Linde in Faistenau: Unterschied zwischen den Versionen

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== Beschreibung der Linde 1863 ==
== Beschreibung der Linde 1863 ==
In einem Artikel im ''[[Salzburger Kirchenblatt]]'' wird auch die Linde beschrieben, die den [[Jesuiten]] anlässlich der Volksmission zwischen [[25. Oktober]] und [[2. November]] [[1863]] bei Predigten als Kanzel diente: "[…] ''Ein Gegenstand allgemeiner Bewunderung war die große Linde auf dem Platze vor der Kirche – sie mißt 4½ Umgriff oder 27 Fuß –, an der die Kanzel angebracht war; mit sehr geringer Mühe wurde ein ganz bequemer Aufgang von 9 Stufen durch die sehr schön verwachsene Höhlung der Linde hergestellt, so daß der Prediger aus dem Innern des Baumes auf die Kanzel heraustrat. – Die 9tägige Gnadenzeit war vom herrlichsten Wetter begünstigt, so daß aus den 26 Predigten 19 im Freien gehalten werden konnten''. […]".<ref>''Salzburger Kirchenblatt.'' Nr. 45 vom 3. November 1863, S. 371f.</ref>
In einem Artikel im ''[[Salzburger Kirchenblatt]]'' wird auch die Linde beschrieben, die den [[Jesuiten]] anlässlich der Volksmission zwischen [[25. Oktober]] und [[2. November]] [[1863]] bei Predigten als Kanzel diente: "[…] ''Ein Gegenstand allgemeiner Bewunderung war die große Linde auf dem Platze vor der Kirche – sie mißt 4½ Umgriff oder 27 Fuß –, an der die Kanzel angebracht war; mit sehr geringer Mühe wurde ein ganz bequemer Aufgang von 9 Stufen durch die sehr schön verwachsene Höhlung der Linde hergestellt, so daß der Prediger aus dem Innern des Baumes auf die Kanzel heraustrat. – Die 9tägige Gnadenzeit war vom herrlichsten Wetter begünstigt, so daß aus den 26 Predigten 19 im Freien gehalten werden konnten''. […]".<ref>''Salzburger Kirchenblatt.'' Nr. 45 vom 3. November 1863, S. 371f.</ref>
== Gedicht ==
Pfarrer Friedrich Pesendorfer hat ein Gedicht über die Linde verfasst, das 1912 im ''Linzer Volksblatt'' veröffentlicht wurde.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&datum=19120121&seite=24&zoom=33 Digitalisat]</ref>
:'''Die Linde von Faistenau.'''
:''Ich bin des Dorfes Linde,
:''Die Linde von Faistenau,
:''Mein Stamm mit morscher Rinde
:''Ragt hoch in des Himmels Blau.
:''Viel hundert Jahre steh’ ich,
:''Ein uralter Lindenbaum,
:''Und die Geschlechter seh’ ich,
:''Sie kommen und geh’n wie im Traum.
:''Und kommt vorbei an der Linde
:''Ein Täufling ins Gotteshaus,
:''So sprech’ ich über dem Kinde
:''Auch meinen Segen aus.
:''Naht sich zur Hochzeitsfeier
:''Die Braut im Myrtenkranz,
:''So tanzt sie mit ihrem Freier
:''Um mich den Hochzeitstanz.
:''Dem zarten Menschenkindlein,
:''Dem Mann in Strum und Streit,
:''Dem Greis im letzten Stündlein
:''Geb’ ich mein treu’ Geleit’.
:''Und senkt an der Friedhofsmauer
:''Ein Herz man zur letzten Ruh’,
:''So deck’ ich in stiller Trauer
:''Das Grab mit Blüten zu.
:''Auch schlagen wird meine Stunde,
:''Dann bricht mein morscher Bau,
:''Und die Sage bringt noch die Kunde
:''Von der Linde von Faistenau.


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