ging ich zu Sattler die Toda freute [sich] ungemein deine Leute Sie läßt die [-ch] recht herzlich danken. Wir tranken auf deine Gesundheit, wir blieben bis 3/4 auf 10 beysammen die Pepi Prifing [?] war auch geladen, wir unterhielten uns recht gut. Seit letzten Donnerstag ist Lauder Leopold hier und wohnt bei Lürzer. Wir kammen aber eigentlich noch nirgens hin gestern waren sie am Mönchberg und auf den Katz [?] wo es ihnen ganz gut gefiel, heute gehen wir in die Xbenfuhr, es ist recht gemütlich. Nicht recht will ihm Franz behagen, er ist ihm viel zu rauh [?] er will auch dieserwegen nicht lange mehr bleiben. Morgen sind Leopold und ich bei der Louise geladen ich statt meinen Nammenstag und der Leopold hat die Louise heute geladen, schade das du nicht dabey sein kannst. /  


''Die Koch hat am Samstag ein Mädchen bekommen welches am Sontag getauft wurde und den Nahmen Ida bekommen hat, es geht ihr und den Kind recht gut Gestern ist Ida von Insp[r]uk gekommen und wird einige Wochen hier bleiben, sie sieht sehr gut auß. Otto war jetzt mit der ganzen gesellschaft in Werfen und Ebenau als rechts-Konsolent, dieß wird ihm wider viel tragen dieses Jahr tragt ihm schon wenigstens 2000 Gulden ein, Ohne sein Vermögen. Ich göne es ihm recht von herzen, den es geht auch viel hinauß. Neulich war ich einmal den ganzen Tag in Moos bey den Fräulein Rosalie, es war recht angenehm sie läßt dich recht herzlich grüßen. Ich werde schon sehen das ich alles schücke was du brauchst, der Eigl Pepi wird einer der ersten sein welcher von denen Bekannten sein der herauf geht / wen du das Leintuch schücken willst. Heute bekamm ich nachträglich noch Bill[e]ten von der Hedwig Lanser und Tochter, was mich recht sehr freute. Die Bamberger geht dieser Tage mit Kopsa Marie nach Pfeffens sie soll sehr leidend sein der Sauter wird vieleicht auf einige Tage hierher kommen. Sauter Ludwick war die Pfingstfeyrtage in Gmunden. Vermählungen wurden eine Menge gesegnet Krakerwitzer'' [Krackowizer?]<ref>Vielleicht eine Hochzeit in der Familie von Wundarzt Ferdinand Krackowizer (* 1818; † 1885 in Gmunden), dessen Sohn Chirurg und Bürgermeister von Gmunden war (Mitteilung von Peter Krackowizer, November 2022).</ref> ''schon länger; die Kaudezki am Montag, den der Koch Luise am Sammstag; graf Esterhaß'' [Esterházy]<ref>vgl. Brief vom 16. Mai 1870</ref> ''am'' Pfingst ''sonnabend.<ref>Die hier nicht kursiv gesetzten Wortteile und Wörter sind mit anderer Handschrift (von Otto Spängler?) über dem Text nachgetragen worden.</ref> Die Pipan der'' pens. ''Ofizier'' (ihren Schwager). ''Im Kolegiengebeude'' (der bibliotheca hamaXX) ''hat auf einer gehennenthet [?] ein kleinen hübschen'' ? ''Mann die Mühle bacher [?]. Der direktor hat ein Paket gebracht sagte mir aber er verreise auf einige Wochen ich möchte wen es [-r]'' [zurück] ''kömmt, es behalten bis er zurück kömmt und es dan selbst holt. Lieber Franz die Kinder von Otto werden allerliebst, die Paula lauft schon macht den Otto alles nach, Otto spricht schon alle Worte recht deutlich Lebe recht wohl es küßt und segnet dich inig deine treue Mutter Spängler'' [auf der ersten Seite oben verkehrt:] ''Otto Louise und alle Bekanten grüßen dich recht herzlich. Rudolf Spängler quetschte sich vor einigen Tagen den Mittelfinger an der Sende Maschin so das XX XX''<ref>ca. sechs Wörter für mich, O.H., unleserlich]</ref>
''Die Koch hat am Samstag ein Mädchen bekommen welches am Sontag getauft wurde und den Nahmen Ida bekommen hat, es geht ihr und den Kind recht gut Gestern ist Ida von Insp[r]uk gekommen und wird einige Wochen hier bleiben, sie sieht sehr gut auß. Otto war jetzt mit der ganzen gesellschaft in Werfen und Ebenau als rechts-Konsolent, dieß wird ihm wider viel tragen dieses Jahr tragt ihm schon wenigstens 2000 Gulden ein, Ohne sein Vermögen. Ich göne es ihm recht von herzen, den es geht auch viel hinauß. Neulich war ich einmal den ganzen Tag in Moos bey den Fräulein Rosalie, es war recht angenehm sie läßt dich recht herzlich grüßen. Ich werde schon sehen das ich alles schücke was du brauchst, der Eigl Pepi wird einer der ersten sein welcher von denen Bekannten sein der herauf geht / wen du das Leintuch schücken willst. Heute bekamm ich nachträglich noch Bill[e]ten von der Hedwig Lanser und Tochter, was mich recht sehr freute. Die Bamberger geht dieser Tage mit Kopsa Marie nach Pfeffens sie soll sehr leidend sein der Sauter wird vieleicht auf einige Tage hierher kommen. Sauter Ludwick war die Pfingstfeyrtage in Gmunden. Vermählungen wurden eine Menge gesegnet Krakerwitzer'' [Krackowizer?]<ref>Vielleicht eine Hochzeit in der Familie von Wundarzt Ferdinand Krackowizer (* 1818; † 1885 in Gmunden), dessen Sohn Chirurg und Bürgermeister von Gmunden war (Mitteilung von Peter Krackowizer, November 2022).</ref> ''schon länger; die Kaudezki am Montag, den der Koch Luise am Sammstag; graf Esterhaß'' [Esterházy]<ref>vgl. Brief vom 16. Mai 1870</ref> ''am'' Pfingst ''sonnabend.<ref>Die hier nicht kursiv gesetzten Wortteile und Wörter sind mit anderer Handschrift (von Otto Spängler?) über dem Text nachgetragen worden.</ref> Die Pipan der'' pens. ''Ofizier'' (ihren Schwager). ''Im Kolegiengebeude'' (der bibliotheca hamaXX) ''hat auf einer gehennenthet [?] ein kleinen hübschen'' ? ''Mann die Mühle bacher [?]. Der direktor hat ein Paket gebracht sagte mir aber er verreise auf einige Wochen ich möchte wen es [-r]'' [zurück] ''kömmt, es behalten bis er zurück kömmt und es dan selbst holt. Lieber Franz die Kinder von Otto werden allerliebst, die Paula lauft schon macht den Otto alles nach, Otto spricht schon alle Worte recht deutlich Lebe recht wohl es küßt und segnet dich inig deine treue Mutter Spängler'' [auf der ersten Seite oben verkehrt:] ''Otto Louise und alle Bekanten grüßen dich recht herzlich. Rudolf Spängler quetschte sich vor einigen Tagen den Mittelfinger an der Sende Maschin so das XX XX''<ref>ca. sechs Wörter für mich, [[Otto Holzapfel]], unleserlich]</ref>
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