Rauchenbichlerhof: Unterschied zwischen den Versionen

Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
K Linkfix, + Kat.
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Rauchenbichlervilla an der LInzer Bundesstraße 1.JPG|thumb|Der Rauchenbichlerhof]]
[[Datei:Rauchenbichlervilla an der LInzer Bundesstraße 1.JPG|thumb|Der Rauchenbichlerhof]]
[[Datei:DSC01720.JPG|thumb|Rauchenbichlerhof, Ansicht vom Park aus]]
[[Datei:DSC01720.JPG|thumb|Rauchenbichlerhof, Ansicht vom Park aus]]
 
Der '''Rauchenbichlerhof''' ist ein altes [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschütztes]] Schlösschen im Stadtteil [[Schallmoos]] in der [[Stadt [[Salzburg kurz vor der Kreuzung [[Sterneckstraße]]-[[Linzer Bundesstraße]].
Der '''Rauchenbichlerhof''' ist ein altes denkmalgeschütztes Schlösschen im Stadtteil [[Schallmoos]] in der Stadt [[Salzburg]] (kurz vor der Kreuzung [[Sterneckstraße]] - [[Linzer Bundesstraße]]).


==Geschichte==
==Geschichte==
Der Hof hieß ursprünglich nach dem [[1120]] erstmals erwähnten Gut Waldbichl „Waldbichlhof“. Das Gut stand wohl schon [[1120]], jedenfalls aber [[1238]] und in der Folgezeit im Eigentum des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktiner-Erzstiftes St. Peter]], das es an verschiedene Besitzer in Pacht oder Erbrecht vergab. So besaß von [[1597]] bis gegen [[1677]] die Salzburger Kaufmannsfamilie Fabrizin, deren Wappen über dem südlichen Haustor des Hofes in Stein gemeißelt ist, Gut und Hof.


Der Hof hieß ursprünglich nach dem [[1120]] erstmals erwähnten Gut Waldbichl „Waldbichlhof“. Das Gut stand wohl schon [[1120]], jedenfalls aber [[1238]] und in der Folgezeit im Eigentum des [[Erzstift St. Peter|Erzstiftes St. Peter]]. das es an verschiedene Besitzer in Pacht oder „Erbrecht“ vergab. So besaß von [[1597]] bis gegen [[1677]] die Salzburger Kaufmannsfamilie Fabrizin, deren Wappen über dem südlichen Haustor des Hofes in Stein gemeißelt ist, Gut und Hof.  
Nach [[1632]] ließ [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf von Lodron]] das [[Itzlinger Moos]] einschließlich des [[Schallmoos (Moor)|Schallmoos]] trockenlegen und erschließen, was wohl die Attraktivität auch des Waldbichlhofes erhöhte.


Nach [[1632]] ließ Erzbischof [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] das [[Gnigl|Gnigler]] Moor einschließlich des [[Schallmoos]] trockenlegen und erschließen, was wohl die Attraktivität auch des Waldbichlhofes erhöhte.
[[1677]] bis [[1741]] besaß den Hof eine Familie Kaserer. [[1741]] wurde das Bauwerk vom [[Salzburger Stadtrat]] Franz Anton [[Rauchenbichler]] und seiner Frau Maria Theresia [[Poschinger]] erworben. Um [[1750]] fand ein Um- und Neubau im [[barock]]en Stil statt. [[1820]] erbte den Hof der [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskämpfer]] von [[1809]] und Offizier [[Anton Rauchenbichler]].


[[1677]] bis [[1741]] besaß den Hof eine Familie Kaserer. [[1741]] wurde das Bauwerk vom Salzburger Stadtrat Franz Anton [[Rauchenbichler]] und seiner Frau Maria Theresia Poschinger erworben. Um [[1750]] fand ein Um- und Neubau im barocken Stil statt. [[1820]] erbte den Hof der Freiheitskämpfer von [[1809]] und Offizier [[Anton Rauchenbichler]].
Am [[5. Oktober]] [[1822]] besuchte Zar Alexander I. das Schloss, wo er sich in eine k.k. Oberstenuniform kleidete, um in der Salzburger erzbischöflichen [[Alte Residenz|Residenz]] Kaiser [[Franz II./I.]] von Österreich - beide waren auf der Reise zum Fürstenkongress von Verona - zu treffen ([[Kaisertreffen in Salzburg 1822]]).  


Am [[5. Oktober]] [[1822]] besuchte Zar Alexander I. das Schloss, wo er sich in eine k.k. Oberstenuniform kleidete, um in der Salzburger erzbischöflichen [[Alte Residenz|Residenz]] [[Kaiser Franz II./I.]] von Österreich - beide waren auf der Reise zum Fürstenkongress von Verona - zu treffen.
Anton Rauchenbichler verkaufte [[1831]] den Hof an [[Emilie Kraus Baronin von Wolfsberg (die "Hundsgräfin")]], eine ehemalige Geliebte [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]], die hier mit ihren zahlreichen Tieren bis [[1841]] lebte. 1841 erwarben Alois (Antons Bruder) und Elisabeth Rauchenbichler von Rauchenbühl den Hof. Ihnen folgten [[1857]] ihr Sohn Josef Anton Rauchenbichler von Rauchenbühl, [[1881]] dessen Stiefsohn [[Franz Mayr (Gastwirt)|Franz Mayr]]. Die Übergabe an seine Söhne [[Franz Mayr d. J. (Gastwirt)|Franz]] und [[Fritz Mayr|Fritz]] erfolgte am [[15. September]] [[1906]]. [[1913]] kaufte Franz seinem Bruder Fritz die Hälfte ab und nach seinem Tod 1923 wurde seine Frau Marie, geborene Ganzera, Alleinbesitzerin. [[1960]], nach dem Tod von Marie Mayr, kam das Anwesen in den Besitz der Familie [[Kapsreiter]].
 
[[Anton Rauchenbichler]] verkaufte [[1831]] den Hof an [[Emilie Kraus Baronin von Wolfsberg (die "Hundsgräfin")]], eine ehemalige Geliebte Napoleons, die hier mit ihren zahlreichen Tieren bis [[1841]] lebte. [[1841]] erwarben Alois (Antons Bruder) und Elisabeth Rauchenbichler von Rauchenbühl den Hof. Ihnen folgten [[1857]] ihr Sohn Josef Anton Rauchenbichler von Rauchenbühl, [[1881]] dessen Stiefsohn [[Franz Mayr (Gastwirt)|Franz Mayr]]. Die Übergabe an seine Söhne [[Franz Mayr d. J. (Gastwirt)|Franz]] und [[Fritz Mayr|Fritz]] erfolgte am [[15. September]] [[1906]]. [[1913]] kaufte Franz seinem Bruder Fritz die Hälfte ab und nach seinem Tod 1923 wurde seine Frau Marie, geborene Ganzera, Alleinbesitzerin. [[1960]], nach dem Tod von Marie Mayr, kam das Anwesen in den Besitz der Familie [[Kapsreiter]].


==Bauweise==
==Bauweise==
Der Hof ist aus Steinquadern des [[Kapuzinerberg]]es erbaut. Der zweistöckige Bau mit seinem Walmdach ist im damaligen Zustand samt einem kleinen historischen Garten gut erhalten. Im Garten steht ein [[Pavillon beim Rauchenbichlerhof|Pavillon ]].


Der Hof ist aus Steinquadern des [[Kapuzinerberg]]es erbaut. Der zweistöckige Bau mit seinem Walmdach ist im damaligen Zustand samt einem kleinen historischen Garten gut erhalten. Heute befindet sich der „Rauchenbichlerhof“ in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.
Heute befindet sich der Rauchenbichlerhof in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.


== Weitere Bilder ==
== Bilder ==
{{Commonscat|Rauchenbichlerhof}}
{{Commonscat|Rauchenbichlerhof}}
==Quellen==
==Quellen==
Zeile 27: Zeile 26:
* ''Gnigl in alten Ansichten Band 2'', Peter Walder-Gottsbacher, 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande  
* ''Gnigl in alten Ansichten Band 2'', Peter Walder-Gottsbacher, 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande  


[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Schallmoos]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kunst]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Schloss]]
[[Kategorie:Schallmoos]]