Sigmund-Haffner-Gasse: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Sigmund-Haffner-Gasse''' befindet sich in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zwischen [[Franziskanerkloster]] und [[Salzburger Rathaus|Rathaus]]. | Die '''Sigmund-Haffner-Gasse''' befindet sich in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zwischen [[Franziskanerkloster]] und [[Salzburger Rathaus|Rathaus]]. | ||
== | ==Namensgeschichte== | ||
Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Salzburg, [[Sigmund Haffner]] (* ([[1768]], † [[1772]]), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte | Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Salzburg, [[Sigmund Haffner]] (* ([[1768]], † [[1772]]), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte. | ||
Sie ist eine der ältesten Gassen in der Altstadt. | |||
Der obere Teil dieser Gasse, bisweilen die ganze Gasse, hieß seinerzeit ''Abtsgasse'' (nach dem [[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]], im 18. und 19. Jahrhundert ''Kirch-'' oder ''Pfarrgasse'', da die [[Franziskanerkirche]] lange Zeit Stadtpfarrkirche war. | |||
Der untere Teil hatte in älterre Zeit den Namen ''Haber''- oder ''Milchmarkt''. | |||
Es folgt der [[Langenhof]], da er der Familie von Erzbischof [[Matthäus Lang]] gehörte. | Der heutige Name wurde im Jahr 1873 festgelegt. | ||
==Gebäude== | |||
Die ältesten Gebäude stammen aus dem [[11. Jahrhundert]]. | |||
===Oberer Teil=== | |||
'''Nr. 22.''' Vom Franziskanerkloster kommend steht an der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - [[Franziskanergasse]] das [[Rupertinum]], ein Gebäude, das in der Länge bis zum [[Max-Reinhardt-Platz]] reicht. Es wurde von [[Erzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten [[Alte Universität|Benediktineruniversität]]. | |||
'''Nr. 20.''' Anschließend steht das [[Kapellhaus]], früher die Unterkunft der Sängerknaben des [[Dom]]. Es trägt das Wappen des Erzbischofs [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]]. | |||
'''Nr. 16.''' Es folgt der [[Langenhof]], da er der Familie von Erzbischof [[Matthäus Lang]] gehörte. [[1670]] wurde er von der Familie der [[Kuenburger]] in die heutige Form umgebaut. | |||
Parallel auf der rechten Gassenseite stehen die Franziskanerkirche, gefolgt von der [[Dietrichsruh]] und dem [[Toskanatrakt]]. | Parallel auf der rechten Gassenseite stehen die Franziskanerkirche, gefolgt von der [[Dietrichsruh]] und dem [[Toskanatrakt]]. | ||
Das Bambergerhaus beispielsweise wechselte im Laufe der Zeit oftmals seine Eigentümer und erhielt seinen Namen als es Anfang des [[15. Jahrhundert]] in den Besitz des Herren von Bamberg überging. | Das [[Bambergerhaus]] beispielsweise wechselte im Laufe der Zeit oftmals seine Eigentümer und erhielt seinen Namen, als es Anfang des [[15. Jahrhundert]]s in den Besitz des [[Herren von Bamberg]] überging. | ||
Dann erreicht man den [[Ritzerbogen]] zur Linken, nach rechts öffnet sich die [[Churfürststraße]] zum [[Alter Markt|Alten | Dann erreicht man den [[Ritzerbogen]] zur Linken, nach rechts öffnet sich die [[Churfürststraße]] zum [[Alter Markt|Alten Markt]]. | ||
'''Nr. 7.''' In den Häusern Nr. 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber dem Ritzerbogen, war der [[Gasthof zu den drei Kronen]]. | |||
'''Nr. 8.''' „Schloßganglhaus“. Zu den Besitzern zählte [[Ludwig Alt|Ludwig (II.) Alt "der Älteste"]] (* ca. 1484, † 1554); später war der Besitz geschossweise aufgeteilt, zu den Besitzer gehörten zB 1813 die [[Triendl]]s, von Edlenbach, [[Schallhammer]]s, die [[Koflern|Koflerischen]] Schwestern <ref> Franz X. Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzach-Kreises. Ein Hand- und Addreß-Buch für Jedermann. Salzburg 1813. In der Mayer’schen Buchhandlung [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&pg=PA265&lpg=PA265&dq=Schlo%C3%9Fganglhaus&source=bl&ots=B9xGVpMlG9&sig=mBDbZ-HtRvjiWBXr_BJFFN4ZCPI&hl=de&ei=IM4xTaibI8j5sgbV6bCvCg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CCMQ6AEwAg#v=onepage&q=Schlo%C3%9Fganglhaus&f=false S. 265;] Franz Martin aaO MGSLK 78 (1938) S. 158 (Koflern) und 162 (Schallhammer) = ''Hundert Salzburger Familien'' S. 201 u.206.</ref> | |||
'''Nr. 6.''' Das Gebäude, heute Durchgang zum [[Schatz-Durchhaus]], war der Sitz verschiedener Handelshäuser, so | |||
* der [[Alt]] ([[Wilhelm Alt]], Vater der [[Salome Alt]], die in diesem Haus geboren wurde<ref>Franz Martin: ''99. Altenau'' Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Band 84/85 (1944/45) S. 63 = derselbe, ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' S. 315.</ref> | |||
* der [[Laimprucher]] und [[Kaltenhauser]], | |||
* der [[Sigmund Haffner|Haffner]] und [[Triendl]]. | |||
'''Nr. 4.''' Im [[Hotel Elefant]] gründete [[Adolph Kolping]] am [[12. Mai]] [[1852]] den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein. | |||
==Prominente Bewohner== | ==Prominente Bewohner== | ||
Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich von Raitenau]] (* [[1559]], † [[1617]] ), der von [[1587]] - [[1612]] [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] von Salzburg war, seine Geliebte [[Salome Alt]] (im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6 | Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich von Raitenau]] (* [[1559]], † [[1617]] ), der von [[1587]] - [[1612]] [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] von Salzburg war, seine Geliebte [[Salome Alt]] (im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6) oder [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (* [[1644]], † [[1704]]). | ||
==Geschäfte== | ==Geschäfte== | ||
Das Geschäft [[J. Schiessendoppler Inh. Dr. B. Spitz]], Besitzer [[Burkhard Spitz|Dipl. Kfm. Dr. Burkhard Spitz]], existiert heute nicht mehr. | '''Nr. 3.''' Das Geschäft [[J. Schiessendoppler Inh. Dr. B. Spitz]], Besitzer [[Burkhard Spitz|Dipl. Kfm. Dr. Burkhard Spitz]], existiert heute nicht mehr. | ||
Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den [[Kranzlmarkt]] befand sich früher das bekannten Salzburger [[Textilhaus Thalhammer]]. | Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den [[Kranzlmarkt]] befand sich früher das bekannten Salzburger [[Textilhaus Thalhammer]]. | ||
In [[Scio´s Specereyen]] werden heute noch die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie [[Rigaud]] führt diese Tradition in Salzburg fort. | '''Nr. 16.''' In [[Scio´s Specereyen]] werden heute noch die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie [[Rigaud]] führt diese Tradition in Salzburg fort. | ||
==Bildergalerie== | ==Bildergalerie== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Sigmund-Haffner-Gasse&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen ''Info zu ' Sigmund-Haffner-Gasse' ''] auf gis.stadt-salzburg.at | |||
{{Quelle Franz Martin}} | |||
* ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]], [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1952 | * ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]], [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1952 | ||
{{Quelle Heimatkunde Hübl}} | {{Quelle Heimatkunde Hübl}} | ||
* Franz Martin: ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) Band 78 (1938), 84/85 (1944/45). = derselbe, ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg [[1946]]) S. 201, 206, 315. | |||
* Salzburgwiki | * Salzburgwiki | ||
==Fußnoten== | |||
<references/> | |||
[[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]] | ||
[[Kategorie:Altstadt]] | [[Kategorie:Altstadt]] | ||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
[[Kategorie:Salzburg]] | [[Kategorie:Salzburg]] | ||
* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Sigmund-Haffner-Gasse&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen ''Info zu ' Sigmund-Haffner-Gasse' ''] auf gis.stadt-salzburg.at | |||
{{Quelle Franz Martin}} | |||