Änderungen

Zwischensicherung
Zeile 2: Zeile 2:     
=== B ===
 
=== B ===
* Belastbarkeit, ökologische (ökologische Pufferkapazität):
+
* '''Belastbarkeit, ökologische (ökologische Pufferkapazität)''' 
 
Ausmaß der Fähigkeit eines Systems (Organismus, Population, Ökosystem u. a.), auf Beanspruchungen (z. B. spezifische Raumnutzungen) ohne nachhaltige Schädigungen zu reagieren
 
Ausmaß der Fähigkeit eines Systems (Organismus, Population, Ökosystem u. a.), auf Beanspruchungen (z. B. spezifische Raumnutzungen) ohne nachhaltige Schädigungen zu reagieren
* Belastung, ökologische:
+
* '''Belastung, ökologische''' 
 
Gesamtheit der negativen Einwirkungen auf ein Ökosystem, die dessen Anpassungsvermögen (Fähigkeit zur Adaption) überschreiten.
 
Gesamtheit der negativen Einwirkungen auf ein Ökosystem, die dessen Anpassungsvermögen (Fähigkeit zur Adaption) überschreiten.
* Bepflanzungsplan:
+
* '''Bepflanzungsplan'''
 
Ein Bepflanzungsplan ist ein planlicher und textlicher Maßnahmenkatalog über die Einbringung von Pflanzenmaterial (Pflanzenart, Pflanzzeit, Art des Pflanzmateri-
 
Ein Bepflanzungsplan ist ein planlicher und textlicher Maßnahmenkatalog über die Einbringung von Pflanzenmaterial (Pflanzenart, Pflanzzeit, Art des Pflanzmateri-
 
als sowie räumliche Aufteilung der Pflanzen).
 
als sowie räumliche Aufteilung der Pflanzen).
* Bewertung:
+
* '''Bewertung'''
 
Beurteilung des Zielerfüllungsgrades eines Sachverhaltes (wertende Beschreibung auf Basis eines vorliegenden Zielgerüstes) (Evaluierung)
 
Beurteilung des Zielerfüllungsgrades eines Sachverhaltes (wertende Beschreibung auf Basis eines vorliegenden Zielgerüstes) (Evaluierung)
* Biotop:
+
* '''Biotop''' 
 
Lebensraum einer charakteristisch zusammengesetzten Lebensgemeinschaft (Biozönose) mit einer gegenüber seiner Umgebung abgrenzbaren Beschaffenheit.
 
Lebensraum einer charakteristisch zusammengesetzten Lebensgemeinschaft (Biozönose) mit einer gegenüber seiner Umgebung abgrenzbaren Beschaffenheit.
* Biotopkartierung:
+
* '''Biotopkartierung''' 
 
Methoden zur Beschreibung naturräumlicher Gegebenheiten auf Basis einer systematischen Betrachtung der Lebensräume, ihrer relevanten Strukturen sowie der standörtlichen Flora und Fauna.
 
Methoden zur Beschreibung naturräumlicher Gegebenheiten auf Basis einer systematischen Betrachtung der Lebensräume, ihrer relevanten Strukturen sowie der standörtlichen Flora und Fauna.
* Biotopverbundsystem, Biotopvernetzung:
+
* '''Biotopverbundsystem, Biotopvernetzung'''
 
Räumlich vernetztes Systems von Landschaftselementen und -strukturen mit Bedeutung für die Erhaltung und Förderung spezifischer Lebensraumfunktionen für Flora und Fauna.
 
Räumlich vernetztes Systems von Landschaftselementen und -strukturen mit Bedeutung für die Erhaltung und Förderung spezifischer Lebensraumfunktionen für Flora und Fauna.
* Biozönose (= Lebensgemeinschaft):
+
* '''Biozönose (= Lebensgemeinschaft)'''
 
Die Gemeinschaft der in einem Biotop regelmäßig vorkommenden Lebewesen verschiedener Arten, die untereinander und mit ihrer abiotischen Umwelt in Wechselbeziehungen stehen.
 
Die Gemeinschaft der in einem Biotop regelmäßig vorkommenden Lebewesen verschiedener Arten, die untereinander und mit ihrer abiotischen Umwelt in Wechselbeziehungen stehen.
    
=== D ===
 
=== D ===
* Daseinsgrundfunktionen:
+
* '''Daseinsgrundfunktionen'''
 
Die Raumordnung wie auch die Sozialgeographie kennen folgende Daseinsgrundfunktionen des Menschen: sich versorgen, sich (weiter)bilden, sich erholen, sich kulturell betätigen, in Gemeinschaft leben sowie sich durch Wohnen eine Privatsphäre zu erhalten. In der Sozialgeographie verwendete Bezeichnung für eine geographisch
 
Die Raumordnung wie auch die Sozialgeographie kennen folgende Daseinsgrundfunktionen des Menschen: sich versorgen, sich (weiter)bilden, sich erholen, sich kulturell betätigen, in Gemeinschaft leben sowie sich durch Wohnen eine Privatsphäre zu erhalten. In der Sozialgeographie verwendete Bezeichnung für eine geographisch
relevante Grundfunktion menschlicher Daseinsäußerung. Häufiger wird statt dessen von - Grunddaseinsfunktion gesprochen. (vgl. Wörterbuch der allgemeinen Geographie, 1993, o.S. Bd.1, 7.Auflage)
+
relevante Grundfunktion menschlicher Daseinsäußerung. Häufiger wird statt dessen von - Grunddaseinsfunktion gesprochen. (vgl. Wörterbuch der allgemeinen Geographie, 1993, o.S. Bd. 1, 7.Auflage)
* Dauersiedlungsraum:
+
* '''Dauersiedlungsraum'''
 
Der Dauersiedlungsraum ist jener Raum der zum ständigen (ganzjährigen) Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen gehört.
 
Der Dauersiedlungsraum ist jener Raum der zum ständigen (ganzjährigen) Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen gehört.
* Demographie:
+
* '''Demographie'''
 
Bevölkerungswissenschaft. Die Demographie untersucht die wirtschaftlichen und sozialen Bevölkerungsbewegungen. Demographische Trends zeigen z.B. die wirtschaft-
 
Bevölkerungswissenschaft. Die Demographie untersucht die wirtschaftlichen und sozialen Bevölkerungsbewegungen. Demographische Trends zeigen z.B. die wirtschaft-
 
liche und soziale Entwicklung der Bevölkerung an (z. B. Verringerung der Haushaltsgröße, ...).
 
liche und soziale Entwicklung der Bevölkerung an (z. B. Verringerung der Haushaltsgröße, ...).
* Dezentrale Konzentration:
+
* '''Dezentrale Konzentration'''
 
Unter dem Begriff der Dezentralen Konzentration versteht man die Verlagerung zentralörtlicher Funktionen vom dominanten Oberzentrum auf untergeordnete Zentrale Orte. Dadurch kann eine Reduktion des Mobilitätszwanges erreicht werden (z. B. Einrichtung von dezentralen Dienststellen der Landesverwaltung in Regionalen Zentren)
 
Unter dem Begriff der Dezentralen Konzentration versteht man die Verlagerung zentralörtlicher Funktionen vom dominanten Oberzentrum auf untergeordnete Zentrale Orte. Dadurch kann eine Reduktion des Mobilitätszwanges erreicht werden (z. B. Einrichtung von dezentralen Dienststellen der Landesverwaltung in Regionalen Zentren)
 
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm Gesamtüberarbeitung 2003  
 
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm Gesamtüberarbeitung 2003  
* Disperse Siedlungsstruktur:
+
* '''Disperse Siedlungsstruktur'''
 
Darunter ist eine Siedlungsstruktur zu verstehen, die aufgrund des Fehlens einer koordinierten Planung durch eine Vielzahl von Siedlungsansätzen, hohen
 
Darunter ist eine Siedlungsstruktur zu verstehen, die aufgrund des Fehlens einer koordinierten Planung durch eine Vielzahl von Siedlungsansätzen, hohen
 
Flächenverbrauch, unscharfe Siedlungsränder, unkoordinierte Erschließung und mangelnde Einbindung in das Landschaftsbild gekennzeichnet ist.  
 
Flächenverbrauch, unscharfe Siedlungsränder, unkoordinierte Erschließung und mangelnde Einbindung in das Landschaftsbild gekennzeichnet ist.  
* Dispersion:
+
* '''Dispersion'''
 
Gestreute Lage von Siedlungen und Wirtschaftsunternehmen (vgl. Wörterbuch der allgemeinen Geographie, 1993, o.S. Bd. 1, 7. Auflage).
 
Gestreute Lage von Siedlungen und Wirtschaftsunternehmen (vgl. Wörterbuch der allgemeinen Geographie, 1993, o.S. Bd. 1, 7. Auflage).
    
=== E ===
 
=== E ===
* Entwicklungsachse:
+
* '''Entwicklungsachse'''
 
Als Entwicklungsachsen werden mehr oder weniger breite, bandartige Gebietsstreifen längs von bereits vorhandenen oder noch zu schaffenden Verkehrs- und
 
Als Entwicklungsachsen werden mehr oder weniger breite, bandartige Gebietsstreifen längs von bereits vorhandenen oder noch zu schaffenden Verkehrs- und
Versorgungsadern (Straße, Schiene, Energieleitung, Wasserstraßen usw. ) bezeichnet. In Entwicklungsachsen sollen infrastrukturelle Einrichtungen nach Möglichkeit gebündelt werden, gewerbliche und industrielle Betriebe angesiedelt sowie Wohnungen und Versorgungs-
+
Versorgungsadern (Straße, Schiene, Energieleitung, Wasserstraßen usw.) bezeichnet. In Entwicklungsachsen sollen infrastrukturelle Einrichtungen nach Möglichkeit gebündelt werden, gewerbliche und industrielle Betriebe angesiedelt sowie Wohnungen und Versorgungseinrichtungen angesiedelt werden (verändert nach MALZ 1974).
einrichtungen angesiedelt werden (verändert nach MALZ 1974).
+
* '''Erholung''' 
Erholung:
+
Die zur Erhaltung der Gesundheit erforderliche nervliche Entspannung (Ausruhen, Lektüre, Spiele, Wandern, Bergsteigen u. ä.); b) die zur längeranhaltenden Wiederherstellung der bedrohten Gesundheit notwendige Lebensweise in gesunder Umwelt.
Die zur Erhaltung der Gesundheit erforderliche nervliche Entspannung (Ausru-
+
* '''Erholungsgebiet''' 
hen, Lektüre, Spiele, Wandern, Bergsteigen u.ä.); b) die zur längeranhaltenden Wiederher-
+
Flächen, die für öffentlich zugängliche Gärten und Parkanlagen sowie sonstige für die Gesundheit und Erholung notwendige Grünflächen bestimmt sind (gem. Sbg.
stellung der bedrohten Gesundheit notwendige Lebensweise in gesunder Umwelt.
  −
Erholungsgebiet:
  −
Flächen, die für öffentlich zugängliche Gärten und Parkanlagen sowie
  −
sonstige für die Gesundheit und Erholung notwendige Grünflächen bestimmt sind (gem. Sbg.
   
ROG § 19 Z. 3)
 
ROG § 19 Z. 3)
Erholungslandschaft:
+
* '''Erholungslandschaft'''
Dient vorwiegend der langzeitigen Erholung und muss deshalb eine
+
Dient vorwiegend der langzeitigen Erholung und muss deshalb eine entsprechende Ausdehnung und einen hohen Erholungswert aufweisen (vgl. [[LOOS]] 1993).
entsprechende Ausdehnung und einen hohen Erholungswert aufweisen (vgl. L
+
* '''Erholungslandschaft'''
OOS
+
Ein durch seine landschaftlichen Attraktionen und/oder vorhandenen freizeitbezogenen Infrastruktureinrichtungen für Zwecke der landschaftsgebundenen Erholungsnutzung geeigneter bzw. genutzter Raum (Erholungslandschaft, LOOS 1993).
1993).
+
* '''Erholungswert'''
Erholungslandschaft:
+
Der Erholungswert eines Gebietes ist das Ausmaß, in dem sich ein Gebiet zur Befriedigung des Erholungsbedürfnisses des Menschen eignet. Er ist gegeben: durch ein
Ein durch seine landschaftlichen Attraktionen und/oder vorhandenen
+
Mindestausmaß an verschiedenen Landschaftselementen (Baumbestand, Wiesen, Felder, Gewässer und topografische Gliederung); durch geringe Immissionen (Lärm, Staub, Abgase), durch leichte Zugänglichkeit (Erreichbarkeit) und ein ausgewogenes Maß an Erschließungen (Wanderwege und sonstige Einrichtungen) sowie durch die Nutzbarkeit für die Allgemeinheit.
freizeitbezogenen Infrastruktureinrichtungen für Zwecke der landschaftsgebundenen Erho-
+
* '''Evaluierung'''
lungsnutzung geeigneter bzw. genutzter Raum (<---> Erholungslandschaft, L
+
Einordnen eines Sachverhaltes auf einer Mess- oder Schätzskala (sachliche Beschreibung).
OOS
+
 
1993).
+
=== F ===
Erholungswert:
+
* '''Fauna''' 
Der Erholungswert eines Gebietes ist das Ausmaß, in dem sich ein Gebiet
  −
zur Befriedigung des Erholungsbedürfnisses des Menschen eignet. Er ist gegeben: durch ein
  −
Mindestausmaß an verschiedenen Landschaftselementen (Baumbestand, Wiesen, Felder,
  −
Gewässer und topografische Gliederung); durch geringe Immissionen (Lärm, Staub, Abga-
  −
se), durch leichte Zugänglichkeit (Erreichbarkeit) und ein ausgewogenes Maß an Erschlie-
  −
ßungen (Wanderwege und sonstige Einrichtungen) sowie durch die Nutzbarkeit für die All-
  −
gemeinheit.
  −
Evaluierung:
  −
Einordnen eines Sachverhaltes auf einer Mess- oder Schätzskala (sachliche
  −
Beschreibung).
  −
Fauna:
   
Die Gesamtheit aller Tierarten eines Gebietes.
 
Die Gesamtheit aller Tierarten eines Gebietes.
Flora:
+
* '''Flora'''
 
Die Gesamtheit aller Pflanzenarten eines Gebietes.
 
Die Gesamtheit aller Pflanzenarten eines Gebietes.
Flurplanung:
+
* '''Flurplanung'''
Instrument zur Entwicklung und Darstellung landschaftsökologischer Zielset-
+
Instrument zur Entwicklung und Darstellung landschaftsökologischer Zielsetzungen für die agrarisch geprägte Kulturlandschaft als Grundlage für die Durchführung eines
zungen für die agrarisch geprägte Kulturlandschaft als Grundlage für die Durchführung eines
   
Agrarverfahrens.
 
Agrarverfahrens.
Freiflächengestaltung:
+
* '''Freiflächengestaltung''' 
Maßnahmenumsetzung, orientiert an einer vorausgehenden Kon-
+
Maßnahmenumsetzung, orientiert an einer vorausgehenden Konzeptentwicklung zur Gestaltung meist siedlungsbezogener Freiflächen (Objektplanung) (siehe auch Freiraumplanung).
zeptentwicklung zur Gestaltung meist siedlungsbezogener Freiflächen (Objektplanung) (sie-
+
* '''Freiland, Freifläche, Freiraum'''
he auch Freiraumplanung).
+
Der landschaftsplanerische Freiraum- bzw. Freiflächenbegriff lässt sich im Unterschied zur Terminologie der Raumplanung keinesfalls ausschließlich auf jene Flächen beschränken, die unter die Widmungskategorie Grünland fallen. Aus Sicht der Landschaftsplanung sind Freiräume bzw. Freiflächen nicht überbaute Räume, wobei da-
Freiland
+
durch noch keine Aussage darüber getroffen wird, ob diese vegetationsbestimmt oder geprägt sind (siehe auch Begriffserläuterungen).
-
+
* '''Gesamtüberarbeitung 2003'''
Freifläche / Freiraum:
+
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm
Der landschaftsplanerische Freiraum- bzw. Freiflächenbe-
+
* '''Freiraumplanung''' 
griff lässt sich im Unterschied zur Terminologie der Raumplanung keinesfalls ausschließlich
+
Querschnittorientierte Konzeptentwicklung, die das Bindeglied zwischen Ordnungs- und Entwicklungsplanung einerseits und der Objektplanung andererseits darstellt
auf jene Flächen beschränken, die unter die Widmungskategorie Grünland fallen. Aus Sicht
  −
der Landschaftsplanung sind Freiräume bzw. Freiflächen nicht überbaute Räume, wobei da-
  −
durch noch keine Aussage darüber getroffen wird, ob diese vegetationsbestimmt oder -
  −
geprägt sind (siehe auch Begriffserläuterungen).
  −
Gesamtüberarbeitung 2003
  −
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm
  −
16
  −
7
  −
Freiraumplanung:
  −
Querschnittorientierte Konzeptentwicklung, die das Bindeglied zwischen
  −
Ordnungs- und Entwicklungsplanung einerseits und der Objektplanung andererseits darstellt
   
(siehe auch Freiflächengestaltung).
 
(siehe auch Freiflächengestaltung).
Gefahrenzonenplan:
+
 
Im Gefahrenzonenplan werden gemäß § 11 des Forstgesetzes 1975
+
=== G  ===
die wildbach- und lawinengefährdeten Bereiche dargestellt, für die eine besondere Art der
+
* '''Gefahrenzonenplan'''
 +
Im Gefahrenzonenplan werden gemäß § 11 des [[Forstgesetz]]es 1975 die [[wildbach]]- und [[lawine]]ngefährdeten Bereiche dargestellt, für die eine besondere Art der
 
Bewirtschaftung oder deren Freihaltung für spätere Schutzmaßnahmen erforderlich ist.
 
Bewirtschaftung oder deren Freihaltung für spätere Schutzmaßnahmen erforderlich ist.
Gender-Mainstreaming:
+
* '''''Gender-Mainstreaming'''''
Gender Mainstreaming ist eine neue Art des strategischen Den-
+
''Gender Mainstreaming'' ist eine neue Art des strategischen Denkens, mit der die Gleichstellung von Frauen und Männern in Wirtschaft und Gesellschaft erreicht werden kann. Konkret geht es darum, dass in allen Politik-, Geschäfts-, Lebensbereichen und Projekten die Bedürfnisse beider Geschlechter nachhaltig berücksichtigt werden.
kens, mit der die Gleichstellung von Frauen und Männern in Wirtschaft und Gesellschaft er-
+
Wer Gender Mainstreaming als Grundart des Denkens annimmt, stellt sich bei allen Prozessen und Abläufen des Lebens die Frage, ob Frauen und Männer gleichermaßen in den Maßnahmen berücksichtigt sind, die gleichen Chancen und den gleichen Nutzen haben. Das Ziel von Gender Mainstreaming ist im gemeinsamen Miteinander die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern zu erreichen (nach Büro für Frauenfragen und Gleichbehandlung 2002, S.4).
reicht werden kann. Konkret geht es darum, dass in allen Politik-, Geschäfts-, Lebensberei-
+
* '''Geoökologie'''
chen und Projekten die Bedürfnisse beider Geschlechter nachhaltig berücksichtigt werden.
+
Geoökologie ist eine an Umweltproblemen orientierte, interdisziplinäre Naturwissenschaft. Sie zielt auf das Verständnis der Funktions- und Wirkungsweise der Umwelt,
Wer Gender Mainstreaming als Grundart des Denkens annimmt, stellt sich bei allen Prozes-
+
insbesondere um Probleme im Zusammenhang mit der menschlichen Nutzung zu erkennen und zu lösen (vgl. Verband für Geoökologie in Deutschland<ref>[http://www.geooekologie.de www.geooekologie.de]</ref>).
sen und Abläufen des Lebens die Frage, ob Frauen und Männer gleichermaßen in den Maß-
+
* '''Grünbestände'''
nahmen berücksichtigt sind, die gleichen Chancen und den gleichen Nutzen haben. Das Ziel
+
Sämtliche vegetationsbestimmte Flächen und Strukturen im Außenraum (z. B. Waldflächen, Wiesenbereiche, Alleen, Baumzeilen usw.).
von Gender Mainstreaming ist im gemeinsamen Miteinander die Chancengleichheit zwi-
+
* '''Grünflächensystem, Grünraumsystem, Grünzone'''
schen den Geschlechtern zu erreichen (nach Büro für Frauenfragen und Gleichbehandlung
+
Großräumiges System vegetationsbestimmter Freiräume mit deutlichem räumlich-funktionalem Zusammenhang (inkl. [[Wald]] laut Forstgesetz 1975).
2002, S.4).
+
* '''Grünkeile'''
Geoökologie:
+
Radiale, sich zentrumsnah verjüngende Teile eines Grünraumsystems im Bereich größerer Siedlungsräume.
Geoökologie ist eine an Umweltproblemen orientierte, interdisziplinäre Natur-
+
* '''Grünkorridor'''
wissenschaft. Sie zielt auf das Verständnis der Funktions- und Wirkungsweise der Umwelt,
+
Grünraumsysteme mit einer Mindestbreite ab zirka 500 m zwischen verbauten Gebieten, um für größere Säugetierarten Verbindungen zwischen Lebensräumen zu erhalten.
insbesondere um Probleme im Zusammenhang mit der menschlichen Nutzung zu erkennen
+
* '''Grünordnung'''
und zu lösen
+
Umfasst alle Maßnahmen der Erhaltung, Neuanlage und Pflege von Grünflächen in einem verbauten oder zur Verbauung vorgesehenem Gebiet.
(vgl. Verband für Geoökologie in Deutschland, http://www.geooekologie.de).
+
* '''Grünordnungsplan'''
Grünbestände:
+
Fachbeitrag der Landschaftsplanung zur örtlichen Raumordnung auf Ebene des Bebauungsplanes. Der Ebene des Landschaftsplanes nachgeordnet, stellt der Grünordnungsplan ein Bindeglied zwischen Planung und Umsetzung dar. Auf Ebene des Bebauungsplanes setzt er umsetzungsorientiert die Zielaussagen des Landschaftsplanes in einem konkreten Baugebiet um. Er liefert verbindliche Kernaussagen für die anschließende Freiraumplanung und sichert so den Übergang von der Ordnungsplanung zur Objektplanung.
Sämtliche vegetationsbestimmte Flächen und Strukturen im Außenraum
+
* '''Grünstreifen'''
(z.B. Waldflächen, Wiesenbereiche, Alleen, Baumzeilen etc.).
+
Lineare Vegetationsstruktur an Verkehrstrasse mit beschränkter Raumwirksamkeit und Nutzbarkeit als Freiraum.
Grünflächensystem / Grünraumsystem / Grünzone:
+
 
Großräumiges System vegetations-
+
=== H ===
bestimmter Freiräume mit deutlichem räumlich-funktionalem Zusammenhang (inkl. Wald laut
+
* '''Hauptverkehrsachse'''
Forstgesetz 1975).
+
Hauptverkehrsachsen dienen zur günstigen Verkehrserschließung zwischen den Zentralen Orten. Es sind die Hauptverbindungsrouten innerhalb des Landes und zu Zentralen Orten der benachbarten Länder und Staaten, bzw. die Routen des nationalen und internationalen Verkehrssystems. Sie stellen keine Planungsaussagen zur Rechtfertigung von Ausbauvorhaben dieser Verkehrswege dar.
Grünkeile:
+
 
Radiale, sich zentrumsnah verjüngende Teile eines Grünraumsystems im Be-
+
=== K ===
reich größerer Siedlungsräume.
+
* '''Kulturlandschaft'''
Grünkorridor:
+
Kulturlandschaft entsteht durch die dauerhafte Beeinflussung der ursprünglichen Naturlandschaft durch menschliche Individuen, Gruppen und Gesellschaften im
Grünraumsysteme mit einer Mindestbreite ab circa 500 m zwischen verbau-
+
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm Gesamtüberarbeitung 2003 Rahmen der Ausübung ihrer Grunddaseinsfunktionen. Die Kulturlandschaft erhält ihre Aus-
ten Gebieten, um für größere Säugetierarten Verbindungen zwischen Lebensräumen zu er-
+
prägung insbesondere durch die Wohnfunktion, durch die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit und die Ausbildung des Verkehrsnetzes. Je nach Intensität der menschlichen Nutzung kann zwischen naturnahen und naturfernen Kulturlandschaften unterschieden werden.
halten.
+
 
Grünordnung:
+
=== L ===
Umfasst alle Maßnahmen der Erhaltung, Neuanlage und Pflege von Grünflä-
+
* '''Landesplanung''' 
chen in einem verbauten oder zur Verbauung vorgesehenem Gebiet.
+
Landesplanung bedeutet die raumbezogene, fächerübergreifende, überörtliche Koordinierungskompetenz eines bestimmten Verwaltungsbereichs auf Landesebene
Grünordnungsplan:
+
zur Ordnung und Entwicklung des gesamten Staatsgebietes oder seiner Teilräume. (vgl. Handwörterbuch der Raumordnung, 1995, S. 579)
Fachbeitrag der Landschaftsplanung zur örtlichen Raumordnung auf
+
* '''Ländlicher Raum'''
Ebene des Bebauungsplanes. Der Ebene des Landschaftsplanes nachgeordnet, stellt der
+
Ländliche Räume sind schwach industrialisiert und gering urbanisiert. Charakteristisch ist die Vorherrschaft von Land- und Forstwirtschaft und Tourismusfunktio-
Grünordnungsplan ein Bindeglied zwischen Planung und Umsetzung dar. Auf Ebene des
+
nen, z. T. auch mit Ergänzungsfunktionen für Verdichtungsräume hinsichtlich Erholung, Wasserversorgung, Roh- und Baustofflieferung und des ökologischen Ausgleichs.
Bebauungsplanes setzt er umsetzungsorientiert die Zielaussagen des Landschaftsplanes in
  −
einem konkreten Baugebiet um. Er liefert verbindliche Kernaussagen für die anschließende
  −
Freiraumplanung und sichert so den Übergang von der Ordnungsplanung zur Objektplanung.
  −
Grünstreifen:
  −
Lineare Vegetationsstruktur an Verkehrstrasse mit beschränkter Raumwirk-
  −
samkeit und Nutzbarkeit als Freiraum
  −
Hauptverkehrsachse:
  −
Hauptverkehrsachsen dienen zur günstigen Verkehrserschließung
  −
zwischen den Zentralen Orten. Es sind di
  −
e Hauptverbindungsrouten innerhalb des Landes
  −
und zu Zentralen Orten der benachbarten Länder und Staaten, bzw. die Routen des natio-
  −
nalen und internationalen Verkehrssystems. Si
  −
e stellen keine Planungsaussagen zur Recht-
  −
fertigung von Ausbauvorhaben dieser Verkehrswege dar.
  −
Kulturlandschaft:
  −
Kulturlandschaft entsteht durch die dauerhafte Beeinflussung der ur-
  −
sprünglichen Naturlandschaft durch menschliche Individuen, Gruppen und Gesellschaften im
  −
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm
  −
Gesamtüberarbeitung 2003
  −
168
  −
Rahmen der Ausübung ihrer Grunddaseinsfunktionen. Die Kulturlandschaft erhält ihre Aus-
  −
prägung insbesondere durch die Wohnfunktion, durch die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit
  −
und die Ausbildung des Verkehrsnetzes. Je nach Intensität der menschlichen Nutzung kann
  −
zwischen naturnahen und naturfernen Kulturlandschaften unterschieden werden.
  −
Landesplanung:
  −
Landesplanung bedeutet die raumbezogene, fächerübergreifende, über-
  −
örtliche Koordinierungskompetenz eines bestimmten Verwaltungsbereichs auf Landesebene
  −
zur Ordnung und Entwicklung des gesamten Staatsgebietes oder seiner Teilräume. (vgl.
  −
Handwörterbuch der Raumordnung, 1995, S. 579)
  −
Ländlicher Raum:
  −
Ländliche Räume sind schwach industrialisiert und gering urbanisiert.
  −
Charakteristisch ist die Vorherrschaft von Land- und Forstwirtschaft und Tourismusfunktio-
  −
nen, z. T. auch mit Ergänzungsfunktionen für Verdichtungsräume hinsichtlich Erholung,
  −
Wasserversorgung, Roh- und Baustofflieferung und des ökologischen Ausgleichs.
   
Landschaft
 
Landschaft
: Unter Landschaft versteht man in der Landschaftsökologie den räumlichen Re-
+
: Unter Landschaft versteht man in der Landschaftsökologie den räumlichen Repräsentanten des -> Landschaftsökosystems. Der Begriff „Landschaft“ wird allerdings  in
präsentanten des -> Landschaftsökosystems. Der Begriff „Landschaft“ wird allerdings  in
+
zahlreichen Bedeutungen verwendet:
zahlreichen Bedeutungen verwendet: 1. In Ge
+
:: 1. In Geogrfie und Raumplanung als erlebtes Landschaftsbild,
ographie und Raumplanung als erlebtes Land-
+
:: 2. In Geographie und in der Landschaftsplanung als äußerliches Erscheinungsbild eines Erdraumes, also seiner Physiognomie, die mehr oder weniger auf Grund von äußerlichen Merkmalen einheitlich erscheint,  
schaftsbild, 2. In Geographie und in der Landschaftsplanung als äußerliches Erscheinungs-
+
:: 3. In der Geographie als Erdraum in seiner gesamten „dinglichen Erfüllung“,  
bild eines Erdraumes, also seiner Physiognomie, die mehr oder weniger auf Grund von äu-
+
:: 4. In der Regionalforschung als Region, die als kultur- oder naturräumliche Einheit oder als Gesamtraum verstanden wird,  
ßerlichen Merkmalen einheitlich erscheint, 3. In der Geographie als Erdraum in seiner ge-
+
:: 5. In der Landschaftsplanung als ein abgrenzbarer, durch Raumeinheiten bestimmter Eigenart charakterisierter Ausschnitt der Erdoberfläche mit allen ihren Bestandteilen, Erscheinungsformen und gestaltenden Eingriffen durch den Menschen,  
samten „dinglichen Erfüllung“, 4. In der Regionalforschung als Region, die als kultur- oder
+
:: 6. In der Landschaftsökologie und Geoökologie als landschaftliches Ökosystem oder Geoökosystem (Hartmut Leser), das eine funktionale Einheit eines
naturräumliche Einheit oder als Gesamtraum verstanden wird, 5. In der Landschaftsplanung
+
Erdraumausschnittes repräsentiert,  
als ein abgrenzbarer, durch Raumeinheiten besti
+
:: 7. In den Biowissenschaften die Umschreibung für die Umwelt tierischer und pflanzlicher Organismen oder deren Lebensgemeinschaften (vgl. Wörterbuch der allgemeinen Geographie, 1993, o.S. Bd. 1, 7.Auflage)
mmter Eigenart charakterisierter Ausschnitt
+
* '''Landschaftsachse'''
der Erdoberfläche mit allen ihren Bestandteilen, Erscheinungsformen und gestaltenden Ein-
+
Großräumiges lineares Grünraumsystem mit wesentlichen Funktion für die landschaftsräumliche und siedlungsstrukturelle Gliederung.
griffen durch den Menschen, 6. In der Landschaftsökologie und Geoökologie als landschaftli-
+
* '''Landschaftsbild'''
ches Ökosystem oder Geoökosystem (Hartmut Leser), das eine funktionale Einheit eines
+
Mental verarbeitete Summe aller sinnlichen Empfindungen der realen Landschaftsgestalt (Bild einer Landschaft) von jedem möglichen Blickpunkt zu Land, zu Wasser und in der Luft (VwGH-Rechtssprechung).
Erdraumausschnittes repräsentiert, 7. In den Biowissenschaften die Umschreibung für die
+
* '''Landschaftsbildpflege'''
Umwelt tierischer und pflanzlicher Organismen oder deren Lebensgemeinschaften (vgl.
+
Anstrengungen und Maßnahmen zur Erhaltung, Entwicklung bzw. Sanierung eines spezifischen optisch-visuellen Erscheinungsbildes eines bestimmten Landschaftsteiles.
Wörterbuch der allgemeinen Geographie, 1993, o.S. Bd. 1, 7.Auflage)
+
* '''Landschaftsgefüge'''
Landschaftsachse:
+
Das Beziehungs- und Wirkungsgefüge der Lebewesen untereinander und zu ihrer Umwelt. (Synonym für Naturhaushalt, vgl. §4 Sbg. [[Salzburger Naturschutzgesetz 1999|NSchG]])
Großräumiges lineares Grünraumsystem mit wesentlichen Funktion für
+
* '''Landschaftsgestaltung'''
die landschaftsräumliche und siedlungsstrukturelle Gliederung.
+
Die eigentliche Umsetzung der Anliegen der Landschaftsplanung, die sich im Idealfall aus der Präzisierung der vorangestellten Konzept- und Maßnahmenentwicklung ableiten soll Landschaftsinventar
Landschaftsbild:
+
: Ist die Darstellung des Bestandes an für den Naturschutz und die Landschaftspflege relevanten Gegebenheiten in einem Gebiet.
Mental verarbeitete Summe aller sinnlichen Empfindungen der realen
+
* '''Landschaftsökologie'''
Landschaftsgestalt (Bild einer Landschaft) von jedem möglichen Blickpunkt zu Land, zu
+
Der Fachbereich Landschaftsökologie ist eine Grundlage landschaftsplanerischer Arbeit und beschäftigt sich sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch maßnahmenorientiert mit dem komplexen Wirkungsgefüge zwischen den Lebensgemeinschaften (Biozönosen) und ihren Umweltbedingungen. Er wird in verschiedenen bio- und geowissenschaftlichen Disziplinen betrieben. Mit der Förderung der Anwendung der Gesamtüberarbeitung 2003 Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm Landschaftsökologie in Wissenschaft und Technik beschäftigt sich die ''International Association for Landscape Ecology'' (IALE).
Wasser und in der Luft (VwGH-Rechtssprechung).
+
* '''Landschaftspflege'''
Landschaftsbildpflege:
+
Umfasst alle Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung und Gestaltung der Landschaft mit dem Ziel, einen möglichst naturnahen Zustand der Landschaft zu bewahren oder zu erreichen.
Anstrengungen und Maßnahmen zur Erhaltung, Entwicklung bzw.
+
* '''Landschaftspflegedetailplan'''
Sanierung eines spezifischen optisch-visue
+
Präzisiert die Aussagen eines Landschaftspflegeplanes (siehe Landschaftspflegeplan) für begrenzte Gebiete oder spezifische Pflegemaßnahmen (Eigendef.). In Ausführung der Landschaftspflegepläne können für begrenzte Gebiete oder bestimmte Pflegemaßnahmen Detailpläne erstellt werden (siehe dazu § 34 Abs. 2 - 5 Sbg. NSchG).
llen Erscheinungsbildes eines bestimmten Land-
+
* '''Landschaftspflegeplan'''
schaftsteiles.
+
Fasst jene Maßnahmen koordinierend zusammen, die im Interesse der Landschaftspflege notwendig sind, besonders jene zur Erhaltung oder zur Herstellung eines harmonischen Landschaftsbildes und zur Gewährleistung gesunder Umweltbedingungen im Bereich des menschlichen Arbeits-, Wohn- und Erholungsraumes (LOOS 1993). Bezweckt im Interesse des Naturschutzes: die Erhaltung oder Verbesserung des Landschaftsbildes, des Naturhaushaltes, der Umweltverhältnisse oder des Wertes der Landschaft für die Erholung der Bevölkerung (...) (siehe dazu § 34 Abs. 1 lit. a - e Sbg. NSchG)
Landschaftsgefüge:
+
* '''Landschaftsplan'''
Das Beziehungs- und Wirkungsgefüge der Lebewesen untereinander
+
Der Landschaftsplan ist ein Planungsinstrument auf Ebene der örtlichen Raumordnung (Gemeindeebene) und dient der detaillierten und umfassenden Entwicklung
und zu ihrer Umwelt. (Synonym für Naturhaushalt, vgl. §4 Sbg. NSchG)
+
flächenbezogener Handlungsalternativen in bezug auf Naturhaushalt, Landschaftsinventar und Landschaftsstruktur sowie die an den Landschaftsraum gestellten Nutzungsansprüche.
Landschaftsgestaltung:
+
* '''Landschaftsplanung'''
Die eigentliche Umsetzung der Anliegen der Landschaftsplanung,
+
Konzept- und Maßnahmenentwicklung zur Erhaltung, Sicherung, Wiederherstellung und Gestaltung der besiedelten und unbesiedelten Landschaft.
die sich im Idealfall aus der Präzisierung der vorangestellten Konzept- und Maßnahmenent-
+
* '''Landschaftsrahmenplan'''
wicklung ableiten soll
+
Fachbeitrag der Landschaftsplanung zur überörtlichen Raumordnung. Der Landschaftsrahmenplan dient der vorausschauenden Betrachtung von Landschaftsräumen auf überörtlicher Ebene (Kleinregion, Gemeindeverband). Er ist als Rahmenlanung den örtlichen Landschaftsplänen voranzustellen und liefert diesen regionale Entscheidungsgrundlagen.
Landschaftsinventar
+
* '''Landschaftsräumliche Einheiten'''
: Ist die Darstellung des Bestandes an für den Naturschutz und die
+
Geografisch bzw. naturwissenschaftlich abgrenzbare Landschaftsteilräume mit ähnlichem Wirkungsgefüge ausgewählter Standortfaktoren (Geologie, Klima, Topographie, Vegetationsstrukturen u.a.). In der geographischen Landschaftsforschung wurde diesbezüglich ein hierarchisches System landschaftsräumlicher Einheiten entwickelt (Theorie der geographischen Dimensionen). Dabei werden Landschaftseinheiten der topischen Dimension (Geoökotope) von solchen der chorischen Dimension (Geochoren)
Landschaftspflege relevanten Gegebenheiten in einem Gebiet.
+
unterschieden. Geoökotope sind Landschaftseinheiten mit homogenem landschaftsökologischem Wirkungsgefüge, Geochoren weisen eine heterogene Struktur auf.
Landschaftsökologie:
+
* '''Landschaftsschutz'''
Der Fachbereich Landschaftsökologie ist eine Grundlage land-
+
Ist die Summe aller Maßnahmen, die sich auf die Erhaltung der Landschaft oder ihre organische Entwicklung durch die Abwehr von Eingriffen beziehen, die imstande sind, eine Landschaft zu beeinträchtigen, zu verunstalten oder zu schädigen; dazu gehören auch die Maßnahmen zum Schutz des Landschaftsbildes vor nachteiligen Eingriffen
schaftsplanerischer Arbeit und beschäftigt sich sowohl im Bereich der Grundlagenforschung
  −
als auch maßnahmenorientiert mit dem komplexen Wirkungsgefüge zwischen den Lebens-
  −
gemeinschaften (Biozönosen) und ihren Umweltbedingungen. Er wird in verschiedenen bio-
  −
und geowissenschaftlichen Disziplinen betrieben. Mit der Förderung der Anwendung der
  −
Gesamtüberarbeitung 2003
  −
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm
  −
169
  −
Landschaftsökologie in Wissenschaft und Technik  
  −
beschäftigt sich die International Associa-
  −
tion for Landscape Ecology (IALE).
  −
Landschaftspflege
  −
: Umfasst alle Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung und Gestaltung
  −
der Landschaft mit dem Ziel, einen möglichst naturnahen Zustand der Landschaft zu bewah-
  −
ren oder zu erreichen.
  −
Landschaftspflegedetailplan:
  −
Präzisiert die Aussagen eines Landschaftspflegeplanes (---->
  −
Landschaftspflegeplan) für begrenzte Gebiete oder spezifische Pflegemaßnahmen (Eigen-
  −
def.). In Ausführung der Landschaftspflegepläne können für begrenzte Gebiete oder be-
  −
stimmte Pflegemaßnahmen Detailpläne erstellt werden (siehe dazu § 34 Abs. 2 - 5 Sbg.
  −
NSchG).
  −
Landschaftspflegeplan
  −
: Fasst jene Maßnahmen koordinierend zusammen, die im Interesse
  −
der Landschaftspflege notwendig sind, besonders jene zur Erhaltung oder zur Herstellung
  −
eines harmonischen Landschaftsbildes und zur Gewährleistung gesunder Umweltbedingun-
  −
gen im Bereich des menschlichen Arbeits-, Wohn- und Erholungsraumes (L
  −
OOS
  −
1993). Be-
  −
zweckt im Interesse des Naturschutzes: die Erhaltung oder Verbesserung des Landschafts-
  −
bildes, des Naturhaushaltes, der Umweltverhältnisse oder des Wertes der Landschaft für die
  −
Erholung der Bevölkerung (...) (siehe dazu § 34 Abs. 1 lit. a - e Sbg. NSchG)
  −
Landschaftsplan:
  −
Der Landschaftsplan ist ein Planungsinstrument auf Ebene der örtlichen
  −
Raumordnung (Gemeindeebene) und dient der detaillierten und umfassenden Entwicklung
  −
flächenbezogener Handlungs-alternativen in bezug auf Naturhaushalt, Landschaftsinventar
  −
und Landschaftsstruktur sowie die an den Landschaftsraum gestellten Nutzungsansprüche.
  −
Landschaftsplanung:
  −
Konzept- und Maßnahmenentwicklung zur Erhaltung, Sicherung,
  −
Wiederherstellung und Gestaltung der besiedelten und unbesiedelten Landschaft.
  −
Landschaftsrahmenplan:
  −
Fachbeitrag der Landschaftsplanung zur überörtlichen Raumord-
  −
nung. Der Landschaftsrahmenplan dient der vorausschauenden Betrachtung von Land-
  −
schaftsräumen auf überörtlicher Ebene (Kleinregion, Gemeindeverband). Er ist als Rahmen-
  −
planung den örtlichen Landschaftsplänen voranzustellen und liefert diesen regionale Ent-
  −
scheidungsgrundlagen.
  −
Landschaftsräumliche Einheiten:
  −
Geographisch bzw. naturwissenschaftlich abgrenzbare
  −
Landschaftsteilräume mit ähnlichem Wirkungsgefüge ausgewählter Standortfaktoren (Geolo-
  −
gie, Klima, Topographie, Vegetationsstruktur
  −
en u.a.). In der geographischen Landschaftsfor-
  −
schung wurde diesbezüglich ein hierarchisches System landschaftsräumlicher Einheiten
  −
entwickelt (Theorie der geographischen Dimensionen). Dabei werden Landschaftseinheiten
  −
der topischen Dimension (Geoökotope) von solchen der chorischen Dimension (Geochoren)
  −
unterschieden. Geoökotope sind Landschaftseinheiten mit homogenem landschaftsökologi-
  −
schem Wirkungsgefüge, Geochoren weisen eine heterogene Struktur auf.
  −
Landschaftsschutz
  −
: Ist die Summe aller Maßnahmen, die sich auf die Erhaltung der Land-
  −
schaft oder ihre organische Entwicklung durch die Abwehr von Eingriffen beziehen, die im-
  −
stande sind, eine Landschaft zu beeinträchtigen, zu verunstalten oder zu schädigen; dazu
  −
gehören auch die Maßnahmen zum Schutz des Landschaftsbildes vor nachteiligen Eingriffen
   
und zur Sicherung des Naturgenusses.
 
und zur Sicherung des Naturgenusses.
Landschaftsschutzgebiet
+
* '''[[Landschaftsschutzgebiet]]'''
: Durch Verordnung der Salzburger Landesregierung geschütztes
+
Durch Verordnung der [[Salzburger Landesregierung]] geschütztes Gebiet außerhalb geschlossener Ortschaften, das eine besondere landschaftliche Schönheit aufweist und/oder als charakteristische Naturlandschaft oder als naturnahe Kulturlandschaft für die Erholung bedeutend ist (§ 16 NSchG 1999 i.d.g.F.).
Gebiet außerhalb geschlossener Ortschaften, das eine besondere landschaftliche Schönheit
+
* '''Leitbild'''
aufweist und/oder als charakteristische Naturlandschaft oder als naturnahe Kulturlandschaft
+
Unter Leitbildern wird in der Raumplanung ein System von allgemeinen Zielvorstellungen verstanden, die Entwicklungsrichtungen zum Abbau negativer Entwicklungstendenzen vorgeben. Unter Leitbild wird verstanden, ein entworfener, konzeptionell geprägter Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm
für die Erholung bedeutend ist (§ 16 NSchG 1999 i.d.g.F.).
+
Gesamtüberarbeitung 2003 Sollzustand, der als Zielvorgabe bestimmt wird und der als Ziel erreichbar ist (vgl. Handwörterbuch der Raumordnung, 1995, S. 624).
Leitbild:
+
 
Unter Leitbildern wird in der Raumplanung ein System von allgemeinen Zielvor-
+
=== M ===
stellungen verstanden, die Entwicklungsrichtungen zum Abbau negativer Entwicklungsten-
  −
denzen vorgeben. Unter Leitbild wird verstanden, ein entworfener, konzeptionell geprägter
  −
Anhang zum Salzburger Landesentwicklungsprogramm
  −
Gesamtüberarbeitung 2003
  −
170
  −
Sollzustand, der als Zielvorgabe bestimmt wird und der als Ziel erreichbar ist (vgl. Handwör-
  −
terbuch der Raumordnung, 1995, S. 624).
   
Managementplan
 
Managementplan
 
: Konkretes Konzept zur Umsetzung von Zielen des Biotopschutzes und
 
: Konkretes Konzept zur Umsetzung von Zielen des Biotopschutzes und