Bergbau- und Gotikmuseum Leogang: Unterschied zwischen den Versionen
K (hat „Bergbaumuseum Leogang“ nach „Bergbau- und Gotikmuseum Leogang“ verschoben) |
|||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Bergbaumuseum Leogang.jpg|thumb|Das Bergbaumuseum und sein Kustos, [[Hermann Mayrhofer]].]] | [[Datei:Bergbaumuseum Leogang.jpg|thumb|Das Bergbaumuseum und sein Kustos, [[Hermann Mayrhofer]].]] | ||
| − | Das ''' | + | Das '''{{PAGENAME}}''' befindet sich in der Gemeinde [[Leogang]] im [[Pinzgau]] und erinnert vor allem an die [[Bergbaugeschichte Leogang]]s. |
==Das Museum== | ==Das Museum== | ||
| − | Das | + | Das Museum ist in einem aus dem Jahr [[1593]] stammenden Gewerkenhaus im Ortsteil [[Hütten]] untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen Mineralien sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen. |
| − | 3000 Jahre [[Bergbau|Bergbaugeschichte]] | + | 3000 Jahre [[Bergbau|Bergbaugeschichte]]: [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Bleierzbergbau|Blei]], Kobalt, [[Quecksilberbergbau|Quecksilber]], [[Nickelerzbergbau|Nickel]] und [[Rohmagnesitbergbau|Magnesit]] wurden hier aus dem Berg geholt. Begehrt war vor allem [[Silbererzbergbau|Silber]], das die Knappen für die [[Salzburger Erzbischöfe]] schürften (die [[Salzburger Silbermünzen]]). Viele von ihnen mussten [[1732]] aus Glaubensgründen das Land verlassen ([[Salzburger Exilanten]]). |
Daneben verfügt das Museum über eine Sammlung erlesener Exponate aus der Gotik, die unter dem Titel ''Wegweiser aus der Finsternis - Bergbauheilige im Mittelalter'' zu sehen ist. Sie umfasst Skulpturen der Heiligen des Bergbaus aus dem [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]]. Das Herzstück der Sammlung ist die ''Schöne Madonna - Leogang um 1410''. | Daneben verfügt das Museum über eine Sammlung erlesener Exponate aus der Gotik, die unter dem Titel ''Wegweiser aus der Finsternis - Bergbauheilige im Mittelalter'' zu sehen ist. Sie umfasst Skulpturen der Heiligen des Bergbaus aus dem [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]]. Das Herzstück der Sammlung ist die ''Schöne Madonna - Leogang um 1410''. | ||
| − | == | + | ==Geschichte== |
| − | Von Mai bis Oktober [[2011]] wurden unter dem Titel [[Sonderausstellung "Rudolf Leopold - Der Gotiksammler"|Rudolf Leopold - Der Gotiksammler]] rund 120 Exponate aus der Gotiksammlung des [[2010]] verstorbenen Kunstsammlers gezeigt. 20 | + | 1989 wurde der Leoganger Bergbaumuseumsverein gegründet, 1992 das Museum als „Bergbaumuseum Leogang“ eröffnet. Anfänglich verfügte man über keine Exponate, nach 20 Jahren sind es 3000, eigene und Leihgaben. |
| + | |||
| + | ==Sonderausstellungen== | ||
| + | In der Ausstellung „Gotik entdecken und bewahren“ spannten im Jahr [[2009]] mehr als 100 Exponate einen Bogen von Glasfenstern des [[14. Jahrhundert]]s über die Heiligen und Fürsprecher des Bergbaus bis zu der hohen Möbelkunst und dem Kunsthandwerk am Ende des 15. Jahrhunderts. | ||
| + | |||
| + | Von Mai bis Oktober [[2011]] wurden unter dem Titel [[Sonderausstellung "Rudolf Leopold - Der Gotiksammler"|Rudolf Leopold - Der Gotiksammler]] rund 120 Exponate aus der Gotiksammlung des [[2010]] verstorbenen Kunstsammlers gezeigt. 20 davon blieben als Dauerleihgaben nach Ende der Sonderausstellung in Leogang. | ||
| + | |||
| + | 2012 ist das Jahr der Jubiläumsausstellung „Bergbau und Kunst“: Kernthema der aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Museums veranstalteten Ausstellung sind der blühende Bergbau des Mittelalters und die daraus resultierende blühende Kunst. Die Ausstellung läuft bis 28. Oktober 2012. | ||
==Auszeichnungen== | ==Auszeichnungen== | ||
| Zeile 27: | Zeile 34: | ||
:Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung | :Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung | ||
| − | + | ==Weblinks== | |
| − | + | * [http://www.museum-leogang.at/bergbau-und-gotikmuseum Homepage des Museums] | |
| − | == | + | * [http://www.leogang.at/system/web/zusatzseite.aspx?menuonr=218554090&detailonr=64785 Bergbaumuseum Leogang auf der Internetseite der Gemeinde Leogang] |
| − | * [http://www.leogang.at/system/web/zusatzseite.aspx?menuonr=218554090&detailonr=64785 Bergbaumuseum Leogang] | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
| Zeile 36: | Zeile 42: | ||
* Homepage | * Homepage | ||
* {{Quelle SN| u.a. 11. Jänner 2012}} | * {{Quelle SN| u.a. 11. Jänner 2012}} | ||
| + | * [http://search.salzburg.com/news/artikel.html?uri=http%3A%2F%2Fsearch.salzburg.com%2Fnews%2Fresource%2Fsn%2Fnews%2Fsn3108_31.05.2012_41-40077133 Salzburger Nachrichten vom 31. Mai 2012,] S. 8: ''Eine Krönung als Leihgabe'' | ||
[[Kategorie:Tourismus|Leogang, Bergbaumuseum]] | [[Kategorie:Tourismus|Leogang, Bergbaumuseum]] | ||
Version vom 3. Juni 2012, 23:46 Uhr
Das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang befindet sich in der Gemeinde Leogang im Pinzgau und erinnert vor allem an die Bergbaugeschichte Leogangs.
Das Museum
Das Museum ist in einem aus dem Jahr 1593 stammenden Gewerkenhaus im Ortsteil Hütten untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen Mineralien sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen.
3000 Jahre Bergbaugeschichte: Kupfer, Blei, Kobalt, Quecksilber, Nickel und Magnesit wurden hier aus dem Berg geholt. Begehrt war vor allem Silber, das die Knappen für die Salzburger Erzbischöfe schürften (die Salzburger Silbermünzen). Viele von ihnen mussten 1732 aus Glaubensgründen das Land verlassen (Salzburger Exilanten).
Daneben verfügt das Museum über eine Sammlung erlesener Exponate aus der Gotik, die unter dem Titel Wegweiser aus der Finsternis - Bergbauheilige im Mittelalter zu sehen ist. Sie umfasst Skulpturen der Heiligen des Bergbaus aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Das Herzstück der Sammlung ist die Schöne Madonna - Leogang um 1410.
Geschichte
1989 wurde der Leoganger Bergbaumuseumsverein gegründet, 1992 das Museum als „Bergbaumuseum Leogang“ eröffnet. Anfänglich verfügte man über keine Exponate, nach 20 Jahren sind es 3000, eigene und Leihgaben.
Sonderausstellungen
In der Ausstellung „Gotik entdecken und bewahren“ spannten im Jahr 2009 mehr als 100 Exponate einen Bogen von Glasfenstern des 14. Jahrhunderts über die Heiligen und Fürsprecher des Bergbaus bis zu der hohen Möbelkunst und dem Kunsthandwerk am Ende des 15. Jahrhunderts.
Von Mai bis Oktober 2011 wurden unter dem Titel Rudolf Leopold - Der Gotiksammler rund 120 Exponate aus der Gotiksammlung des 2010 verstorbenen Kunstsammlers gezeigt. 20 davon blieben als Dauerleihgaben nach Ende der Sonderausstellung in Leogang.
2012 ist das Jahr der Jubiläumsausstellung „Bergbau und Kunst“: Kernthema der aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Museums veranstalteten Ausstellung sind der blühende Bergbau des Mittelalters und die daraus resultierende blühende Kunst. Die Ausstellung läuft bis 28. Oktober 2012.
Auszeichnungen
Das Bergbaumuseum Leogang ist Träger des Österreichischen Museumsgütesiegels. Außerdem wurde ihm 2003 der Museumspreis des Landes Salzburg verliehen, sein Kustos Hermann Mayrhofer 2004 mit dem Tobi-Reiser-Preis ausgezeichnet.
Adresse
- Hütten 10
- 5771 Leogang
- Telefon: 0 65 83 - 71 05 oder 82 23
Öffnungszeiten
- Mai bis Oktober
- täglich außer Montag von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
- Im November geschlossen
- Dezember bis April
- Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung
Weblinks
Quellen
- Übersichtskarte Kulturerlebnis Ausgabe Juli 2000
- Homepage
- "Salzburger Nachrichten", u.a. 11. Jänner 2012
- Salzburger Nachrichten vom 31. Mai 2012, S. 8: Eine Krönung als Leihgabe