Treppelweg: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Name "Treppelweg" leitet sich etymologisch vom "Treideln" oder "Trippeln" ab. Nur in sehr "vielen kleinen Schritten" wurden früher die Frachtschiffe wieder flussaufwärts gebracht. | Der Name "Treppelweg" leitet sich etymologisch vom "Treideln" oder "Trippeln" ab. Nur in sehr "vielen kleinen Schritten" wurden früher die Frachtschiffe wieder flussaufwärts gebracht. | ||
Bis zum [[15. Jahrhundert]] wurden die Schiffe von Menschen wieder flussaufwärts gezogen. Erst dann wurde das Aufwärtstreideln mit Hilfe von Zugtieren (Ochsen oder auch Pferden) erlaubt, welches vorher untersagt war, | Bis zum [[15. Jahrhundert]] wurden die Schiffe von Menschen wieder flussaufwärts gezogen. Erst dann wurde das Aufwärtstreideln mit Hilfe von Zugtieren (Ochsen oder auch Pferden) erlaubt, welches vorher untersagt war, "''damit sich die armen Leute zu [[Laufen]] ernähren mögen und die Städte gefördert werden''“. Schiffe (eine Nau) waren vergleichsweise teuer. Deshalb ließen die Schiffseigner (Unternehmer) die leeren Schiffe von den Schiffsleuten (Naufletzer) wieder flussaufwärts bringen, um diese dann, beladen mit neuer Fracht, wieder flussabwärts zu fahren.<ref>[http://www.museum-obernberg.at/fileadmin/content/Texte/Broschuere_Kulturrundgang.pdf Kulturrundgang Obernberg/Innschifffahrt]</ref>. | ||
Treppelweg ist in Österreich also die Bezeichnung für einen Weg, der unmittelbar am Ufer gelegen ist und ursprünglich dem Schiffsverkehr diente. Heute dienen die Treppelwege dem Wasserbau zur Erhaltung der verschiedenen Wasserschutzbauten (Uferbefestigungen, Sollstufen, Wehre) und sie sind beliebte Wander- und Radwege. Manchmal wurden sie, zumeist in den Städten, auch zu Kaipromenaden und Straßen, verkehrstechnisch aufgewertet und umfunktioniert. | Treppelweg ist in Österreich also die Bezeichnung für einen Weg, der unmittelbar am Ufer gelegen ist und ursprünglich dem Schiffsverkehr diente. Heute dienen die Treppelwege dem Wasserbau zur Erhaltung der verschiedenen Wasserschutzbauten (Uferbefestigungen, Sollstufen, Wehre) und sie sind beliebte Wander- und Radwege. Manchmal wurden sie, zumeist in den Städten, auch zu Kaipromenaden und Straßen, verkehrstechnisch aufgewertet und umfunktioniert. | ||