Salzburg Airport W. A. Mozart Geschichte: Unterschied zwischen den Versionen
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== Beschauliche Flughafen-Anfänge == | == Beschauliche Flughafen-Anfänge == | ||
Der [[ | Der [[Erste Weltkrieg]] unterbrach die zivilen Luftfahrt-Versuche, die Friedensverträge untersagten danach bis [[1922]] den Bau und Betrieb von Motorflugzeugen. Nichtsdestotrotz vollführten ehemalige Feldpiloten während dieser Zeit tollkühne Schauflüge, sogar unter dem [[Makartsteg]] hindurch. [[1919]] gibt es bei einer dieser illegalen Flugvorführungen den ersten Flugtoten zu beklagen, der Treibstoffmangel tat sein Übriges, dass für einige Jahre Ruhe auf dem Flughimmel über Salzburg eintrat. | ||
Doch der Ausbau der Zivilluftfahrt bei den Nachbarn – [[1925]] wurden in [[Bad Reichenhall]] ([[Flugplatz Reichenhall-Mayerhof]]) und Innsbruck Flugplätze eröffnet und zwischen Wien, Linz und Graz existierten bereits Linienflugverbindungen – brachte Salzburg unter Zugzwang, schildert [[Kurt Leininger]] im Buch [[90 Jahre Salzburg Airport W.A. Mozart]]. Die Stadtväter kauften dem Militär das [[Maxglaner Exerzierfeld|Exerzierfeld]] in [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] ab und forderten bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg weise vorausblickend die Verlängerung der "[[Gelbe Elektrische|Gelben Elektrischen]]" zum künftigen Flugplatz. Ab August [[1926]] hatte die Mozartstadt einen bei seiner Eröffnung als "''vielleicht schönsten in ganz Europa''" gepriesenen Flughafen. Die Dimensionen waren freilich bescheiden: Die Landefläche auf der rund 500 mal 500 Meter großen Flugplatz-Wiese wurde mit einem 20 Meter großen Kreis gekennzeichnet, im Abfertigungsgebäude mussten das Flughafenbüro, der Warteraum, ein Pass- und Zollamt sowie eine Telefonstelle auf weniger als 22 Quadratmetern Platz finden. Tatsächlich handelte es sich beim ersten Terminal um die zurückgelassene Werkzeugbaracke der Baufirma, deren widerrechtliche Verwendung für die Stadt sogar ein gerichtliches und finanzielles Nachspiel hatte. Im "Tanklager" wurden die Benzin- und Ölfässer unter freiem Himmel aufbewahrt. Anfangs beeinträchtigten Düngerhaufen die Piloten beim Landen. WC gab es in den ersten Flughafenjahren gar keines, sehr wohl jedoch eine Gaststättenhütte. | Doch der Ausbau der Zivilluftfahrt bei den Nachbarn – [[1925]] wurden in [[Bad Reichenhall]] ([[Flugplatz Reichenhall-Mayerhof]]) und Innsbruck Flugplätze eröffnet und zwischen Wien, Linz und Graz existierten bereits Linienflugverbindungen – brachte Salzburg unter Zugzwang, schildert [[Kurt Leininger]] im Buch [[90 Jahre Salzburg Airport W.A. Mozart]]. Die Stadtväter kauften dem Militär das [[Maxglaner Exerzierfeld|Exerzierfeld]] in [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] ab und forderten bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg weise vorausblickend die Verlängerung der "[[Gelbe Elektrische|Gelben Elektrischen]]" zum künftigen Flugplatz. Ab August [[1926]] hatte die Mozartstadt einen bei seiner Eröffnung als "''vielleicht schönsten in ganz Europa''" gepriesenen Flughafen. Die Dimensionen waren freilich bescheiden: Die Landefläche auf der rund 500 mal 500 Meter großen Flugplatz-Wiese wurde mit einem 20 Meter großen Kreis gekennzeichnet, im Abfertigungsgebäude mussten das Flughafenbüro, der Warteraum, ein Pass- und Zollamt sowie eine Telefonstelle auf weniger als 22 Quadratmetern Platz finden. Tatsächlich handelte es sich beim ersten Terminal um die zurückgelassene Werkzeugbaracke der Baufirma, deren widerrechtliche Verwendung für die Stadt sogar ein gerichtliches und finanzielles Nachspiel hatte. Im "Tanklager" wurden die Benzin- und Ölfässer unter freiem Himmel aufbewahrt. Anfangs beeinträchtigten Düngerhaufen die Piloten beim Landen. WC gab es in den ersten Flughafenjahren gar keines, sehr wohl jedoch eine Gaststättenhütte. | ||