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== Leben ==
 
== Leben ==
Georg Hagenauer de Hagenau wurde nach seinem Großvater Georg Hagenauer de Allershausen benannt. Mit seinem Vater Sebastian Hagenauer de Allershausen verließ Georg als Kind um [[1546]] Allershausen (Bayern) und kam über das Pflegschaftsgericht Teisendorf in das sichere katholische [[Erzbistum Salzburg]] (Frf. Marianne Hauser). Nach Salzburg hatten die Hagenauer (zumindest) seit [[1493]] urkundlich  belegten Kontakt zu Mitgliedern alter (auch in Bayern) begüterter Salzburger Patrizier-Familien, wie zum Salzburger Abt [[Rupert V.  Keutzl|Rupert V.]] aus dem Geschlecht der [[Keutzl]] oder zum Geschlecht der [[Althamer]]. Die Gründe der Auswanderung aus der bayrischen Heimat offenbaren sich bei genauerer Betrachtung der bisherigen Familiengeschichte und der historischen Ereignisse in Bayern kurz vor 1550. Die Hagenauer waren bereits in den Jahrzehnten davor wirtschaftlich tief gefallen, die meisten Güter verkauft und der ehemals reich begüterte Clan verarmt. Ebenso war die früher stark verzweigte und weit verbreitete Sippe im Begriff auszusterben, die oberösterreichische Linie der Herren von Hagenau war nach 1239 und die niederösterreichische Linie nach 1446 erloschen. Das immer spärlichere Vorkommen in Urkunden (hauptsächlich nur Verkaufsurkunden) ist ein untrügliches Zeichen sowohl für die Verarmung der Hagenauer, als auch für die Dezimierung an Familienmitgliedern. [[1484]] hatte Georgs Urgroßonkel, "Stephan Hagenauer zu Allershausen, der Ehrbare" den bayrischen Stammsitz der Familie verkauft (Indersdorfer Urkunde). Georgs Urgroßvater Ulrich Hagenauer von Allershausen (geb. um 1430) besaß noch ein Gut in unmittelbarer Nähe des alten Stammsitzes. Dieses Gut übernahm sein Großvater Georg, der im Jahre [[1503]] geheiratet hatte. Ob das Gut noch an Georgs Vater Sebastian Hagenauer de Allershausen (später Sebastian Hagenauer de Ainring genannt) übergeben wurde ist ungewiß.  
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Georg Hagenauer de Hagenau wurde nach seinem Großvater Georg Hagenauer de Allershausen benannt. Mit seinem Vater Sebastian Hagenauer de Allershausen verließ Georg als Kind um [[1546]] Allershausen (Bayern) und kam über das Pflegschaftsgericht Teisendorf in das sichere katholische [[Erzbistum Salzburg]] (Frf. Marianne Hauser). Nach Salzburg hatten die Hagenauer (zumindest) seit [[1493]] urkundlich  belegten Kontakt zu Mitgliedern alter (auch in Bayern) begüterter Salzburger Patrizier-Familien, wie zum Salzburger Abt [[Rupert V.  Keutzl|Rupert V.]] aus dem Geschlecht der [[Keutzl]] oder zum Geschlecht der [[Althamer]]. Die Gründe der Auswanderung aus der bayrischen Heimat offenbaren sich bei genauerer Betrachtung der bisherigen Familiengeschichte und der historischen Ereignisse in Bayern kurz vor 1550. Die Hagenauer waren bereits in den Jahrzehnten davor wirtschaftlich tief gefallen, die meisten Güter verkauft und der ehemals reich begüterte Clan verarmt. Ebenso war die früher stark verzweigte und weit verbreitete Sippe im Begriff auszusterben, die oberösterreichische Linie der Herren von Hagenau war nach 1239 und die niederösterreichische Linie nach 1446 erloschen. Das immer spärlichere Vorkommen in Urkunden (hauptsächlich nur Verkaufsurkunden) ist ein untrügliches Zeichen sowohl für die Verarmung der Hagenauer, als auch für die Dezimierung an Familienmitgliedern. [[1484]] hatte Georgs Urgroßonkel, "Stephan Hagenauer zu Allershausen, der Ehrbare" den bayrischen Stammsitz der Familie verkauft (Indersdorfer Urkunde). Georgs Urgroßvater Ulrich Hagenauer von Allershausen (geb. um 1430) besaß noch ein Gut in unmittelbarer Nähe des alten Stammsitzes. Dieses Gut bei Allershausen übernahm sein Großvater Georg, der im Jahre [[1503]] geheiratet hatte. Ob das Gut noch an Georgs Vater Sebastian Hagenauer de Allershausen (später Sebastian Hagenauer de Ainring genannt) übergeben wurde ist ungewiß.  
    
Der damalige Landesfürst der Hagenauer, Pfalzgraf Ottheinrich (von der Pfalz), war 1542 zum evangelischen Glauben übergetreten. Kurz vor Mitte des 16. Jahrhunderts versuchte dann Kaiser Karl V. mit Waffengewalt die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken. Dabei zog er gegen den Schmalkaldischen Bund (ein Bündnis protestantischer  Landesfürsten und Städte) wobei der Krieg zunächst in Süddeutschland 1546 ausbrach. Offiziell blieb Bayern neutral, jedoch begünstigte Herzog Wilhelm IV. von Bayern aber insgeheim Kaiser Karl V., indem er ihm gestattet hatte Ingolstadt  als Versammlungsort für seine Truppen zu benützen. Das Hagenauer-Gut lag bei Schrobenhausen in Bayern, dort wo im Jahr [[1546]] im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges mehrere zehntausend Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend zogen. Höchstwahrscheinlich wurde dabei auch das Hagenauer-Gut ein Opfer des Krieges. Ob man den "ehrbaren Sebastian Hagenauer" zum Kriegsdienst einziehen wollte, oder ob er Männer dafür abstellen mußte ist ungewiß und fraglich. Hingegen scheint der frühe Tod von Georgs Mutter, die entweder bereits bei seiner Geburt oder bald darauf gestorben war, wahrscheinlich. Weder Georgs Mutter noch irgendwelche Geschwister scheinen in Indersdorfer oder Salzburger Urkunden zwischen 1546 (dem Verlassen Bayerns) und 1554 (der ersten Erwähnung des Vaters Sebastian in Salzburg) respektive 1568 (der ersten Erwähnung Georgs in Salzburg) auf.   
 
Der damalige Landesfürst der Hagenauer, Pfalzgraf Ottheinrich (von der Pfalz), war 1542 zum evangelischen Glauben übergetreten. Kurz vor Mitte des 16. Jahrhunderts versuchte dann Kaiser Karl V. mit Waffengewalt die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken. Dabei zog er gegen den Schmalkaldischen Bund (ein Bündnis protestantischer  Landesfürsten und Städte) wobei der Krieg zunächst in Süddeutschland 1546 ausbrach. Offiziell blieb Bayern neutral, jedoch begünstigte Herzog Wilhelm IV. von Bayern aber insgeheim Kaiser Karl V., indem er ihm gestattet hatte Ingolstadt  als Versammlungsort für seine Truppen zu benützen. Das Hagenauer-Gut lag bei Schrobenhausen in Bayern, dort wo im Jahr [[1546]] im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges mehrere zehntausend Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend zogen. Höchstwahrscheinlich wurde dabei auch das Hagenauer-Gut ein Opfer des Krieges. Ob man den "ehrbaren Sebastian Hagenauer" zum Kriegsdienst einziehen wollte, oder ob er Männer dafür abstellen mußte ist ungewiß und fraglich. Hingegen scheint der frühe Tod von Georgs Mutter, die entweder bereits bei seiner Geburt oder bald darauf gestorben war, wahrscheinlich. Weder Georgs Mutter noch irgendwelche Geschwister scheinen in Indersdorfer oder Salzburger Urkunden zwischen 1546 (dem Verlassen Bayerns) und 1554 (der ersten Erwähnung des Vaters Sebastian in Salzburg) respektive 1568 (der ersten Erwähnung Georgs in Salzburg) auf.   
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