Café Endres: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Spezereiwarenhändler<ref name = "Schobersberger">[[Walburg Schobersberger]], ''Vom Cafégewölb zum Literatencafé'', in: [[Salzburg Archiv]], Band&nbsp;20, (1995), S.&nbsp;332</ref> Pechtl hatte eine Tochter, die den aus [[Augsburg]] stammenden Advokatenl<ref name = "MGSLK">[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Heinrich Endres, [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19070006&zoom=6&seite=00000411 47, 1907, S.&nbsp;411.]</ref>
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Der Spezereiwarenhändler<ref name = "Schobersberger">[[Walburg Schobersberger]], ''Vom Cafégewölb zum Literatencafé'', in: [[Salzburg Archiv]], Band&nbsp;20 (1995), S.&nbsp;332</ref> Pechtl, Inhaber des [[Pechtl'sches Kaffeehaus|Pechtl'schen Kaffeehauses]], hatte eine Tochter, die den aus [[Augsburg]] stammenden Advokaten<ref name = "MGSLK">[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Heinrich Endres, [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19070006&zoom=6&seite=00000411 47, 1907, S.&nbsp;411.]</ref>
 
Dr.&nbsp;Franz<ref>Vorname ''Franz'' bereits in der Urfassung dieses Artikels, allerdings ohne Quellenangabe</ref>
 
Dr.&nbsp;Franz<ref>Vorname ''Franz'' bereits in der Urfassung dieses Artikels, allerdings ohne Quellenangabe</ref>
 
[[Endres]] heiratete.  
 
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Beider Sohn Franz (II.) Endres war zuerst Buchhalter, beschloss aber nach seiner Verehelichung, die Kaffeehausgerechtsame<ref>Anscheinend war die Spezereiwarenhandelsgerechtsame Vater Pechtls inzwischen zu einer Kaffeehausgerechtsame geworden. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref> seiner Mutter auszuüben, und errichtete in der Linzer Gasse Nr. 10 ein Kaffeehaus<ref>Die Quelle (Nekrolog auf Heinrich Endres) legt die Deutung nahe, dass die Kaffehausgerechtsame vor der Errichtung des Café Endres nicht (von der Advokatensgattin) ausgeübt wurde und dass sie ursprünglich an einer anderen Adresse ausgeübt wurde. Damit stimmt sehr gut überein, dass für das Jahr [[1813]] sechs Salzburger „Kaffee-Häuser“ verzeichnet wurden (siehe den Artikel "[[Caféhäuser_in_der_Stadt_Salzburg#Die_Geschichte_der_Salzburger_Caf.C3.A9h.C3.A4user|Caféhäuser in der Stadt Salzburg]]", gestützt auf [[Franz Xaver Weilmeyr|F.&nbsp;X.&nbsp;Weilmeyr]]), allerdings keines in der Linzer Gasse. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref>.
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Beider Sohn Franz (II.) [[Endres]] war zuerst Buchhalter, beschloss aber nach seiner Verehelichung, die Kaffeehausgerechtsame<ref>Anscheinend war die Spezereiwarenhandelsgerechtsame Vater Pechtls inzwischen zu einer Kaffeehausgerechtsame geworden. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref> seiner Mutter auszuüben, und errichtete in der Linzer Gasse Nr.&nbsp;10 ein Kaffeehaus<ref>Die Quelle (Nekrolog auf Heinrich Endres) legt die Deutung nahe, dass die Kaffehausgerechtsame vor der Errichtung des Café Endres nicht (von der Advokatensgattin) ausgeübt wurde und dass sie ursprünglich an einer anderen Adresse ausgeübt wurde. Damit stimmt sehr gut überein, dass für das Jahr [[1813]] sechs Salzburger „Kaffee-Häuser“ verzeichnet wurden (siehe den Artikel "[[Caféhäuser_in_der_Stadt_Salzburg#Die_Geschichte_der_Salzburger_Caf.C3.A9h.C3.A4user|Caféhäuser in der Stadt Salzburg]]", gestützt auf [[Franz Xaver Weilmeyr|F.&nbsp;X.&nbsp;Weilmeyr]]), allerdings keines in der Linzer Gasse, und dass für das Pechtl'sche Kaffeehaus (im Artikel "[[Pechtl'sches Kaffeehaus]]") die Adresses Linzer Gasse Nr.&nbsp;''5'' angegeben wird. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref>.
  
Das Ehepaar hatte es von 1815<ref>Jahreszahl zurückgerechnet: 1867 -52 = 1815. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref> durch volle 52 Jahre inne; erst 1867 gab es die Witwe auf.<ref name = "MGSLK"/> Allerdings schreibt Walburg Schobersberger in ihrem Beitrag ''Vom Cafégewölb zum Literatencafè''<ref name = "Schobersberger"/>, dass dieses Café bereits [[1778]] als drittes Kaffeehaus in der Linzer Gasse entstanden war, dessen Besitzer (schon) der Spezereienhändler Pechtl gewesen war. Erst ab [[1858]] wurde es unter dem Namen ''Endres'' geführt. Weiters schreibt Schobersberger, dass dadurch [[Anton Staiger]] vom [[Café Tomaselli|Café Staiger]] einen unangenehmen Konkurrenten erhalten hatte. Denn ''wie Vater Mozart der Gattin und dem Sohn berichtet, er verstand es, den Gästen in seinem neuen Cofféhause in der Linzergasse neben dem Rosenwirt guten Kaffee zu kredenzen, so daß er «viel Zugang» hatte''<ref>Quelle: [[Friedrich Breitinger]] ''Aus der Geschichte des Café Staiger-Tomaselli in Salzburg'', Seite 13</ref>.
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Das Ehepaar hatte es von 1815<ref>Jahreszahl zurückgerechnet: 1867 -52 = 1815. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref> durch volle 52 Jahre inne; erst 1867 gab es die Witwe auf.<ref name = "MGSLK"/> Wenn Walburg Schobersberger<ref name = "Schobersberger"/>, dass dieses Café bereits [[1778]] als drittes Kaffeehaus in der Linzer Gasse entstanden war, dessen Besitzer (schon) der Spezereienhändler Pechtl gewesen war, so bezieht sie das Pechtl'sche Kaffeehaus, als Vorläufer des Café Endres, mit ein. Erst ab [[1858]] wurde es unter dem Namen ''Endres'' geführt.<ref name = "Schobersberger"/>
  
 
Vor allem in den Nachtstunden entwickelte sich dieses Café zu einem beliebten Studentencafé. Bald war es ein Salzburger Volkscafé.
 
Vor allem in den Nachtstunden entwickelte sich dieses Café zu einem beliebten Studentencafé. Bald war es ein Salzburger Volkscafé.
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[[1880]] wird Franz Burgstaller als Besitzer genannt, der es in "Café Wasserfall" umbenannte, nach einer Wandmalerei im Caféhaus, die die [[Krimmler Wasserfälle]] darstellt.<ref name = "Schobersberger"/>
 
[[1880]] wird Franz Burgstaller als Besitzer genannt, der es in "Café Wasserfall" umbenannte, nach einer Wandmalerei im Caféhaus, die die [[Krimmler Wasserfälle]] darstellt.<ref name = "Schobersberger"/>
  
[[1933]] betrieb August Mayer das Caféhaus als Weinstube und schließlich erwarb [[Augustin Heuberger]] [[1990]] das Haus und nennt es in geschichtlicher Erinnerung "Café Wasserfall".<ref name = "Schobersberger"/>
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[[1933]] betrieb August Mayer das Caféhaus als Weinstube und schließlich erwarb [[Augustin Heuberger]] [[1990]] das Haus und benannte es in geschichtlicher Erinnerung "Café Wasserfall".<ref name = "Schobersberger"/>
  
 
[[2008]] wird es als italienisches Restaurant geführt.
 
[[2008]] wird es als italienisches Restaurant geführt.

Version vom 23. August 2012, 21:54 Uhr

Das Café Wasserfall, vormals Café Endres, ist ein ehemaliges Kaffeehaus in der Linzer Gasse Nr. 10.

Geschichte

Der Spezereiwarenhändler[1] Pechtl, Inhaber des Pechtl'schen Kaffeehauses, hatte eine Tochter, die den aus Augsburg stammenden Advokaten[2] Dr. Franz[3] Endres heiratete.

Beider Sohn Franz (II.) Endres war zuerst Buchhalter, beschloss aber nach seiner Verehelichung, die Kaffeehausgerechtsame[4] seiner Mutter auszuüben, und errichtete in der Linzer Gasse Nr. 10 ein Kaffeehaus[5].

Das Ehepaar hatte es von 1815[6] durch volle 52 Jahre inne; erst 1867 gab es die Witwe auf.[2] Wenn Walburg Schobersberger[1], dass dieses Café bereits 1778 als drittes Kaffeehaus in der Linzer Gasse entstanden war, dessen Besitzer (schon) der Spezereienhändler Pechtl gewesen war, so bezieht sie das Pechtl'sche Kaffeehaus, als Vorläufer des Café Endres, mit ein. Erst ab 1858 wurde es unter dem Namen Endres geführt.[1]

Vor allem in den Nachtstunden entwickelte sich dieses Café zu einem beliebten Studentencafé. Bald war es ein Salzburger Volkscafé.

1880 wird Franz Burgstaller als Besitzer genannt, der es in "Café Wasserfall" umbenannte, nach einer Wandmalerei im Caféhaus, die die Krimmler Wasserfälle darstellt.[1]

1933 betrieb August Mayer das Caféhaus als Weinstube und schließlich erwarb Augustin Heuberger 1990 das Haus und benannte es in geschichtlicher Erinnerung "Café Wasserfall".[1]

2008 wird es als italienisches Restaurant geführt.

Quellen, Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Walburg Schobersberger, Vom Cafégewölb zum Literatencafé, in: Salzburg Archiv, Band 20 (1995), S. 332
  2. 2,0 2,1 Nekrolog auf Heinrich Endres, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 47, 1907, S. 411.
  3. Vorname Franz bereits in der Urfassung dieses Artikels, allerdings ohne Quellenangabe
  4. Anscheinend war die Spezereiwarenhandelsgerechtsame Vater Pechtls inzwischen zu einer Kaffeehausgerechtsame geworden. (Anm. K. I.)
  5. Die Quelle (Nekrolog auf Heinrich Endres) legt die Deutung nahe, dass die Kaffehausgerechtsame vor der Errichtung des Café Endres nicht (von der Advokatensgattin) ausgeübt wurde und dass sie ursprünglich an einer anderen Adresse ausgeübt wurde. Damit stimmt sehr gut überein, dass für das Jahr 1813 sechs Salzburger „Kaffee-Häuser“ verzeichnet wurden (siehe den Artikel "Caféhäuser in der Stadt Salzburg", gestützt auf F. X. Weilmeyr), allerdings keines in der Linzer Gasse, und dass für das Pechtl'sche Kaffeehaus (im Artikel "Pechtl'sches Kaffeehaus") die Adresses Linzer Gasse Nr. 5 angegeben wird. (Anm. K. I.)
  6. Jahreszahl zurückgerechnet: 1867 -52 = 1815. (Anm. K. I.)