Konzentrationslager Ebensee: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Lager entstand auf Grund eines Befehls von Adolf Hitler, nachdem britische Bomber im August 1943 die wichtigsten Produktionsstätten für die V2-Raketen in Peenemünde zerstört hatten. Die Produktionsstätten sollten daher in unterirdische Stollen verlegt werden. | Das Lager entstand auf Grund eines Befehls von [[Adolf Hitler]], nachdem britische Bomber im August 1943 die wichtigsten Produktionsstätten für die V2-Raketen in Peenemünde zerstört hatten. Die Produktionsstätten sollten daher in unterirdische Stollen verlegt werden. | ||
Im November [[1943]] wurden die ersten Häftlinge in die Nähe der Ortschaft Ebensee verlegt. Sie wurden dazu gezwungen, Häftlings- und Werkstättenbaracken zu errichten. Nach Verlegung zahlreicher weiterer Häftlinge mussten von diesen innerhalb kürzester Zeit Stollenanlagen bis zu 250 m tief in den Berg getrieben werden. Die einzelnen Stollen waren durch Eisenbahnschienensystem miteinander verbunden. Als Tarnnamen für die Anlagen wurden ''Zement'', ''Kalksteinwerke'', ''Solvay'', ''Dachs'' oder ''Taube I'' gewählt. Im Sommer [[1944]] - nachdem zahlreiche Verzögerungen den geplanten Baufortschritt verlangsamt hatten - wurde der Plan, die Peenemünder Anlagen nach Ebensee zu verlagern, aufgegeben. Die unterirdischen Anlagen sollten nun ersatzweise zur Produktion des Aggregats 9 (A9), technischer Bauteile für Panzer und für eine Raffinerie genutzt werden. Ende 1944 begann man mit der Errichtung einer Schmierölraffinerieanlage, die nach Fertigstellung im Februar [[1945]] in Betrieb genommen wurde. Ab dem Frühjahr 1945 wurden in der Anlage B auch noch Motoren für Panzer und Flugzeuge gebaut. | Im November [[1943]] wurden die ersten Häftlinge in die Nähe der Ortschaft Ebensee verlegt. Sie wurden dazu gezwungen, Häftlings- und Werkstättenbaracken zu errichten. Nach Verlegung zahlreicher weiterer Häftlinge mussten von diesen innerhalb kürzester Zeit Stollenanlagen bis zu 250 m tief in den Berg getrieben werden. Die einzelnen Stollen waren durch Eisenbahnschienensystem miteinander verbunden. Als Tarnnamen für die Anlagen wurden ''Zement'', ''Kalksteinwerke'', ''Solvay'', ''Dachs'' oder ''Taube I'' gewählt. Im Sommer [[1944]] - nachdem zahlreiche Verzögerungen den geplanten Baufortschritt verlangsamt hatten - wurde der Plan, die Peenemünder Anlagen nach Ebensee zu verlagern, aufgegeben. Die unterirdischen Anlagen sollten nun ersatzweise zur Produktion des Aggregats 9 (A9), technischer Bauteile für Panzer und für eine Raffinerie genutzt werden. Ende 1944 begann man mit der Errichtung einer Schmierölraffinerieanlage, die nach Fertigstellung im Februar [[1945]] in Betrieb genommen wurde. Ab dem Frühjahr 1945 wurden in der Anlage B auch noch Motoren für Panzer und Flugzeuge gebaut. | ||