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'''Epichnopterix montana''' Heylaerts, 1900 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
 
'''Epichnopterix montana''' Heylaerts, 1900 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
''E. montana'' ist in den [[Salzburger Kalkalpen|Kalkalpen]] (Zone II nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2011) und den [[Zentralalpen]] (Zone IV) verbreitet und wurde auch im [[Lungau]] (Zone V) bereits einmal gefunden. Wie der wissenschaftliche Name sagt, kommt das Tier besonders in der montanen Zone der Alpen vor. Die Höhenverbreitung in Salzburg ist von 1150 - 1900 m dokumentiert (Kurz & Kurz 2011). Wie die übrigen ''Epichnopterix''-Arten, ist auch ''E. montana'' ein ausgesprochener Wiesenfalter. Ihr Lebensraum sind sonnige alpine Magerwiesen, felsdurchsetzte Magerweiden, aber auch sonnige, lückige ''Erica''-Bestände am Rand von Nadelmischwäldern. Die [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] schlüpfen im Juni (Kurz & Kurz 2011). Die Raupen schlüpfen im Juli aus den Eiern und überwintern mindestens einmal, in höheren Lagen vermutlich auch zweimal (Sieder & Loebel 1954), bevor sie sich wieder zur Puppe und zum Falter verwandeln.
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''E. montana'' ist in den [[Salzburger Kalkalpen|Kalkalpen]] (Zone II nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2011) und den [[Zentralalpen]] (Zone IV) verbreitet und wurde auch im [[Lungau]] (Zone V) bereits einmal gefunden. Wie der wissenschaftliche Name sagt, kommt das Tier besonders in der montanen Zone der Alpen vor. Die Höhenverbreitung in Salzburg ist von 1150 - 1900 m dokumentiert ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2011). Wie die übrigen ''Epichnopterix''-Arten, ist auch ''E. montana'' ein ausgesprochener Wiesenfalter. Ihr Lebensraum sind sonnige alpine Magerwiesen, felsdurchsetzte Magerweiden, aber auch sonnige, lückige ''Erica''-Bestände am Rand von Nadelmischwäldern. Die [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] schlüpfen im Juni ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2011). Die Raupen schlüpfen im Juli aus den Eiern und überwintern mindestens einmal, in höheren Lagen vermutlich auch zweimal (Sieder & Loebel 1954), bevor sie sich wieder zur Puppe und zum Falter verwandeln.
 
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
 
Auf der Suche nach den Weibchen fliegen die Männchen tagsüber umher. Wie alle heimischen Psychiden nehmen sie in ihrem kurzem Leben keine Nahrung zu sich. Die Raupen leben am Boden, besonders dort, wo die Vegetation etwas lückig und kurzrasig ist. Oft halten sie sich dabei auch in der Nähe von Thymian-Polstern auf, von denen sie sich vermutlich auch ernähren. Zur Verpuppung werden die Säcke entweder in der Vegetation, beispielsweise an ''Erica'', oder auch an Felsblöcke angesponnen. Die Art kommt nach bisheriger Kenntnis hauptsächlich über basischen Gesteinen (Kalk oder Dolomit) vor, fliegt aber auch in den Hohen Tauern an Stellen mit Einsprengungen von Kalk. Trotzdem kann die Aufgabe traditioneller Bewirtschaftungsformen (extensive Almwirtschaft) zum Verlust zahlreicher Lebensräume in der Zukunft führen, weshalb wir die Art als potentiell bedroht ansehen.
 
Auf der Suche nach den Weibchen fliegen die Männchen tagsüber umher. Wie alle heimischen Psychiden nehmen sie in ihrem kurzem Leben keine Nahrung zu sich. Die Raupen leben am Boden, besonders dort, wo die Vegetation etwas lückig und kurzrasig ist. Oft halten sie sich dabei auch in der Nähe von Thymian-Polstern auf, von denen sie sich vermutlich auch ernähren. Zur Verpuppung werden die Säcke entweder in der Vegetation, beispielsweise an ''Erica'', oder auch an Felsblöcke angesponnen. Die Art kommt nach bisheriger Kenntnis hauptsächlich über basischen Gesteinen (Kalk oder Dolomit) vor, fliegt aber auch in den Hohen Tauern an Stellen mit Einsprengungen von Kalk. Trotzdem kann die Aufgabe traditioneller Bewirtschaftungsformen (extensive Almwirtschaft) zum Verlust zahlreicher Lebensräume in der Zukunft führen, weshalb wir die Art als potentiell bedroht ansehen.