Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See: Unterschied zwischen den Versionen
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==Einführung== | ==Einführung== | ||
[[Naturschutzgebiete]] sind Flächen außerhalb geschlossener Ortschaften, die entweder naturbelassen und damit weitgehend ursprünglich sind oder Gebiete, in denen gefährdete Tier- oder Pflanzenarten heimisch sind. Unterschutzstellungen erfolgen durch Verordnung der Landesregierung. Die jeweilige Verordnung enthält jene Maßnahmen, „die von der Behörde bewilligt werden können, wenn sie dem Schutzzweck, der in der Verordnung anzuführen ist, nicht | [[Naturschutzgebiete]] sind Flächen außerhalb geschlossener Ortschaften, die entweder naturbelassen und damit weitgehend ursprünglich sind, oder Gebiete, in denen gefährdete Tier- oder Pflanzenarten heimisch sind. Unterschutzstellungen erfolgen durch Verordnung der Landesregierung. Die jeweilige Verordnung enthält jene Maßnahmen, „die von der Behörde bewilligt werden können, wenn sie dem Schutzzweck, der in der Verordnung anzuführen ist, nicht widersprechen“. | ||
==Naturschutzgebiet Zeller See== | ==Naturschutzgebiet Zeller See== | ||
=====Lage===== | =====Lage===== | ||
Die geschützte Fläche umfasst den südlichsten Teil des [[Zeller See]] und das [[Zeller Moos]] am Südende des Zeller- | Die geschützte Fläche umfasst den südlichsten Teil des [[Zeller See]] und das [[Zeller Moos]] am Südende des Zeller-See-Verlandungsmoores und liegt ca. 750 [[m ü. A.]]. Das 203,1111 ha große Gebiet verteilt sich auf die Gemeindegebiete von [[Zell am See]] und [[Bruck an der Großglocknerstraße]]. | ||
Dieses Feuchtgebiet liegt auch im Vorfeld des [[Nationalpark Hohe Tauern]] und ist neben dem Stappitzer See im Süden des Tauernkammes das wichtigste Feuchtgebiet im Bereich des Nationalparks. | Dieses Feuchtgebiet liegt auch im Vorfeld des [[Nationalparks Hohe Tauern|Nationalpark Hohe Tauern]] und ist neben dem Stappitzer See im Süden des Tauernkammes das wichtigste Feuchtgebiet im Bereich des Nationalparks. | ||
=====Biotoptypen und Landschaftsbild===== | =====Biotoptypen und Landschaftsbild===== | ||
Vereinzelt vorhandene Gehölze mit [[Faulbaum]], [[Weide]], [[Birke]] und [[Schwarzerle]] prägen zusammen mit Schilfröhricht das Erscheinungsbild des Gebietes, dessen Erholungswert durch Spazierwege - umrahmt vom der umliegenden See- und Hochgebirgslandschaft - sowohl für Einheimische als auch für Gäste hoch ist. Im Naturschutzgebiet Zeller See vorkommende Biotoptypen sind „Faulbaum-Schwarzerlengebüsch, Schilfröhricht, Streuwiesen (Groß- und Kleinseggenrieder in unterschiedlichen Ausbildungen), Waldsimsen-Schlangenknöterich-Wiese, Fettwiese.“ | Vereinzelt vorhandene Gehölze mit [[Faulbaum]], [[Weide]], [[Birke]] und [[Schwarzerle]] prägen zusammen mit Schilfröhricht das Erscheinungsbild des Gebietes, dessen Erholungswert durch Spazierwege - umrahmt vom der umliegenden See- und Hochgebirgslandschaft - sowohl für Einheimische als auch für Gäste hoch ist. Im Naturschutzgebiet Zeller See vorkommende Biotoptypen sind „Faulbaum-Schwarzerlengebüsch, Schilfröhricht, Streuwiesen (Groß- und Kleinseggenrieder in unterschiedlichen Ausbildungen), Waldsimsen-Schlangenknöterich-Wiese, Fettwiese.“ | ||
=====Fauna===== | =====Fauna===== | ||
In dem Gebiet, das sich im Laufe der letzten 10.000 Jahre entwickelt hat und aus einer Verlandungszone mit anschließenden Sumpfwiesen besteht, ist eine sehr artenreiche Fauna beheimatet. Hier befindet sich der einzige Brutplatz des [[Schwarzkehlchen]]s im [[Bundesland Salzburg]] und darüber hinaus der einzige Brutplatz der [[Eiderente]] in Mitteleuropa! | |||
Das Naturschutzgebiet Zeller See hat darüber hinaus „ornithologische Bedeutung für Brutvögel u. Durchzügler, unter anderem Hauben-, Pracht-, Rothals-, Schwarzhals- u. Zwergtaucher, Kormoran, Fischreiher, Löffler, Zwergrohrdommel, Stock-, Krick-, Knäk-, Pfeif-, Spieß-, Löffel-Reiher-, Tafel- u. Eiderente, Höcker-u. Singschwan, Rohr- u. Wiesenweihe, Fischadler, Wasserralle, Wachtelkönig, Flußregenpfeifer, Bekassine, Kiebitz, Grün- u. Rotschenkel, Wald-, Bruch-, Teich- u. Dunkler Wasserläufer, Flußuferläufer, Zwerg-, Alpen- u. Sichelstrandläufer, Triel, Wald- u. Sumpfohreule, Eisvogel, Wiedehopf etc.“ Es kommen aber auch „Rehwild, Fuchs, [[Fischotter]], Bisamratte, Ringelnatter, Grasfrosch und Erdkröte“ vor. | Das Naturschutzgebiet Zeller See hat darüber hinaus „ornithologische Bedeutung für Brutvögel u. Durchzügler, unter anderem Hauben-, Pracht-, Rothals-, Schwarzhals- u. Zwergtaucher, Kormoran, Fischreiher, Löffler, Zwergrohrdommel, Stock-, Krick-, Knäk-, Pfeif-, Spieß-, Löffel-Reiher-, Tafel- u. Eiderente, Höcker- u. Singschwan, Rohr- u. Wiesenweihe, Fischadler, Wasserralle, Wachtelkönig, Flußregenpfeifer, Bekassine, Kiebitz, Grün- u. Rotschenkel, Wald-, Bruch-, Teich- u. Dunkler Wasserläufer, Flußuferläufer, Zwerg-, Alpen- u. Sichelstrandläufer, Triel, Wald- u. Sumpfohreule, Eisvogel, Wiedehopf etc.“ Es kommen aber auch „Rehwild, Fuchs, [[Fischotter]], Bisamratte, Ringelnatter, Grasfrosch und Erdkröte“ vor. | ||
Neben seiner Bedeutung als Brutgebiet ist das Naturschutzgebiet Zeller See auch eine sehr wichtige inneralpine Raststation für Zugvögel, die insbesondere bei Schlechtwetter - an sog. "Zugstau-Tagen" - überlebenswichtig sein kann. | Neben seiner Bedeutung als Brutgebiet ist das Naturschutzgebiet Zeller See auch eine sehr wichtige inneralpine Raststation für Zugvögel, die insbesondere bei Schlechtwetter - an sog. "Zugstau-Tagen" - überlebenswichtig sein kann. | ||