Villa Löwenstern: Unterschied zwischen den Versionen

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== Allgemeines ==
 
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Mit etwa eintausend Quadratmeter Wohnfläche und mit ca. 24 Zimmern handelt es sich um eine große schloß-ähnliche Villa im "Schweizer-Stil". Die Villa wurde im Zuge der Geschichte der [[Freiherr v. Löwenstern`schen Marmor-Waaren-Fabriken]] errichtet (1866). Schmuckstück war der große Ritter-Saal im ersten Stock mit hoher Wandvertäfelung und einer Kassettendecke. Der Gutsbesitz bestand aus einem ca. 9 ha großen Park, dem zweitgrößten Privat-Park im Land Salzburg. Zum Besitz gehörten noch das Gärtnerhaus mit zwei Dienstwohnungen für Hausmeister und Gärtner, Wagen-Remisen, Pferdestall, Abstellräumen und einem großen Heuboden. Zwischen Villa und Gärtnerhaus lag eine kreisförmige Vorfahrt und in dessen Mitte ein Springbrunnen. Ein seitwärts gelegenes Palmenhaus (Treibhaus und Geräteraum) war nach dem WK II abgerissen worden, nachdem das Dach 1944 durch eine Fliegerbombe zerstört worden war. Zu diesem Besitz gehörten ferner noch 16 ha Wald, etliche Wiesengrundstücke in Adnet, Oberalm oder am Almfluss gelegen sowie diverse Fischereirechte im Almfluß, im Puchhammer-Kanal/Mühlbach, im Mörtlbach und Mörtlbach-Bucht, sowie allen Nebenflüssen. Bereits 1941 wurden ca. 0,5 ha für die künftige Tauern-Autobahn enteignet, aber in der Natur noch nicht abgetrennt. Als die Tauern-Autobahn umgesetzt wurde (ca. 1970), wurden zu den 0,5 ha noch weitere ca. 2 ha enteignet. Der Bau dieser Autobahn, der durch einen Teil des Löwenstern-Parks und des Schloss Haunsperg-Parks vollzogen wurde, ließ nichts Gutes erahnen und war vor allem mit einer starken Lärmbelästigung verbunden. Deshalb baute Dipl. Ing. Architekt [[Heinz v. Löwenstern|Heinz Baron v. Löwenstern]] († 1. August 2012) in seinem Park eine neue Villa (1966), die er mit seiner Ehefrau Christine († 1955 in Oberalm) und seinen beiden Söhnen bewohnte. Anfang 2000 erfolgte die Übertragung der Villa und der Liegenschaften an seinen Sohn [[Ludolf v. Löwenstern|Ludolf Baron v. Löwenstern]]. In der Folge verkaufte Heinz Baron v. Löwenstern die alte Villa mit einem kleinen Grundanteil an das Ehepaar Brabec, die die Villa umbauten und als Hotel betrieben. Später erfolgte die Schließung des Hotels und der abermalige Verkauf der Villa. Diese wurde wieder um- bzw. rückgebaut und es entstanden mehrere Eigentumswohnungen, die heute von mehreren Eigentümern bewohnt werden.
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Mit etwa eintausend Quadratmeter Wohnfläche und mit ca. 24 Zimmern handelt es sich um eine große schloß-ähnliche Villa im "Schweizer-Stil". Die Villa wurde im Zuge der Geschichte der [[Freiherr v. Löwenstern`schen Marmor-Waaren-Fabriken]] errichtet (1866). Schmuckstück war der große Ritter-Saal im ersten Stock mit hoher Wandvertäfelung und einer Kassettendecke. Der Gutsbesitz bestand aus einem ca. 9 ha großen Park, dem zweitgrößten Privat-Park im Land Salzburg. Zum Besitz gehörten noch das Gärtnerhaus mit zwei Dienstwohnungen für Hausmeister und Gärtner, Wagen-Remisen, Pferdestall, Abstellräumen und einem großen Heuboden. Zwischen Villa und Gärtnerhaus lag eine kreisförmige Vorfahrt und in dessen Mitte ein Springbrunnen. Ein seitwärts gelegenes Palmenhaus (Treibhaus und Geräteraum) war nach dem WK II abgerissen worden, nachdem das Dach 1944 durch eine Fliegerbombe zerstört worden war. Zu diesem Besitz gehörten ferner noch 16 ha Wald, etliche Wiesengrundstücke in Adnet, Oberalm oder am Almfluss gelegen sowie diverse Fischereirechte im Almfluß, im Puchhammer-Kanal/Mühlbach, im Mörtlbach und Mörtlbach-Bucht, sowie allen Nebenflüssen.
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Bereits 1941 wurden ca. 0,5 ha für die künftige Tauern-Autobahn enteignet, aber in der Natur noch nicht abgetrennt. Als die Tauern-Autobahn umgesetzt wurde (ca. 1970), wurden zu den 0,5 ha noch weitere ca. 2 ha enteignet. Der Bau dieser Autobahn, der durch einen Teil des Löwenstern-Parks und des Schloss Haunsperg-Parks vollzogen wurde, ließ nichts Gutes erahnen und war vor allem mit einer starken Lärmbelästigung verbunden. Deshalb baute Dipl. Ing. Architekt [[Heinz v. Löwenstern|Heinz Baron v. Löwenstern]] († 1. August 2012) in seinem Park eine neue Villa (1966), die er mit seiner Ehefrau Christine († 1955 in Oberalm) und seinen beiden Söhnen bewohnte. Anfang 2000 erfolgte die Übertragung der Villa und der Liegenschaften an seinen Sohn [[Ludolf v. Löwenstern|Ludolf Baron v. Löwenstern]].  
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Die alte Villa verkaufte Heinz Baron v. Löwenstern zusammen mit einem kleinen Grundanteil an das Ehepaar Brabec, die die Villa umbauten und als Hotel betrieben (ca. 1968). Später erfolgte die Schließung des Hotels und der abermalige Verkauf der Villa. Diese wurde wieder um- bzw. rückgebaut und es entstanden mehrere Eigentumswohnungen, die heute von mehreren Eigentümern bewohnt werden.
  
 
== Lage ==
 
== Lage ==

Version vom 13. Februar 2013, 13:51 Uhr

Die Villa Löwenstern - erbaut im Jahr 1866 - in der Tennengauer Gemeinde Oberalm mit dem zweitgrößten Privatpark im Land Salzburg gehörte bis in die 1970er Jahre der Familie Baron v. Löwenstern.

Allgemeines

Mit etwa eintausend Quadratmeter Wohnfläche und mit ca. 24 Zimmern handelt es sich um eine große schloß-ähnliche Villa im "Schweizer-Stil". Die Villa wurde im Zuge der Geschichte der Freiherr v. Löwenstern`schen Marmor-Waaren-Fabriken errichtet (1866). Schmuckstück war der große Ritter-Saal im ersten Stock mit hoher Wandvertäfelung und einer Kassettendecke. Der Gutsbesitz bestand aus einem ca. 9 ha großen Park, dem zweitgrößten Privat-Park im Land Salzburg. Zum Besitz gehörten noch das Gärtnerhaus mit zwei Dienstwohnungen für Hausmeister und Gärtner, Wagen-Remisen, Pferdestall, Abstellräumen und einem großen Heuboden. Zwischen Villa und Gärtnerhaus lag eine kreisförmige Vorfahrt und in dessen Mitte ein Springbrunnen. Ein seitwärts gelegenes Palmenhaus (Treibhaus und Geräteraum) war nach dem WK II abgerissen worden, nachdem das Dach 1944 durch eine Fliegerbombe zerstört worden war. Zu diesem Besitz gehörten ferner noch 16 ha Wald, etliche Wiesengrundstücke in Adnet, Oberalm oder am Almfluss gelegen sowie diverse Fischereirechte im Almfluß, im Puchhammer-Kanal/Mühlbach, im Mörtlbach und Mörtlbach-Bucht, sowie allen Nebenflüssen.

Bereits 1941 wurden ca. 0,5 ha für die künftige Tauern-Autobahn enteignet, aber in der Natur noch nicht abgetrennt. Als die Tauern-Autobahn umgesetzt wurde (ca. 1970), wurden zu den 0,5 ha noch weitere ca. 2 ha enteignet. Der Bau dieser Autobahn, der durch einen Teil des Löwenstern-Parks und des Schloss Haunsperg-Parks vollzogen wurde, ließ nichts Gutes erahnen und war vor allem mit einer starken Lärmbelästigung verbunden. Deshalb baute Dipl. Ing. Architekt Heinz Baron v. Löwenstern († 1. August 2012) in seinem Park eine neue Villa (1966), die er mit seiner Ehefrau Christine († 1955 in Oberalm) und seinen beiden Söhnen bewohnte. Anfang 2000 erfolgte die Übertragung der Villa und der Liegenschaften an seinen Sohn Ludolf Baron v. Löwenstern.

Die alte Villa verkaufte Heinz Baron v. Löwenstern zusammen mit einem kleinen Grundanteil an das Ehepaar Brabec, die die Villa umbauten und als Hotel betrieben (ca. 1968). Später erfolgte die Schließung des Hotels und der abermalige Verkauf der Villa. Diese wurde wieder um- bzw. rückgebaut und es entstanden mehrere Eigentumswohnungen, die heute von mehreren Eigentümern bewohnt werden.

Lage

Die Villa befindet sich in südwestliche Richtung direkt gegenüber der heutigen Marmor Industrie Kiefer GmbH.

Bildergalerie

Quelle

  • Vom einstigen Messinghüttenwerk zur Marmorindustrie Kiefer in Oberalm von Dr. Günther Wilhelm, Historiker, Referat für Naturschutzgrundlagen der Landesregierung Salzburg (Internetlink siehe Salzburgwiki-Artikel Löwenstern)
  • Eigentümergemeinschaft Villa Löwenstern