Chronik des Jänners 2019: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Die dreifache Mutter Astrid Hohenwarter in Weißbach bei Lofer ist "First Responder" beim Roten Kreuz und seit Tagen in einer besonders schwierigen Situation. "Weißbach mit seinen 420 Bewohnern ist derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Als Sanitäterin bin ich mit einer hier wohnhaften Krankenschwester die einzige Anlaufstation bei medizinischen Notfällen", sagte die 43-Jährige. Sie ist mit einem Defibrillator, Absauggerät, Sauerstoff und Verbandsmaterial gut ausgerüstet. Mit dem Allradauto kann sie gemeinsam mit der Feuerwehr bei Notfällen zu den Patienten fahren. Ein Dialyse-Patient wurde noch vor der Sperre ins Spital gebracht. "Es ist zwar ein beklemmendes Gefühl, aber im Dorf halten sie alle zusammen", so Hohenwarter. | ||
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| + | Stellvertretend für die rund 1 300 ehrenamtlich aktiven Retter erzählte Christian Schartner aus Oberalm: "Ich habe ein Vermessungsbüro mit 18 Angestellten, aber wenn wir gerufen werden, muss ich alles liegen und stehen lassen. So wie kürzlich, als es galt, elf eingeschneite bayerische Urlauber von einer Hütte am Tauglboden in der Nacht unter hoher Lawinengefahr sicher herauszubekommen." Christian Schartner ist mittlerweile Ortsstellenleiter der Bergrettung in Hallein und seit 17 Jahren ehrenamtlicher Helfer. "Ich bin selbst im Juni 1986 bei einer Tour in der Dachstein-Südwand in akute Bergnot geraten, habe über Nacht in der Wand biwakieren müssen, ehe mich die Bergrettung geborgen hat. In der Folge stand für mich fest, dass ich in Zukunft auch anderen helfen will. Das ist eine schöne Sache und die Dankbarkeit der Menschen ist der Lohn. Wöchentliche Übungen, die Einsätze und permanentes körperliches Training sind es wert." | ||
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| + | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/schneechaos-sie-stehen-symbolhaft-fuer-das-hilfsbereite-salzburg-63812329 www.sn.at/salzburg/chronik], Menschen helfen Menschen, abgefragt am 10. Jänner 2019 | ||
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Version vom 10. Januar 2019, 08:48 Uhr
Chronik des Jänners 2019
Einleitung
Ereignisse
- 9. Jänner: Zell am See: Bergretter holen neun Skifahrer aus Tiefschnee: Trotz Lawinenwarnstufe 4 waren auf der Schmittenhöhe in Zell am See am Mittwoch neun Skifahrer abseits der gesicherten Piste unterwegs - eine Notsituation war fast unvermeidlich. Die Gruppe aus Polen, Ungarn, Ukraine und Russland konnte zirka eine Stunde später von der Bergrettung, die mit 12 Mann ausgerückt war, lokalisiert werden.[1]
Menschen helfen Menschen
Die dreifache Mutter Astrid Hohenwarter in Weißbach bei Lofer ist "First Responder" beim Roten Kreuz und seit Tagen in einer besonders schwierigen Situation. "Weißbach mit seinen 420 Bewohnern ist derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Als Sanitäterin bin ich mit einer hier wohnhaften Krankenschwester die einzige Anlaufstation bei medizinischen Notfällen", sagte die 43-Jährige. Sie ist mit einem Defibrillator, Absauggerät, Sauerstoff und Verbandsmaterial gut ausgerüstet. Mit dem Allradauto kann sie gemeinsam mit der Feuerwehr bei Notfällen zu den Patienten fahren. Ein Dialyse-Patient wurde noch vor der Sperre ins Spital gebracht. "Es ist zwar ein beklemmendes Gefühl, aber im Dorf halten sie alle zusammen", so Hohenwarter.
Stellvertretend für die rund 1 300 ehrenamtlich aktiven Retter erzählte Christian Schartner aus Oberalm: "Ich habe ein Vermessungsbüro mit 18 Angestellten, aber wenn wir gerufen werden, muss ich alles liegen und stehen lassen. So wie kürzlich, als es galt, elf eingeschneite bayerische Urlauber von einer Hütte am Tauglboden in der Nacht unter hoher Lawinengefahr sicher herauszubekommen." Christian Schartner ist mittlerweile Ortsstellenleiter der Bergrettung in Hallein und seit 17 Jahren ehrenamtlicher Helfer. "Ich bin selbst im Juni 1986 bei einer Tour in der Dachstein-Südwand in akute Bergnot geraten, habe über Nacht in der Wand biwakieren müssen, ehe mich die Bergrettung geborgen hat. In der Folge stand für mich fest, dass ich in Zukunft auch anderen helfen will. Das ist eine schöne Sache und die Dankbarkeit der Menschen ist der Lohn. Wöchentliche Übungen, die Einsätze und permanentes körperliches Training sind es wert."
Das sehen auch die Helfer des Bundesheers, die im Katastrophenfall angefordert werden, so. Wie Fabian Schaffler vom Pionierbataillon 2, das derzeit mit zwei Zügen bei Minusgraden und Schneefall in Thalgauegg und Hintersee im Einsatz ist. Es gilt Bäume zu fällen, die auf die Straßen zu stürzen drohen. "Helfen in Friedenszeiten war mein Motiv, dass ich zum Heer gegangen bin", so der Elsbethener. Die betroffenen Menschen sind froh, wenn wir da sind, und wir spüren, dass wir gebraucht werden. Das motiviert uns ungemein."
Quellen
- www.sn.at/salzburg/chronik, Menschen helfen Menschen, abgefragt am 10. Jänner 2019
Fußnoten
- ↑ Quelle www.sn.at/salzburg/chronik, abgefragt am 10. Jänner 2019