Gaisbergrennen 1930: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Organisationskomitee befanden sich Salzburger von Rang und Namen (Auszug): Neben dem S.A.C.-Präsidenten seine Vizepräsidenten Kommerzialrat [[Josef Klein]], Ing. [[Edwin Schurich]], [[Philipp Graf Boos-Waldeck]] und [[Rudolf Zrost senior|Rudolf Zrost]], vom S.A.C. selbst  waren u.a. vertreten [[Hannes Gessele]], [[Ludwig Hau]], [[Paul  Koppenwallner]], Baron [[Friedrich Mayr-Melnhof]], Dir. Prof. Dr.  [[Bernhard Paumgartner]], Kommerzialrat [[Richard Tomaselli (Cafetier)|Richard Tomaselli]], im  ''Empfangskomitee'' u.a. Kommerzialrat [[Heinrich Kiener I.|Heinrich Kiener]], im  Streckenkomitee u.a. [[Franz Stengl]],  Leiter der Rettungsgesellschaft  war Obermedizinalrat Dr. [[Christian Varnschein]], einzelne  Rettungsstationen wurden u. a. von Primarius Dr. [[Rudolf von  Rauchenbichler]] (aus der Familie [[Rauchenbichler]]) und Primarius Dr. [[Eduard von Hueber]] geleitet, der Sicherheitsdienst unterstand [[Alfons Graf Mels-Coloredo]] und Sprecher am Radio waren Dir. Prof. Dr. [[Bernhard Paumgartner]] und [[Wolfgang von Karajan]].  
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Im Organisationskomitee befanden sich Salzburger von Rang und Namen (Auszug): Neben dem S.A.C.-Präsidenten seine Vizepräsidenten Kommerzialrat [[Josef Klein]], Ing. [[Edwin Schurich]], [[Philipp Graf Boos-Waldeck]] und [[Rudolf Zrost senior|Rudolf Zrost]], vom S.A.C. selbst  waren u.a. vertreten [[Hannes Gessele]], [[Ludwig Hau]], [[Paul  Koppenwallner]], Baron [[Friedrich Mayr-Melnhof]], Dir. Prof. Dr.  [[Bernhard Paumgartner]], Kommerzialrat [[Richard Tomaselli (Cafetier)|Richard Tomaselli]], im  ''Empfangskomitee'' u.a. Kommerzialrat [[Heinrich Kiener I.|Heinrich Kiener]], im  Streckenkomitee u.a. [[Franz Stengl]],  Leiter der Rettungsgesellschaft  war Obermedizinalrat Dr. [[Christian Varnschein]], einzelne  Rettungsstationen wurden u. a. von Primarius Dr. Rudolf von  [[Rauchenbichler]] und Primarius Dr. Eduard von Hueber geleitet, der Sicherheitsdienst unterstand Alfons Graf Mels-Coloredo.  
  
Das Rennen wurde erstmals im Radio übertragen. Der Sprecher war der spätere [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]]<nowiki>sdirektor</nowiki> Prof. Dr. Bernhard Paumgartner und Wolfgang von Karajan, der selbst Motorradrennen fuhr<ref>siehe [[Internationales Tauernrennen]]</ref>. Tom Bullus, der Engländer auf der schnellen NSU, setzte mit 07:59,52 min. (89,436 km/h) eine neue Rekordmarke, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb mit einer Zeit von 07:58,19 (89,623 km/h) min. nur knapp darunter. Franz Wentzler, Direktor der Kammerspiele, erzielte beim Gaisbergrennen auf Mercedes-Benz die beste Zeit der Tourenwagen und stellte damit einen neuen Rekord auf.
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Das Rennen wurde erstmals im Radio übertragen. Die Sprecher waren der spätere [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]]<nowiki>sdirektor</nowiki> Prof. Dr. [[Bernhard Paumgartner]] und [[Wolfgang von Karajan]], der selbst Motorradrennen gefahren war<ref>siehe [[Internationales Tauernrennen]]</ref>. Tom Bullus, der Engländer auf dem schnellen NSU-Motorrad, setzte mit 07:59,52 min. (89,436 km/h) eine neue Rekordmarke, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb bei den Automobilen mit einer Zeit von 07:58,19 (89,623 km/h) min. nur knapp darunter. Der Salzburger Rudolf Holzermayer fuhr mit seinem Steyr SS eine Zeit von 09:56,10 min. und war damit Klassensieger in der Klasse bis 5&nbsp;000 cm³ und Tagesschnellster Salzburger Automobilfahrer.
  
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Ein Busfahrer eines Steyrer-Reisebusses der Firma [[Albus]] hatte gerade Besucher beim [[Hotel Restaurant Zistelalm|Gasthof Zistelalm]] aussteigen lassen und den Bus geparkt. Da bemerkte er Feuer unter dem hinteren Teil des Fahrzeuges, das rasch stärker wurde. Ein von der Rennleitung auf der [[Zistel]] stationierter Feuerwehrwagen der [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]] des neuen Typs „Florian“ der Feuer­spritzenfabrik Rosenbaum, konnte das Feuer rasch löschen.
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Der Salzburger Kinobesitzer [[Max Reheis]] gewann in zwei Motorradklassen:
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# Max Reheis. Salzburg, ''AJS'', 08:30,88 (84,00 km/h)
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# Paul Rüttchen, Erkelenz, NSU, 08:38,83 min.
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# Max Puntinger, Donawitz, ''Matchless'', 10:43,96 min.
  
 
== Quelle ==
 
== Quelle ==
* Salzburgwiki-Artikel [[Gaisbergrennen (historisch)]] und dortige Quellen
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* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19300901&seite=5&zoom=33&query=%22Gaisbergrennen%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 1. September 1930, Seite 5
 
== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==
 
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Version vom 13. Oktober 2022, 10:11 Uhr

Franz Wentzler, Direktor der Kammerspiele, erzielte beim Gaisbergrennen auf Mercedes-Benz die beste Zeit der Tourenwagen und stellte damit einen neuen Rekord auf.

Das Gaisbergrennen 1930 war das zweite Gaisbergrennen am Gaisberg in der Stadt Salzburg und fand am 31. August 1930 statt.

Das Rennen

Im Organisationskomitee befanden sich Salzburger von Rang und Namen (Auszug): Neben dem S.A.C.-Präsidenten seine Vizepräsidenten Kommerzialrat Josef Klein, Ing. Edwin Schurich, Philipp Graf Boos-Waldeck und Rudolf Zrost, vom S.A.C. selbst waren u.a. vertreten Hannes Gessele, Ludwig Hau, Paul Koppenwallner, Baron Friedrich Mayr-Melnhof, Dir. Prof. Dr. Bernhard Paumgartner, Kommerzialrat Richard Tomaselli, im Empfangskomitee u.a. Kommerzialrat Heinrich Kiener, im Streckenkomitee u.a. Franz Stengl, Leiter der Rettungsgesellschaft war Obermedizinalrat Dr. Christian Varnschein, einzelne Rettungsstationen wurden u. a. von Primarius Dr. Rudolf von Rauchenbichler und Primarius Dr. Eduard von Hueber geleitet, der Sicherheitsdienst unterstand Alfons Graf Mels-Coloredo.

Das Rennen wurde erstmals im Radio übertragen. Die Sprecher waren der spätere Mozarteumsdirektor Prof. Dr. Bernhard Paumgartner und Wolfgang von Karajan, der selbst Motorradrennen gefahren war[1]. Tom Bullus, der Engländer auf dem schnellen NSU-Motorrad, setzte mit 07:59,52 min. (89,436 km/h) eine neue Rekordmarke, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb bei den Automobilen mit einer Zeit von 07:58,19 (89,623 km/h) min. nur knapp darunter. Der Salzburger Rudolf Holzermayer fuhr mit seinem Steyr SS eine Zeit von 09:56,10 min. und war damit Klassensieger in der Klasse bis 5 000 cm³ und Tagesschnellster Salzburger Automobilfahrer.

Zwischenfall

Ein Busfahrer eines Steyrer-Reisebusses der Firma Albus hatte gerade Besucher beim Gasthof Zistelalm aussteigen lassen und den Bus geparkt. Da bemerkte er Feuer unter dem hinteren Teil des Fahrzeuges, das rasch stärker wurde. Ein von der Rennleitung auf der Zistel stationierter Feuerwehrwagen der Freiwilligen Feuerwehr des neuen Typs „Florian“ der Feuer­spritzenfabrik Rosenbaum, konnte das Feuer rasch löschen.

1930, ein Beitrag aus der Zeitschrift "Die Bühne".
1930, ein Beitrag aus der Zeitschrift "Die Bühne".

Ergebnisse (Auszug)

Der Salzburger Kinobesitzer Max Reheis gewann in zwei Motorradklassen:

  • Bis 750 Kubikzentimeter (sieben am Start, sieben im Ziel):
  1. Max Reheis, Salzburg, AJS, 08:01,24 min. (89,06 km/h)
  2. Rudolf Runtsch, Wien, Douglas, 08:13,47 min.
  3. Toni Ulmen, Düsseldorf, NSU, 08:28,08 ming
Ferner Steinfellner, Brätsch, Auracher, Hartmann. Ebenfalls mit einer Mindestgeschwindigkeit von über 64 Kilometern.
  • Bis 1 000 Kubikzentimeter (fünf am Start, drei im Ziel):
  1. Max Reheis. Salzburg, AJS, 08:30,88 (84,00 km/h)
  2. Paul Rüttchen, Erkelenz, NSU, 08:38,83 min.
  3. Max Puntinger, Donawitz, Matchless, 10:43,96 min.

Quelle

Einzelnachweis