Trostberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Als die Grafen von Kraiburg und Ortenburg [[1248]] ausgestorben waren, fiel deren großes Herrschaftsgebiet mit dem Markt Trostberg an die [[Wittelsbacher]]. [[1275]] wird die Alz bei Trostberg als Grenze zwischen den Besitzungen des Salzburger [[Erzbischof]]s und jenen des Herzogs von Bayern erwähnt. Trostberg wurde daher zur Grenzbefestigung gegen Salzburg. | Als die Grafen von Kraiburg und Ortenburg [[1248]] ausgestorben waren, fiel deren großes Herrschaftsgebiet mit dem Markt Trostberg an die [[Wittelsbacher]]. [[1275]] wird die Alz bei Trostberg als Grenze zwischen den Besitzungen des Salzburger [[Erzbischof]]s und jenen des Herzogs von Bayern erwähnt. Trostberg wurde daher zur Grenzbefestigung gegen Salzburg. | ||
Zu einer wichtigen Grenzregulierung kam es [[1442]]: Der Salzburger Fürsterzbischof [[Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg]] trat einen Gebietsstreifen östlich der Alz an den Herzog ab, die Grenze wurde von der Flussmitte auf die östliche Hangkante verlegt. Trostberg hatte somit mehr Platz, sich auszudehnen. Als Gegenleistung überließen die Wittelsbacher den Füprsterzbischöfen auf Dauer die hohe Gerichtsbarkeit in der Stadt [[Mühldorf am Inn]]. Erst damit wurde Mühldorf am | Zu einer wichtigen Grenzregulierung kam es [[1442]]: Der Salzburger Fürsterzbischof [[Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg]] trat einen Gebietsstreifen östlich der Alz an den Herzog ab, die Grenze wurde von der Flussmitte auf die östliche Hangkante verlegt. Trostberg hatte somit mehr Platz, sich auszudehnen. Als Gegenleistung überließen die Wittelsbacher den Füprsterzbischöfen auf Dauer die hohe Gerichtsbarkeit in der Stadt [[Mühldorf am Inn]]. Erst damit wurde Mühldorf am Inn vollends ein Teil des Erzstifts Salzburg bis 1802. | ||
[[1908]] begann die Nutzung der Wasserkraft der Alz im großen Stil, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im Jahr [[1913]] erhob man Trostberg zur Stadt. Im Stadtgebiet liegen seit der Eingemeindung von 1972 auch die ehemaligen Gemeinden [[Heiligkreuz]] und [[Lindach]], welche bis [[1816]] zu Salzburg gehörten und daher zum Rupertiwinkel gezählt werden. | [[1908]] begann die Nutzung der Wasserkraft der Alz im großen Stil, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im Jahr [[1913]] erhob man Trostberg zur Stadt. Im Stadtgebiet liegen seit der Eingemeindung von 1972 auch die ehemaligen Gemeinden [[Heiligkreuz]] und [[Lindach]], welche bis [[1816]] zu Salzburg gehörten und daher zum Rupertiwinkel gezählt werden. | ||