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| | [[1816]] gelangte der Kapuzinerberg durch den Anschluss des Landes Salzburg an das [[Kaisertum Österreich]] mit Verwaltung von [[Oberösterreich]] und damit in den Besitz des Ärars der k.k. [[Habsburgermonarchie]]. Als militärisches Sperrgebiet war der Kapuzinerberg für Zivilisten etwa seit [[1630]] bis in die erste Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s hinein gesperrt oder durfte nur von wenigen Personen betreten werden. Im Jahr [[1860]] wurden das Statut der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. | | [[1816]] gelangte der Kapuzinerberg durch den Anschluss des Landes Salzburg an das [[Kaisertum Österreich]] mit Verwaltung von [[Oberösterreich]] und damit in den Besitz des Ärars der k.k. [[Habsburgermonarchie]]. Als militärisches Sperrgebiet war der Kapuzinerberg für Zivilisten etwa seit [[1630]] bis in die erste Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s hinein gesperrt oder durfte nur von wenigen Personen betreten werden. Im Jahr [[1860]] wurden das Statut der Gesamtstadt als Festung aufgehoben. |
| − | [[1869]] sollte der k.k. Staatsforst an die Wienerbank verkauft werden. Auf Betreiben vieler Bürger trat die [[Stadtgemeinde Salzburg]] mit mehrfachen Petitionen und Ansuchen an die ärarische Forstverwaltung und die k.k. Finanzdirektion sowie an die zuständige Ministerialkommission mit der Bitte des Überlassung des Kapuzinerberges an die Stadtgemeinde heran. In zähen Verhandlungen gelang es, einerseits die Wienerbank zur Zurücknahme ihres lukrativen Kaufangebotes zu bewegen und anderes die Ministerialkommission davon zu überzeugen, dass die Erhaltung des Berges für die Öffentlichkeit zweckmäßiger ist als eine private Nutzung des Holzvorrates.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690507&seite=2&query=%22kapuzinerberg%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 7. Mai 1869]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690523&seite=2&query=%22kapuzinerberg%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 23. Mai 1869]</ref> | + | [[1869]] sollte der k.k. Staatsforst an die Wienerbank verkauft werden. Auf Betreiben vieler Bürger trat die [[Stadtgemeinde Salzburg]] mit mehrfachen Petitionen und Ansuchen an die ärarische Forstverwaltung und die k.k. Finanzdirektion sowie an die zuständige Ministerialkommission mit der Bitte des Überlassung des Kapuzinerberges an die Stadtgemeinde heran. In zähen Verhandlungen gelang es, einerseits die Wienerbank zur Zurücknahme ihres lukrativen Kaufangebotes zu bewegen und anderes die Ministerialkommission davon zu überzeugen, dass die Erhaltung des Berges für die Öffentlichkeit zweckmäßiger ist als eine private Nutzung des Holzvorrates.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690507&seite=2&query=%22kapuzinerberg%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 7. Mai 1869]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690523&seite=2&query=%22kapuzinerberg%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 23. Mai 1869]</ref> |
| | [[Datei:Kapuzinerberg ehemaliges Mauthaus.jpg|thumb|Das [[Wachestöckl]], ehemaliges Mauthaus.]] | | [[Datei:Kapuzinerberg ehemaliges Mauthaus.jpg|thumb|Das [[Wachestöckl]], ehemaliges Mauthaus.]] |
| − | Mit Kaufvertrag vom [[9. Februar]] [[1870]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18740225&query=%22kapuzinerberg%22+%22kaufschilling%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1874]</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18860402&query=%22kapuzinerberg%22&seite=1 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 2. April 1886]</ref> und faktischer Übergabe am [[10. Februar]] gingen der Kapuzinerberg, das [[Schloss Mirabell]] und anderer ärarischer Besitz<ref>es wurde übergeben mit diesem Vertrage: 1. Das Schloss Mirabell, 2. die Kapuzinerberg-Waldung, 3. das Franziski-Schlössl, 4. das [[Wachestöckl|Torwärterhaus]], 5. das Blockhaus, 6. der Zwinger, 7. das Grenier-Stöckl, 8. der Kalkofen, 9. die Brunnzisterne (3 bis 9 auf dem Kapuzinerberge), 10. das Monika Hornwerk am Mönchsberge, 11. die Bergabhänge und Felseskarpen am Festungsberge, Mönchsberge und Kapuzinerberge.</ref> in das Eigentum der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] über. | + | Mit Kaufvertrag vom [[9. Februar]] [[1870]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18740225&query=%22kapuzinerberg%22+%22kaufschilling%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1874]</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18860402&query=%22kapuzinerberg%22&seite=1 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 2. April 1886]</ref> und faktischer Übergabe am [[10. Februar]] gingen der Kapuzinerberg, das [[Schloss Mirabell]] und anderer ärarischer Besitz<ref>es wurde übergeben mit diesem Vertrage: 1. Das Schloss Mirabell, 2. die Kapuzinerberg-Waldung, 3. das Franziski-Schlössl, 4. das [[Wachestöckl|Torwärterhaus]], 5. das Blockhaus, 6. der Zwinger, 7. das Grenier-Stöckl, 8. der Kalkofen, 9. die Brunnzisterne (3 bis 9 auf dem Kapuzinerberge), 10. das Monika Hornwerk am Mönchsberge, 11. die Bergabhänge und Felseskarpen am Festungsberge, Mönchsberge und Kapuzinerberge.</ref> in das Eigentum der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] über. |
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| | Nach dem Kauf der Liegenschaft durch die Stadt durften die Bewohner nur mit Bezahlung einer Eintrittsgebühr den Berg und sein Waldgebiet betreten. Die Gebührenpflicht galt bis [[1938]]. | | Nach dem Kauf der Liegenschaft durch die Stadt durften die Bewohner nur mit Bezahlung einer Eintrittsgebühr den Berg und sein Waldgebiet betreten. Die Gebührenpflicht galt bis [[1938]]. |
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| | [[Friedrich Volderauer d. J.]] plante im 19. Jahrhundert eine Bergbahn mittels Luftballon bzw. Luftschiffen. Das wenige realistische Vorhaben scheiterte auch an der Konzession. | | [[Friedrich Volderauer d. J.]] plante im 19. Jahrhundert eine Bergbahn mittels Luftballon bzw. Luftschiffen. Das wenige realistische Vorhaben scheiterte auch an der Konzession. |
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| − | [[1894]] wurde vom [[Stadtverein Salzburg|''Stadt-Verschönerungsverein'']] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtspyramide, die mit Rücksicht auf den hohen Waldbestand eine Höhe von 30 Metern haben muss, auf der Kuppe neben der Restauration zum Franziski-Schlösschen um 900 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom [[17. April]] [[1894]] samt Finanzierung genehmigt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940420&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtspyramide%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 20. April 1894]</ref> Auch dieses Projekt wurde aber dann nicht realisiert. | + | [[1894]] wurde vom [[Stadtverein Salzburg|''Stadt-Verschönerungsverein'']] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtspyramide, die mit Rücksicht auf den hohen Waldbestand eine Höhe von 30 Metern haben muss, auf der Kuppe neben der Restauration zum Franziski-Schlösschen um 900 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom [[17. April]] [[1894]] samt Finanzierung genehmigt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940420&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtspyramide%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 20. April 1894]</ref> Auch dieses Projekt wurde aber dann nicht realisiert. |
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| − | [[1895]] wurde von Josef Woska, Besitzer einer [[Kur|Moor-Badeanstalt]], das Projekt zur Errichtung einer Aussichtsturmes aus Mauerwerk von 20 Metern und einem Holzbau von zehn Metern, insgesamt einer Höhe von 30 bis 32 Metern, sowie einer Zufahrtsstraße und mit Errichtungskosten von 6.000 bis 8.000 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom [[Gemeinderat der Stadt Salzburg]] mit Beschluss vom [[21. Oktober]] 1895 genehmigt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18951023&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtsthurm%22&seite=11 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. Oktober 1895]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=daf&datum=1895&page=169&size=45&qid=SYLSTX8KLZHUOK0O94GERL3ZPYU7TU anno.onb.ac.at/Der Alpenfreund, Ausgaben 1895, ]</ref> Ein weiteres nie umgesetztes Projekt. | + | [[1895]] wurde von Josef Woska, Besitzer einer [[Kur|Moor-Badeanstalt]], das Projekt zur Errichtung einer Aussichtsturmes aus Mauerwerk von 20 Metern und einem Holzbau von zehn Metern, insgesamt einer Höhe von 30 bis 32 Metern, sowie einer Zufahrtsstraße und mit Errichtungskosten von 6.000 bis 8.000 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom [[Gemeinderat der Stadt Salzburg]] mit Beschluss vom [[21. Oktober]] 1895 genehmigt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18951023&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtsthurm%22&seite=11 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. Oktober 1895]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=daf&datum=1895&page=169&size=45&qid=SYLSTX8KLZHUOK0O94GERL3ZPYU7TU anno.onb.ac.at/Der Alpenfreund, Ausgaben 1895, ]</ref> Ein weiteres nie umgesetztes Projekt. |
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| − | In den Jahren 1895 und [[1898]] wurden jeweils Anträge zur Errichtung eines elektrischen Aufzuges auf den Kapuzinerberg hinauf von dem Grundstück [[Arenbergstraße]] 1 gestellt und vom Gemeinderat die Bewilligungen dafür erteilt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bau&datum=1895&page=214&size=45&qid=HBRNX7ITC4Q59JSYMN5D3U15NIPSO7 anno.onb.ac.at/Der Bautechniker, 1895, Seite 212]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980805&&query=%22kapuzinerberg%22seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 5. August 1898]</ref> Ebenfalls nie realisiert. | + | In den Jahren 1895 und [[1898]] wurden jeweils Anträge zur Errichtung eines elektrischen Aufzuges auf den Kapuzinerberg hinauf von dem Grundstück [[Arenbergstraße]] 1 gestellt und vom Gemeinderat die Bewilligungen dafür erteilt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bau&datum=1895&page=214&size=45&qid=HBRNX7ITC4Q59JSYMN5D3U15NIPSO7 anno.onb.ac.at/Der Bautechniker, 1895, Seite 212]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980805&&query=%22kapuzinerberg%22seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 5. August 1898]</ref> Ebenfalls nie realisiert. |
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| | Ein offensichtlicher Faschingsscherz war die Pressemeldung im Zusammenhang mit einem Ball, nach der angeblich im Jahr [[1900]] eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]] gebaut worden wäre. Die "Talstation" war dabei die Balllokalität. Der Scherz zeigt die vielfältigen Bemühungen um eine Aufschließung des Berges, die zum Teil auch spöttisch beobachtet wurden. | | Ein offensichtlicher Faschingsscherz war die Pressemeldung im Zusammenhang mit einem Ball, nach der angeblich im Jahr [[1900]] eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]] gebaut worden wäre. Die "Talstation" war dabei die Balllokalität. Der Scherz zeigt die vielfältigen Bemühungen um eine Aufschließung des Berges, die zum Teil auch spöttisch beobachtet wurden. |
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| − | [[1909]] wurde von [[Emil Hettwer]] und dem Stadt-Verschönerungsverein das Projekt zur Errichtung einer Aussichtswarte aus Holz um 10.000 [[Krone]]n wieder aufgegriffen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090308&query=%22Kapuzinerberg%22+%22aussichtswarte%22&seite=4 anno.onb.ac.at/Salzburger Chronik, 8. März 1909]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19090308&seite=7&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22Aussichtswarte%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 8. März 1909]</ref> | + | [[1909]] wurde von [[Emil Hettwer]] und dem Stadt-Verschönerungsverein das Projekt zur Errichtung einer Aussichtswarte aus Holz um 10.000 [[Krone]]n wieder aufgegriffen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090308&query=%22Kapuzinerberg%22+%22aussichtswarte%22&seite=4 anno.onb.ac.at/Salzburger Chronik, 8. März 1909]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19090308&seite=7&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22Aussichtswarte%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 8. März 1909]</ref> |
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| | In der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit war geplant, auf dem Kapuzinerberg große Gebäudekomplexe zu errichten: Ein Gauforum und ein Sportstadion an Stelle von Kapuzinerklosters und des Klostergartens und auf dem Plateau, d. h. westlich des Franziski-Schlössls, ein ''Festspielhaus''. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine große Auffahrtsrampe vom [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] aus. Der weitere Verlauf des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Projekte. | | In der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit war geplant, auf dem Kapuzinerberg große Gebäudekomplexe zu errichten: Ein Gauforum und ein Sportstadion an Stelle von Kapuzinerklosters und des Klostergartens und auf dem Plateau, d. h. westlich des Franziski-Schlössls, ein ''Festspielhaus''. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine große Auffahrtsrampe vom [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] aus. Der weitere Verlauf des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Projekte. |
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| | === Wehrmauern und Basteien === | | === Wehrmauern und Basteien === |
| | [[Datei:Hettwer-Bastei Kapuzinerberg.JPG|thumb|Die [[Hettwer-Bastei]].]] | | [[Datei:Hettwer-Bastei Kapuzinerberg.JPG|thumb|Die [[Hettwer-Bastei]].]] |
| − | [[1623]] wurden unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Wände des damaligen Imberges unersteigbar gemacht. Der obere Rand des Berges wurde in den Jahren [[1629]] bis [[1632]] an der West-, Süd- und Ostseite mit einer starken Wehrmauer versehen, in der bei allen ein und aus springenden Winkeln Wachhäuschen angelegt wurden. An der Nordseite wurden zwei übereinander liegende Kavaliere gebaut und der Berg gegen die Fahrstraße zum Kapuzinerkloster mit einer von Norden nach Süden reichenden hohen Quermauer abgeschlossen, in der sich bei der Fahrstraße ein Tor befand, dessen Wächter nur gegen Erlaubniszertifikat Einlass gewährte. Am Berge selbst baute man drei Pulvertürme, eine Stoßmühle, einen Futterstall und mehrere [[Zisterne bei der Gaffe über Schloss Elsenheim auf dem Kapuzinerberg|Zisternen]]. Diese Objekte haben sich bis auf die Zisterne nicht erhalten.<ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''Zum Dreihundertjährigen Bestande des Franziskischlössls'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290413&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 13. April 1929, Seite 4</ref> | + | [[1623]] wurden unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Wände des damaligen Imberges unersteigbar gemacht. Der obere Rand des Berges wurde in den Jahren [[1629]] bis [[1632]] an der West-, Süd- und Ostseite mit einer starken Wehrmauer versehen, in der bei allen ein und aus springenden Winkeln Wachhäuschen angelegt wurden. An der Nordseite wurden zwei übereinander liegende Kavaliere gebaut und der Berg gegen die Fahrstraße zum Kapuzinerkloster mit einer von Norden nach Süden reichenden hohen Quermauer abgeschlossen, in der sich bei der Fahrstraße ein Tor befand, dessen Wächter nur gegen Erlaubniszertifikat Einlass gewährte. Am Berge selbst baute man drei Pulvertürme, eine Stoßmühle, einen Futterstall und mehrere [[Zisterne bei der Gaffe über Schloss Elsenheim auf dem Kapuzinerberg|Zisternen]]. Diese Objekte haben sich bis auf die Zisterne nicht erhalten.<ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''Zum Dreihundertjährigen Bestande des Franziskischlössls'' [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290413&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 13. April 1929, Seite 4</ref> |
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| | Die Basteien für Geschütze wurden rund um den Berg verteilt. Den Zugang auf den Berg schützt auch ein Wehrturm, die [[Felixpforte]]. Die auf den skarpierten Felsen aufgesetzten langen Wehrmauern mit ihren kleinen Wächterhäuschen („Ausluge“) sind größtenteils gut erhalten. Die große aus dem Fels herausgearbeitete Bastei im Norden, der [[Großer Linzertor-Kavalier|Große Linzertor-Kavalier]], ist derzeit nicht zugänglich, denn sie wird als Lagerplatz für Gamswild-Futterkrippen genutzt. Der [[Kleiner Linzertor-Kavalier|Kleine Linzertor-Kavalier]] ist ebenso heute Aussichtsplatz wie er [[Oberer Gnigler Kavalier|obere Gnigler Kavalier]]. Auf dem [[Unterer Gnigler Kavalier|Unteren Gnigler Kavalier]] (heute Privatgarten) steht seit etwa 1920 das [[Schweizerhäusl]], ehemals ein beliebtes Ausflugsgasthaus, heute als Wohnhaus genutzt. Die äußere Geschützbastei südsüdöstlich des [[Franziski-Schlössl|Franziski-Schlössls]] verfällt zunehmend, eine Sanierung ist nicht in Sicht. | | Die Basteien für Geschütze wurden rund um den Berg verteilt. Den Zugang auf den Berg schützt auch ein Wehrturm, die [[Felixpforte]]. Die auf den skarpierten Felsen aufgesetzten langen Wehrmauern mit ihren kleinen Wächterhäuschen („Ausluge“) sind größtenteils gut erhalten. Die große aus dem Fels herausgearbeitete Bastei im Norden, der [[Großer Linzertor-Kavalier|Große Linzertor-Kavalier]], ist derzeit nicht zugänglich, denn sie wird als Lagerplatz für Gamswild-Futterkrippen genutzt. Der [[Kleiner Linzertor-Kavalier|Kleine Linzertor-Kavalier]] ist ebenso heute Aussichtsplatz wie er [[Oberer Gnigler Kavalier|obere Gnigler Kavalier]]. Auf dem [[Unterer Gnigler Kavalier|Unteren Gnigler Kavalier]] (heute Privatgarten) steht seit etwa 1920 das [[Schweizerhäusl]], ehemals ein beliebtes Ausflugsgasthaus, heute als Wohnhaus genutzt. Die äußere Geschützbastei südsüdöstlich des [[Franziski-Schlössl|Franziski-Schlössls]] verfällt zunehmend, eine Sanierung ist nicht in Sicht. |