Virgil von Graben: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Virgil von Graben''' (* [[1430]] | '''Virgil von Graben''' (* zwischen [[1430]] und [[1440]];<ref name="Tavano">[https://www.dizionariobiograficodeifriulani.it/graben-von-virgil/ Dizionario biografico dei friulani: "Virgil von Graben", von Sergio Tavano] (italienisch)</ref> † [[1507]]) war ein österreichischer Adliger, Politiker und Diplomat. | ||
== Leben == | |||
Virgil von Graben galt als der "reichste und fähigste Görzer Edelmann seiner Zeit"<ref>Johann Weichard Freiherr von Valvasor (1689): ''Die Ehre dess Hertzogthums Crain: das ist, Wahre, gründliche, und recht eigendliche Belegen- und Beschaffenheit dieses Römisch-Keyserlichen herrlichen Erblandes''; Laybach (Ljubljana)</ref> und war unter Graf Leonhard von Görz, den dem letzten Meinhardiner, vertrauter Rat, Reichsverweser der ''fürstlichen Grafschaft''<ref>Walter Brendel: | |||
[https://books.google.com/books/about/Maximilian_von_%C3%96sterreich.html?hl=de&id=DSh6EAAAQBAJ#v=onepage&q=Virgil%20von%20Graben%20Venedig&f=false Maximilian von Österreich, (2022)]</ref> und Hauptmann der Residenzstadt Görz (Gorizia).<ref name="Geschichtsforschung">[https://books.google.at/books?ei=tGyHTLXMPMyG4gbkp9nSBA&ct=result&id=or9AAAAAYAAJ&dq=virgil+lukas+von+graben&q=+von+graben#search_anchor Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 56, S.382 (1948)]</ref> Auch im Habsburgerreich [[Friedrich III.|Friedrichs III.]] und [[Maximilian I.|Maximilians I.]] war Von Graben einer der führenden Edelleute. <ref>Claudia Fräss-Ehrfeld: ''Geschichte Kärntens: Die ständische Epoche''. 1994, p 197.</ref><ref>Carinthia I. Mittheilungen des Geschichtsvereins für Kärnten · Band 179, S. 156 (1989)</ref><ref name="Tavano"/> Als solcher leitete und vollendete er 1500 den Übergang von Görz in den Besitz der Habsburger.<ref>[https://books.google.at/books?id=4NGyjatKdKQC&pg=PA159&lpg=PA159&dq=virgil+von+graben&source=bl&ots=wGCC5Ql2xK&sig=UhPTLD4gjeLEuwoEBgzmdFvGwt8&hl=de&ei=2JC0TK2ZMIzGswaAgZWjCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=10&ved=0CDwQ6AEwCQ#v=onepage&q=virgil%20von%20graben&f=false Erich Zöllner: ''Geschichte Österreichs: von den Anfängen bis zur Gegenwart'', S. 159]</ref><ref name="Tavano"/> | [https://books.google.com/books/about/Maximilian_von_%C3%96sterreich.html?hl=de&id=DSh6EAAAQBAJ#v=onepage&q=Virgil%20von%20Graben%20Venedig&f=false Maximilian von Österreich, (2022)]</ref> und Hauptmann der Residenzstadt Görz (Gorizia).<ref name="Geschichtsforschung">[https://books.google.at/books?ei=tGyHTLXMPMyG4gbkp9nSBA&ct=result&id=or9AAAAAYAAJ&dq=virgil+lukas+von+graben&q=+von+graben#search_anchor Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 56, S.382 (1948)]</ref> Auch im Habsburgerreich [[Friedrich III.|Friedrichs III.]] und [[Maximilian I.|Maximilians I.]] war Von Graben einer der führenden Edelleute. <ref>Claudia Fräss-Ehrfeld: ''Geschichte Kärntens: Die ständische Epoche''. 1994, p 197.</ref><ref>Carinthia I. Mittheilungen des Geschichtsvereins für Kärnten · Band 179, S. 156 (1989)</ref><ref name="Tavano"/> Als solcher leitete und vollendete er 1500 den Übergang von Görz in den Besitz der Habsburger.<ref>[https://books.google.at/books?id=4NGyjatKdKQC&pg=PA159&lpg=PA159&dq=virgil+von+graben&source=bl&ots=wGCC5Ql2xK&sig=UhPTLD4gjeLEuwoEBgzmdFvGwt8&hl=de&ei=2JC0TK2ZMIzGswaAgZWjCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=10&ved=0CDwQ6AEwCQ#v=onepage&q=virgil%20von%20graben&f=false Erich Zöllner: ''Geschichte Österreichs: von den Anfängen bis zur Gegenwart'', S. 159]</ref><ref name="Tavano"/> | ||
Virgil von Graben war ein Sohn von Andreas von Graben zu Sommeregg aus der Familie der [[Herren von Graben]]. Er stand im Dienste der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Fürsterzbischöfe]] als Burggraf und [[Pfleger]] auf [[Schloss Lengberg]].<ref>[http://tibs.at/burgen/burgen_schlosser_tirol/lengberg.htm Schloss Lengberg]</ref> [[1480]] ließ Virgil von Graben die vormalige Burg zum repräsentativen Schloss umbauen. Im ersten Obergeschoß errichtete er eine Burgkapelle, welche [[1485]] zu Ehren der Heiligen Sebastian und [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]] geweiht wurde. Seit diesem Umbau am Ende des [[15. Jahrhundert]]s hat sich Schloss Lengberg kaum mehr verändert. | |||
Virgil von Graben war ein Sohn von Andreas von Graben zu Sommeregg aus der Familie der [[Herren von Graben]]. Er stand im Dienste der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Fürsterzbischöfe]] als Burggraf und [[Pfleger]] auf [[Schloss Lengberg]].<ref>[http://tibs.at/burgen/burgen_schlosser_tirol/lengberg.htm Schloss Lengberg]</ref> [[1480]] ließ Virgil von Graben die vormalige Burg zum repräsentativen Schloss umbauen. Im ersten Obergeschoß errichtete er eine Burgkapelle, welche [[1485]] zu Ehren der Heiligen Sebastian und Nikolaus geweiht wurde. Seit diesem Umbau am Ende des [[15. Jahrhundert]]s hat sich Schloss Lengberg kaum mehr verändert. | |||
[[1487]] hatte Virgil mit Salzburg eine Auseinandersetzung um die Neubesetzung des | [[1487]] hatte Virgil mit Salzburg eine Auseinandersetzung um die Neubesetzung des [[Erzbistum]]s. | ||
Er war auch Burggraf und Herr von Sommeregg, Herr von Graben | Er war auch Burggraf und Herr von Sommeregg, Herr von Graben. Mit ihm erlangte das Geschlecht seinen größten Einfluss. | ||
Virgil war Reichsverweser der ''fürstlich görzischen Grafschaft'', auf venezianischer Seite der Nachfolgekandidat als Graf von Görz,<ref>[http://www.google.at/search?hl=de&tbo=1&tbs=bks%3A1&q=virgil+von+graben+g%C3%B6rzischer+bastard&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai= Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 56 (andere Version)]</ref> hernach aber die Schlüsselperson für den Eintritt des Landes in das Habsburgerreich<ref>Hermann Wiesflecker, ''Österreich im Zeitalter Maximilians I. Die Vereinigung der Länder zum frühmodernen Staat. Der Aufstieg zur Weltmacht'' (Wien und München 1999), | Virgil war Reichsverweser der ''fürstlich görzischen Grafschaft'', auf venezianischer Seite der Nachfolgekandidat als Graf von Görz,<ref>[http://www.google.at/search?hl=de&tbo=1&tbs=bks%3A1&q=virgil+von+graben+g%C3%B6rzischer+bastard&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai= Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 56 (andere Version)]</ref> hernach aber die Schlüsselperson für den Eintritt des Landes in das Habsburgerreich<ref>Hermann Wiesflecker, ''Österreich im Zeitalter Maximilians I. Die Vereinigung der Länder zum frühmodernen Staat. Der Aufstieg zur Weltmacht'' (Wien und München 1999), | ||
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== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
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[[Kategorie:Gestorben 1507]] | |||