Siglitztal: Unterschied zwischen den Versionen
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Talboden und Abhänge des Siglitztales sind Almgelände, das im Sommer im Zuge der [[Almwirtschaft]] bestoßen wird. Im Bereich des [[Valeriehaus]]es beginnt der Weg zum [[Niedersachsenhaus]], der durch das Siglitztal führt. Das Siglitztal wird durch den [[Siglitzbach]] entwässert. | Talboden und Abhänge des Siglitztales sind Almgelände, das im Sommer im Zuge der [[Almwirtschaft]] bestoßen wird. Im Bereich des [[Valeriehaus]]es beginnt der Weg zum [[Niedersachsenhaus]], der durch das Siglitztal führt. Das Siglitztal wird durch den [[Siglitzbach]] entwässert. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Siglitztal spielte einst im [[Goldbergbau]] eine Rolle. Es gab ein Bergbaurevier ''in der Siglitz'' mit Betriebsgebäuden und Stollen. Das Revier zählte zum ''Siglitz-Pochkar-Erzwieser Bergbaurevier''. Der dazu gehörige mächtige erzhältige Gangzug ist in mehrere Stränge aufgespaltet. Er zeigt sich am nördlichen Ende der [[Erzwies]], zieht sich dann über die Erzwies nach Süden, über das Massiv des [[Großer Silberpfennig|Großen Silberpfennig]] mit der für den Bergbau wichtigen [[ | Das Siglitztal spielte einst im [[Goldbergbau]] eine Rolle. Es gab ein Bergbaurevier ''in der Siglitz'' mit Betriebsgebäuden und Stollen. Das Revier zählte zum ''Siglitz-Pochkar-Erzwieser Bergbaurevier''. Der dazu gehörige mächtige erzhältige Gangzug ist in mehrere Stränge aufgespaltet. Er zeigt sich am nördlichen Ende der [[Erzwies]], zieht sich dann über die Erzwies nach Süden, über das Massiv des [[Großer Silberpfennig|Großen Silberpfennig]] mit der für den Bergbau wichtigen [[Baukarl-Scharte]] ins Bockharttal, durchquert dieses und fällt dann steil ab in das Siglitztal. | ||
Bergbaumäßig tritt das Siglitztal erst im [[15. Jahrhundert]] in Erscheinung, während auf der Erzwies und im Bockharttal Bergbautätigkeiten bereits im [[14. Jahrhundert]] nachweisbar sind. Der Zugang erfolgte aus dem Naßfeldtal. Die Blütezeit des Reviers lag zwischen [[1520]] und [[1550]]. Ab Mitte des [[16. Jahrhundert]]s verfiel das Großrevier, wobei das Siglitztal auch dabei einige Jahrzehnte nachhinkte. Ab etwa [[1616]] ruhte der Betrieb in der Siglitz. Einen Neubeginn gab es erst mit [[Karl Imhof]]. In seiner Zeit wurde der Siglitz-Unterbaustollen, später in Imhof-Unterbaustollen umbenannt, heute [[Imhofstollen]] genannt, angeschlagen. | |||
Bergbaumäßig tritt das Siglitztal erst im [[15. Jahrhundert]] in Erscheinung, während auf der Erzwies und im Bockharttal Bergbautätigkeiten bereits im [[14. Jahrhundert]] nachweisbar sind. Der Zugang erfolgte aus dem Naßfeldtal. Die Blütezeit des Reviers lag zwischen [[1520]] und [[1550]]. Ab Mitte des [[16. Jahrhundert]]s verfiel das Großrevier, wobei das Siglitztal auch dabei einige Jahrzehnte nachhinkte. Ab etwa [[1616]] ruhte der Betrieb in der Siglitz. Einen Neubeginn gab es erst mit [[Karl Imhof]]. In seiner Zeit wurde der Siglitz-Unterbaustollen, später in Imhof-Unterbaustollen umbenannt, heute [[Imhofstollen]] genannt, angeschlagen. | |||
==Etymologisches== | ==Etymologisches== | ||
Die Bezeichnung Siglitz stammt aus dem Slawischen, ein ev. Hinweis auf frühe montanistische Aktivitäten. | Die Bezeichnung Siglitz stammt aus dem Slawischen, ein ev. Hinweis auf frühe montanistische Aktivitäten. | ||