Schloss Hellbrunn: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Schloss Hellbrunn''' wurde im Auftrag des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Fürsterzbischofs]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] vom italienischen Architekten [[Santino Solari]] in den Jahren [[1613]] - [[1615]] erbaut.  
 
'''Schloss Hellbrunn''' wurde im Auftrag des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Fürsterzbischofs]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] vom italienischen Architekten [[Santino Solari]] in den Jahren [[1613]] - [[1615]] erbaut.  
  
Das Schloss ist heute für Besucher zugänglich und kann mittels Audio-Guide ohne Führung besichtigt werden. Zum Schloss gehört eine 60 Hektar große Anlage, die verschiedene Parks umfasst. Darunter sind der historischen, künstlich angelegten Lustgarten Markus Sittikus, ein Naturpark sowie ein Spielplatz für Kinder, einen Fitnessparcour und genügend Raum für zahlreiche Sportmöglichkeiten: Laufrouten, Nordic Walking, Yoga, Frisbee, Federball und im Winter eine Langlaufloipe mit kostenloser Benützung.  
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Das Schloss ist heute für Besucher zugänglich und kann mittels Audio-Guide ohne Führung besichtigt werden. Zum Schloss gehört der 60 Hektar große historisch Schlosspark. Darunter sind der historischen, künstlich angelegten Lustgarten Markus Sittikus, ein Naturpark sowie ein Spielplatz für Kinder, In diesem historischebn Schlsspark besteht auch ein Fitnessparcour und Raum für zahlreiche Sportmöglichkeiten: Laufrouten, Nordic Walking, Yoga, Frisbee, Federball und im Winter eine Langlaufloipe mit kostenloser Benützung. Zum denkmalgeschützten Schlosspark gehören ebenso das [[Steintheater]], das [[Monatsschlössel]] Hellbrunn und der heute als gemeinnützige GmbH geführte [[Zoo Salzburg]].
 
 
Zum Schlossareal gehören ebenso das [[Steintheater]], das [[Monatsschlössel]] Hellbrunn und der heute als gemeinnützige GmbH geführte [[Zoo Salzburg]].
 
  
 
Darüber hinaus gilt Schloss Hellbrun als idealer Ort für Feste der besonderen Art, wie etwa Hochzeitsbankette, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und lädt in der Vorweihnachtszeit zum Besuch des stimmungsvollen [[Hellbruner Adventmarkt]]s ein.
 
Darüber hinaus gilt Schloss Hellbrun als idealer Ort für Feste der besonderen Art, wie etwa Hochzeitsbankette, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und lädt in der Vorweihnachtszeit zum Besuch des stimmungsvollen [[Hellbruner Adventmarkt]]s ein.
 
  
 
== Wasserspiele ==
 
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Die Hellbrunner Wasserspiele sind von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.
 
Die Hellbrunner Wasserspiele sind von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.
  
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* der manieristischen Garten (Wasserparterre),
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* Flächen, die heute vom [[Zoo Salzburg]] genützt sind
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'''Der Manieristische Garten'''
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Der großzügige ornamentale Gartenanlage des "Wasserparterre" ist frei zugänglich. Dieser Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Landschaftsachse, die über die Salzach zum Schloss Goldenstein hin ausgerichtet ist. Er besteht aus einem geometrisch gestalteten Hauptweiher mit einer zentralen Insel, der zentraler Mittelpunkt des Parkes ist und auf der sich ursprünglich ein Erdbeerberg erhob. Zu beiden Seiten dieses Weihers sind symmetrisch zwei weitere Wasserbecken (Weiher)gestaltet. Verschiedene Statuen, Buchsornamente und architektonisch beschnittene Baumalleen bereichern den geometrischen Lustgarten. 
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'''Der Hellbrunner Berg'''
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Hier finden sich das Monatsschlösschen und das Steintheater.
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Das [[Monatsschlössl]] (ursprünglich Waldems-Schlösschen genannt) wurde 1615 erbaut und blickt vom Hellbrunnerberg auf das Zentrum des Ziergartens. In diesem Schlösschen befindet sich heute das [[Volkskundemuseum Salzburg|Salzburger Volkskundemusum]]. Einzigartig ist das zur Gänze in den Konglomeratfels gehauene wildromantische "Steintheater" am Hellbrunnerberg. Hier fand 1617 vermutlich die erste [[Oper]]naufführung Mitteleuropas statt, nämlich "Orfeo" von [[Claudio Monteverdi]].
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'''Der ehemalige Jagdgarten auf den Auwiesen'''
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Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparkes größere Wiesenflächen aus, die in stadtnahen Teilen heute als Liegewiese und als Kinderspielplatz genützt sind.   
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'''Der sakrale Park'''
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Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen [[Franziskus]] bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen [[Carlo Borromeo]] einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalben blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den [[Anifer Alterbach]] als selbständiger Teil des historischen Schlossparkes.
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Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die [[Hellbrunner Allee]], die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus 1614/1615 im Geiste der Spätrenaissance in der Achse zum [[Schloss Freisaal|Wasserschloss Freissal]] hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.
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Die alte Lindenallee (genannt "Fürstenweg") zur [[Salzach]], markiert - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend  - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers.
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Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum [[Schloss Goldenstein]] jenseits der Salzach. 
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== Literatur und Quellen: ==
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Wilfried Schaber: ''Hellbrunn - Schloss, Park und Wasserspiele'' (ISBN 3-200-00075-9), Salzburg, 2004
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Reinhard Medicus: ''Der Kreuzwegberg in Hellbrunn und der Anifer Alterbach'', in: Bastei - Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft. 54 Jg. Salzburg 2005. 2. Folge, S. 31-35.
  
== Quelle ==
 
 
Homepage Schloss Hellbrunn
 
Homepage Schloss Hellbrunn
 
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Version vom 28. März 2007, 17:13 Uhr

Schloss Hellbrunn wurde im Auftrag des Salzburger Fürsterzbischofs Markus Sittikus von Hohenems vom italienischen Architekten Santino Solari in den Jahren 1613 - 1615 erbaut.

Das Schloss ist heute für Besucher zugänglich und kann mittels Audio-Guide ohne Führung besichtigt werden. Zum Schloss gehört der 60 Hektar große historisch Schlosspark. Darunter sind der historischen, künstlich angelegten Lustgarten Markus Sittikus, ein Naturpark sowie ein Spielplatz für Kinder, In diesem historischebn Schlsspark besteht auch ein Fitnessparcour und Raum für zahlreiche Sportmöglichkeiten: Laufrouten, Nordic Walking, Yoga, Frisbee, Federball und im Winter eine Langlaufloipe mit kostenloser Benützung. Zum denkmalgeschützten Schlosspark gehören ebenso das Steintheater, das Monatsschlössel Hellbrunn und der heute als gemeinnützige GmbH geführte Zoo Salzburg.

Darüber hinaus gilt Schloss Hellbrun als idealer Ort für Feste der besonderen Art, wie etwa Hochzeitsbankette, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und lädt in der Vorweihnachtszeit zum Besuch des stimmungsvollen Hellbruner Adventmarkts ein.

Wasserspiele

Fürsterzbischof Sittikus baute mit den Wasserspielen eine Anlage, mit der er seine Gäste hervorragend unterhielt. Bei den Wasserautomaten handelt es sich um fünf von Wasserkraft angetriebenen Figuren, ein Ensemble aus Handwerkern - Müller, Töpfer und Schleifer - sowie die Götter Perseus, und Apollo.

Die Grotten Neptun, Orpheus und Venus sind an die griechische Mythologie angelehnt: die größte Grotte ist Neptun gewidmet, die Vogelsang-Grotte überrascht mit Vogelgezwitscher und die Ruinen- und Spiegelgrotte täuscht die Sinne der Besucher.

Das mechanische Theater stammt von Lorenz Rosenegger und ersetzte 1750 die baufällige Schmied-Grotte. In der wasserbetriebenem Konstruktion stellen 200 Figuren das Leben in einer barocken Kleinstadt dar. Dabei gibt Orgelmusik den Takt an.

Bei den Brunnen treffen die Besucher auf Eurydike, Neptun, den Jäger Akteon und die Jagdgöttin Diana. Der größte Brunnen steht vor der Rückseite des Schlosses und hat eine natürliche Wasserquelle.

Die Hellbrunner Wasserspiele sind von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.

Der Schlosspark

Im großen historischen Schlosspark befinden sich

  • der manieristischen Garten (Wasserparterre),
  • der Hellbrunnerberg
  • Die großen Wiesenflächen östlich desselben, die bis 1800 Zeit Teil des fürsterzbischöflichen Jagdgatters waren.
  • Liegewiese und Kinderspielplatz
  • Flächen, die heute vom Zoo Salzburg genützt sind

Der Manieristische Garten

Der großzügige ornamentale Gartenanlage des "Wasserparterre" ist frei zugänglich. Dieser Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Landschaftsachse, die über die Salzach zum Schloss Goldenstein hin ausgerichtet ist. Er besteht aus einem geometrisch gestalteten Hauptweiher mit einer zentralen Insel, der zentraler Mittelpunkt des Parkes ist und auf der sich ursprünglich ein Erdbeerberg erhob. Zu beiden Seiten dieses Weihers sind symmetrisch zwei weitere Wasserbecken (Weiher)gestaltet. Verschiedene Statuen, Buchsornamente und architektonisch beschnittene Baumalleen bereichern den geometrischen Lustgarten.

Der Hellbrunner Berg

Hier finden sich das Monatsschlösschen und das Steintheater. Das Monatsschlössl (ursprünglich Waldems-Schlösschen genannt) wurde 1615 erbaut und blickt vom Hellbrunnerberg auf das Zentrum des Ziergartens. In diesem Schlösschen befindet sich heute das Salzburger Volkskundemusum. Einzigartig ist das zur Gänze in den Konglomeratfels gehauene wildromantische "Steintheater" am Hellbrunnerberg. Hier fand 1617 vermutlich die erste Opernaufführung Mitteleuropas statt, nämlich "Orfeo" von Claudio Monteverdi.

Der ehemalige Jagdgarten auf den Auwiesen Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparkes größere Wiesenflächen aus, die in stadtnahen Teilen heute als Liegewiese und als Kinderspielplatz genützt sind.

Der sakrale Park

Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen Franziskus bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalben blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den Anifer Alterbach als selbständiger Teil des historischen Schlossparkes.


Der den eigentlichen Schlosspark umgebende Landschaftsgarten

Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die Hellbrunner Allee, die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus 1614/1615 im Geiste der Spätrenaissance in der Achse zum Wasserschloss Freissal hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.

Die alte Lindenallee (genannt "Fürstenweg") zur Salzach, markiert - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers.

Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach.

Literatur und Quellen:

Wilfried Schaber: Hellbrunn - Schloss, Park und Wasserspiele (ISBN 3-200-00075-9), Salzburg, 2004

Reinhard Medicus: Der Kreuzwegberg in Hellbrunn und der Anifer Alterbach, in: Bastei - Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft. 54 Jg. Salzburg 2005. 2. Folge, S. 31-35.

Homepage Schloss Hellbrunn

Weblinks