Viktor Tschusi zu Schmidhoffen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen ''' (* [[28. Dezember]] [[1847]] Prag ([[Tschechien#Böhmen|Böhmen]]), † [[5. März]] [[1924]] Tännenhof bei [[Hallein]]) war ein österreichischer Ornithologe.
 
'''Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen ''' (* [[28. Dezember]] [[1847]] Prag ([[Tschechien#Böhmen|Böhmen]]), † [[5. März]] [[1924]] Tännenhof bei [[Hallein]]) war ein österreichischer Ornithologe.
 
  
 
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Tschusis Vater war ein ehemaliger Offizier aus einer [[Tirol]]er Adelsfamilie; er starb, als der Sohn 17 Jahre alt war.
 
Tschusis Vater war ein ehemaliger Offizier aus einer [[Tirol]]er Adelsfamilie; er starb, als der Sohn 17 Jahre alt war.
  
Tschusi zeigte schon als Knabe eine große Vorliebe für die Natur und widmete sein Leben früh der Vogelkunde. Er erlernte die Präparierung von Vögeln von einem Präparator des Hofnaturalien-Kabinetts (Naturhistorischen Museums) in Wien. Von 1868 bis 1870 reiste er ua. nach [[Italien]] und an die Nordsee.
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Tschusi zeigte schon als Knabe eine große Vorliebe für die Natur und widmete sein Leben früh der Vogelkunde. Er erlernte die Präparierung von Vögeln von einem Präparator des Hofnaturalien-Kabinetts (Naturhistorischen Museums) in Wien. Von 1868 bis 1870 reiste er u.a. nach [[Italien]] und an die Nordsee.
  
 
[[1871]] heiratete er Natalie Kuhn von Kuhnenfeld. Danach kaufte er die Villa Tännenhof nahe [[Hallein]], wo er bis an sein Lebensende wohnte und sich dem von ihm erwählten Wissenschaftszweig hingab.
 
[[1871]] heiratete er Natalie Kuhn von Kuhnenfeld. Danach kaufte er die Villa Tännenhof nahe [[Hallein]], wo er bis an sein Lebensende wohnte und sich dem von ihm erwählten Wissenschaftszweig hingab.
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Tschusi war ein eifriger und angesehener Fachschriftsteller. Er veröffentlichte mehr als 700 Arbeiten und übte auf die Entwicklung der Ornithologie in [[Österreich]]-[[Ungarn]] großen Einfluss aus. Zeitweise war er auch für [[Kronprinz Rudolf]] tätig, der selbst ein passionierter und ausgewiesener Naturforscher war. Tschusi schuf weiters das ''Ornithologische Jahrbuch'', das von [[1890]] bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] jährlich erschien.
 
Tschusi war ein eifriger und angesehener Fachschriftsteller. Er veröffentlichte mehr als 700 Arbeiten und übte auf die Entwicklung der Ornithologie in [[Österreich]]-[[Ungarn]] großen Einfluss aus. Zeitweise war er auch für [[Kronprinz Rudolf]] tätig, der selbst ein passionierter und ausgewiesener Naturforscher war. Tschusi schuf weiters das ''Ornithologische Jahrbuch'', das von [[1890]] bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] jährlich erschien.
  
Nach ihm ist eine Unteralt des [[Distelfink]]s, ''Carduelis carduelis tschusii'', benannt.
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Nach ihm ist eine Unterhalt des [[Distelfink]]s, ''Carduelis carduelis tschusii'', benannt.
  
 
Schon vor dem Ersten Weltkrieg verschlechterten sich seine Vermögensverhältnisse; noch konnte er durch Verkauf von Sammlungsstücken gegensteuern, schließlich starb er aber auf seinem Gut in tristen wirtschaftlichen Verhältnissen.
 
Schon vor dem Ersten Weltkrieg verschlechterten sich seine Vermögensverhältnisse; noch konnte er durch Verkauf von Sammlungsstücken gegensteuern, schließlich starb er aber auf seinem Gut in tristen wirtschaftlichen Verhältnissen.
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*Ludwig Lorenz-Liburnau, ''Viktor Tschusi zu Schmidhoffen †'', in: Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesellschaft [http://81.10.184.26:9001/personen_add/VZBG_74-75_1925_0032-0035_Tschusi_Viktor.pdf 74/75 (1925), S. 32-35.]
 
*Ludwig Lorenz-Liburnau, ''Viktor Tschusi zu Schmidhoffen †'', in: Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesellschaft [http://81.10.184.26:9001/personen_add/VZBG_74-75_1925_0032-0035_Tschusi_Viktor.pdf 74/75 (1925), S. 32-35.]
 
* [[Wikipedia]]-Artikel [http://en.wikipedia.org/wiki/Viktor_von_Tschusi_zu_Schmidhoffen ''„Viktor von Tschusi zu Schmidhoffen“'' (englisch)]
 
* [[Wikipedia]]-Artikel [http://en.wikipedia.org/wiki/Viktor_von_Tschusi_zu_Schmidhoffen ''„Viktor von Tschusi zu Schmidhoffen“'' (englisch)]
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[[Kategorie:Person|Tschusi zu Schmidhoffen, Viktor Ritter von]]
 
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[[Kategorie:Zuagroaste|Tschusi zu Schmidhoffen, Viktor Ritter von]]
 
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Version vom 10. April 2012, 15:22 Uhr

Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen (* 28. Dezember 1847 Prag (Böhmen), † 5. März 1924 Tännenhof bei Hallein) war ein österreichischer Ornithologe.

Leben

Tschusis Vater war ein ehemaliger Offizier aus einer Tiroler Adelsfamilie; er starb, als der Sohn 17 Jahre alt war.

Tschusi zeigte schon als Knabe eine große Vorliebe für die Natur und widmete sein Leben früh der Vogelkunde. Er erlernte die Präparierung von Vögeln von einem Präparator des Hofnaturalien-Kabinetts (Naturhistorischen Museums) in Wien. Von 1868 bis 1870 reiste er u.a. nach Italien und an die Nordsee.

1871 heiratete er Natalie Kuhn von Kuhnenfeld. Danach kaufte er die Villa Tännenhof nahe Hallein, wo er bis an sein Lebensende wohnte und sich dem von ihm erwählten Wissenschaftszweig hingab.

Tschusi sammelte in seinem Leben mehr als 10 000 Exemplare. Diese befinden sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien, in der Zoologischen Staatssammlung München oder in Salzburg.

Tschusi war ein eifriger und angesehener Fachschriftsteller. Er veröffentlichte mehr als 700 Arbeiten und übte auf die Entwicklung der Ornithologie in Österreich-Ungarn großen Einfluss aus. Zeitweise war er auch für Kronprinz Rudolf tätig, der selbst ein passionierter und ausgewiesener Naturforscher war. Tschusi schuf weiters das Ornithologische Jahrbuch, das von 1890 bis zum Ersten Weltkrieg jährlich erschien.

Nach ihm ist eine Unterhalt des Distelfinks, Carduelis carduelis tschusii, benannt.

Schon vor dem Ersten Weltkrieg verschlechterten sich seine Vermögensverhältnisse; noch konnte er durch Verkauf von Sammlungsstücken gegensteuern, schließlich starb er aber auf seinem Gut in tristen wirtschaftlichen Verhältnissen.

Werke

(Auswahl) In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK):

Quellen