Scharfrichterhaus: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Neukommgasse 26.jpg|thumb|Haus Neukommgasse 26, das frühere Wohnhaus der Salzburger Scharfrichter]] | [[Datei:Neukommgasse 26.jpg|thumb|Das Haus Neukommgasse 26, das frühere Wohnhaus der Salzburger Scharfrichter.]] | ||
[[Datei:Scharfrichterhaus in Blickrichtung Festung Hohensalzburg.JPG|thumb|Scharfrichterhaus in Blickrichtung Festung Hohensalzburg]] | [[Datei:Scharfrichterhaus in Blickrichtung Festung Hohensalzburg.JPG|thumb|Das Scharfrichterhaus in Blickrichtung [[Festung Hohensalzburg]].]] | ||
[[Datei:Gneispanorama mit dem Scharfrichterhaus.jpg|thumb|Gneispanorama mit dem Scharfrichterhaus]] | [[Datei:Gneispanorama mit dem Scharfrichterhaus.jpg|thumb|Gneispanorama mit dem Scharfrichterhaus.]] | ||
Das '''Scharfrichterhaus''' in der [[Stadt Salzburg]] liegt am einstigen Totenweg (heute [[Neukommgasse]] 22). Der Totenweg besaß seinen Namen wegen der dort Hingerichteten und wegen des einstigen Arme-Sünder-Friedhofs. | Das '''Scharfrichterhaus''' in der [[Stadt Salzburg]] liegt am einstigen Totenweg (heute [[Neukommgasse]] 22). Der Totenweg besaß seinen Namen wegen der dort Hingerichteten und wegen des einstigen Arme-Sünder-Friedhofs. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das letzte sichtbare Zeugnis der Richtstätte Salzburgs der Jahre von | Das letzte sichtbare Zeugnis der [[Richtstätten in der Stadt Salzburg|Richtstätte Salzburgs]] der Jahre von [[1599]] bis [[1817]], die über Stadt und Land Salzburg hinaus Bedeutung hatte, ist das alte Scharfrichterhaus. Heute gehört es zum Besitz des Martinbauern. Das Haus zählt zu den unbedingt erhaltenswerten Baudenkmälern der Stadt. | ||
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit übersiedelte nicht nur die Richtstätte im Jahr 1599 nach [[Gneis]], sondern auch das Scharfrichterhaus. In den Jahren 1690 und 1692 war dieses Haus schon betagt und stark sanierungsbedürftig. Der Hieronymus-Kataster nennt das Gebäude im Jahr 1779 | Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit übersiedelte nicht nur die Richtstätte im Jahr 1599 nach [[Gneis]], sondern auch das Scharfrichterhaus. In den Jahren [[1690]] und [[1692]] war dieses Haus schon betagt und stark sanierungsbedürftig. Der [[Hieronymus-Kataster]] nennt das Gebäude im Jahr [[1779]] „''ein Hauß auf dem hochfürstl. Freymanngut''“. Es besitzt damals einen Wert von 200 [[Gulden]]. | ||
Im [[19. Jahrhundert]] wurde das Scharfrichterhaus zu einem Bauerngut, das bis um das Jahr [[2000]] bewohnt war. Es wird nicht genutzt und droht allmählich zu verfallen. Maßnahmen zum Erhalt des Bauwerkes sind vordringlich. | |||
Im [[19. Jahrhundert]] wurde das Scharfrichterhaus zu einem Bauerngut, das bis um das Jahr 2000 bewohnt war. Es wird | |||
==Gebäude der nächsten Umgebung== | ==Gebäude der nächsten Umgebung== | ||
In fürsterzbischöflicher Zeit blieb der Landschaftsraum im Umfeld des Hochgerichtes und des Scharfrichterhauses unbebaut. Erst jenseits der [[Almkanal|Alm]] gab es damals mit dem Pechbrennerhäusel und dem Almbrenner kleine Güter, die durch Hecken, durch die Kopfweiden des [[Almkanal]]s, durch das Freimannwäldchen und durch Obstgärten den direkten Blick auf das Hofgericht aber ebenfalls mieden. Die kleinen Güter an der [[Thumegger Straße]] waren gleichfalls durch Wald abgeschirmt und lagen zudem an der Nordseite der Straße. Das nach Süden blickende Kleinpechbrockergut an der [[Berchtesgadner Straße]] war bereits etwa 400 m entfernt und lag zudem bereits östlich der Berchtesgadner Straße mit ihrem einstigen Heckenstreifen am Straßenrand. | In fürsterzbischöflicher Zeit blieb der Landschaftsraum im Umfeld des Hochgerichtes und des Scharfrichterhauses unbebaut. Erst jenseits der [[Almkanal|Alm]] gab es damals mit dem Pechbrennerhäusel und dem Almbrenner kleine Güter, die durch Hecken, durch die [[Europaschutzgebiet Kopfweiden am Almkanal|Kopfweiden]] des [[Almkanal]]s, durch das Freimannwäldchen und durch Obstgärten den direkten Blick auf das Hofgericht aber ebenfalls mieden. Die kleinen Güter an der [[Thumegger Straße]] waren gleichfalls durch Wald abgeschirmt und lagen zudem an der Nordseite der Straße. Das nach Süden blickende Kleinpechbrockergut an der [[Berchtesgadner Straße]] war bereits etwa 400 m entfernt und lag zudem bereits östlich der [[Berchtesgadner Straße]] mit ihrem einstigen Heckenstreifen am Straßenrand. | ||
== Bildergalerie == | == Bildergalerie == | ||
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Datei:Tür des Scharfrichterhauses.jpeg.jpg|Haustür des Scharfrichterhauses | |||
Datei:Alter Balkon IMG 6098-r.jpg|Balkon im Scharfrichterhaus-Giebelraum, einst als "Giebelschrot" bekannt | |||
Datei:Scharfrichterhaus4.jpeg|Scharfrichterhaus, Ostansicht | Datei:Scharfrichterhaus4.jpeg|Scharfrichterhaus, Ostansicht | ||
Datei:Scharfrichterhaus2.jpeg|Vorderansicht des Scharfrichterhauses mit dem breiten Krüppelwalmdach | Datei:Scharfrichterhaus2.jpeg|Vorderansicht des Scharfrichterhauses mit dem breiten Krüppelwalmdach | ||
Datei:Martinbauer Gneis.JPG|Martinbauer in Gneis, zu dessen Besitz das Scharfrichterhaus gehört | Datei:Martinbauer Gneis.JPG|Martinbauer in Gneis, zu dessen Besitz das Scharfrichterhaus gehört | ||
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== | == Weblink == | ||
* | * Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.7811&mlon=13.0445#map=15/47.7811/13.0445 www.openstreetmap.org] | ||
==Quelle== | |||
* Hofkammerurkunden Glanegg im [[Landesarchiv|Landesarchiv Salzburg]] | |||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | |||
[[Kategorie:Gneis]] | |||
[[Kategorie:Architektur]] | [[Kategorie:Architektur]] | ||
[[Kategorie:Gebäude]] | |||
[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]] | |||
[[Kategorie:historisches Gebäude]] | [[Kategorie:historisches Gebäude]] | ||