Guetrater: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Geschlecht der '''Guetrater''', später ''Gutrater'' geschrieben, nannte sich ursprünglich nach Schnaitsee östlich von Wasserburg in [[Bayern]]. Es gehörte zur Dienstmannschaft der bayerischen Pfalzgrafen von Kraiburg-Ortenberg. | Das Geschlecht der '''Guetrater''', später ''Gutrater'' geschrieben, nannte sich ursprünglich nach Schnaitsee östlich von Wasserburg in [[Bayern]]. Es gehörte zur Dienstmannschaft der bayerischen Pfalzgrafen von Kraiburg-Ortenberg. | ||
== Geschichte == | |||
''Kuno von Schnaitsee'' trat um [[1130]]/[[1240|40]] in die Dienste der [[Salzburger Erzbischöfe]]. [[1163]] wurde er mit dem wichtigen Amt des Burggrafen von [[Festung Hohenwerfen|Hohenwerfen]] betraut. Die [[Grafen von Plain]] verliehen an diese ''Werfen-Schnaitseer'' die Reste der einst größeren Grafschaft im ''obereren Salzburggau'', die ''Grafschaft im Kuchltal und den [[Gerichtsbezirk Grafengaden]]. | ''Kuno von Schnaitsee'' trat um [[1130]]/[[1240|40]] in die Dienste der [[Salzburger Erzbischöfe]]. [[1163]] wurde er mit dem wichtigen Amt des Burggrafen von [[Festung Hohenwerfen|Hohenwerfen]] betraut. Die [[Grafen von Plain]] verliehen an diese ''Werfen-Schnaitseer'' die Reste der einst größeren Grafschaft im ''obereren Salzburggau'', die ''Grafschaft im Kuchltal und den [[Gerichtsbezirk Grafengaden]]. | ||
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Er und sein Bruder Otto von Gutrat erlaubten dann [[1252]] der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] die freie Salzdurchfuhr durch ihren Gerichtsbezirk Grafengaden und die Errichtung eines Salzstadels am Ufer der [[Salzach]] in [[Rif]]. Der Stadelmeister, der die Aufsicht über das Salzlager, den Salzstadel, hatte, wohnte auf jenem Hof, den Erzbischof Adalbert III. [[1193]] der Fürstpropstei in [[Niederalm]] geschenkt hatte, dem [[Stadlmeistergut]]. | Er und sein Bruder Otto von Gutrat erlaubten dann [[1252]] der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] die freie Salzdurchfuhr durch ihren Gerichtsbezirk Grafengaden und die Errichtung eines Salzstadels am Ufer der [[Salzach]] in [[Rif]]. Der Stadelmeister, der die Aufsicht über das Salzlager, den Salzstadel, hatte, wohnte auf jenem Hof, den Erzbischof Adalbert III. [[1193]] der Fürstpropstei in [[Niederalm]] geschenkt hatte, dem [[Stadlmeistergut]]. | ||
Ein [[Heinrich von Gutrat]] scheint [[1299]] auch als der erste Richter im [[Lammertal]] auf. | Ein [[Heinrich von Gutrat]] scheint [[1299]] auch als der erste Richter im [[Lammertal]] auf. Im selben Jahr, am [[27. Jänner]] hatte er ''Schloss'' Guetrat [[Erzbischof]] [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] übergeben. | ||
Mit Kunos Sohn endete das Geschlecht im [[14. Jahrhundert]]. | Mit Kunos Sohn endete das Geschlecht im [[14. Jahrhundert]]. | ||
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<references/> | <references/> | ||
== | ==Quellen== | ||
* [[Heinz Dopsch]], Ewald Hiebl | * [[Heinz Dopsch]], [[Ewald Hiebl]] ''Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Anif, Niederalm, Neu-Anif'', 2003, Herausgeber: Gemeinde Anif, Beitrag ''Unter erzbischöflicher Herrschaft - Anif im Mittelalter und an der Wende zur Neuzeit'', Heinz Dopsch | ||
* [[Benedikt Pillwein]] ''Das Herzogtum oder der Salzburger Kreis'', Band 5, 1839, abgefragt am 8. Juni 2011 in [http://books.google.at/books?id=ufkuAAAAYAAJ&pg=PA231&lpg=PA231&dq=Pfleggericht+Hallein&source=bl&ots=85Bphkgoo8&sig=7cFPchmT4wy7ybGgFLEh2laNj0Y&hl=de&ei=abrvTb7KKoPz-gbOk6D9Bw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CC8Q6AEwBA#v=onepage&q=Pfleggericht%20Hallein&f=false google books] | |||
[[Kategorie:Person]] | [[Kategorie:Person]] | ||