Diskussion:Bischofshofen: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Bischofshofen ist seit dem Jahre 2000 Stadt, aber "eigenartigerweise auch erst seit 1900 "Markt". | ||
| + | Der Raum um Bischofshofen ist historisch vom urzeitlichem Kupferabbau, als christliches Kulturzentrum sowie seit den 1870-er Jahren als Verkehrsknotenpunkt vom Eisenbahnbau geprägt. | ||
| + | Nachgewiesen mittels Radiokarbondatierung ist ein kleiner neolithischer Weiher bereits für die Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. (Urnenfelderkultur) am Götschenberg (Roter Felsen). Die bronze-und eisenzeitliche Nekropole beim "Pestfriedhof" datiert nach den 556 Gräbern von 1350 v. Chr.(Bronzezeit-D) bis Anfang der röm. Kaiserzeit. Ersichtlich sind daraus die sehr unterschiedlichen Siedlungswellen, die Masse der Gräber datiert aus der Hallstattzeit, 8. Jhd.v. Chr.). Auch bei der Ruine Bachsfall (Pongauer Burg. 1.H. 12.Jhd.) fanden sich überraschenderweise nicht nur mittelaterliche Funde sondern auch aus der Vor-und Keltenzeit. | ||
| + | Der Bezirk war in der Bronzezeit das europäische Zentrum der Kupfergewinnung. | ||
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| + | 711 n. Chr. wird unter Bischof Rupert eine kleine Klosterzelle, die dem Märtyrer Maximilianus geweiht ist, gegründet, die jedoch 720-25 und erneut um 820 von "benachbarten" Slawen zerstört wird. Die Pfarrkirche steht an dieser Stelle. ("Zwei Brüder gingen salachaufwärts auf die Jagd und um Gold zu waschen". An der Stelle, wo sie lokale Kulthandlungen sahen, wurde die Zelle errichtet). | ||
| + | Der Name Pongau (Pongowe) datiert das erstemal aus den beiden ältesten Salzburger Dokumenten, also um 780 und 790 n.Chr. und bezeichnete anfangs nur das Gebiet um Bischofshofen (Maximillianszelle und drei Meilen Wald herum) und später den gesamten Gau (pagus, also Bezirk). Die nächsten Jahrhunderte erfolgen große Waldrodungen. | ||
| + | Im Hochmittelalter ist die Ortsbezeichnung "Hoven" üblich. Zumindet ab 1143 ist ein kleines Augustiner Chorherrenstift nachgewiesen, das 1216 aufgelöst und vom Salzburger Erzbischof dem neugeschaffenen Bistum Chiemsee ( als spätere Hofmark) übereignet wird. Die Chiemseer Bischöfe (zugleich Salzburger Weihbischöfe) besitzen den Kastenhof und ca. 25 verstreute Häuser und Höfe bis zur Sekularisierung 1803. | ||
| + | Im 12. Jhd. prägen zudem die Herren von Pongowe mit deren Burg den Ort. Diese wird im 13. Jd. zerstört und die Pongauer herrschen nun von der Goldegger Burg aus. | ||
Version vom 11. Januar 2013, 16:54 Uhr
Dss der Name Pongowe (Pongawi) schon 700 vor !! Chr. gebraucht wurde ist falsch !!!!!!!!! ( gemeint ist wohl 700 n. Chr., also die Rupertzeit.)
- danke schön für den Hinweis, ich habe den Fehler korrigiert meint dankend Mosaico 17:38, 8. Jan. 2013 (CET)
Kritik ergänzend: ....Wohl gibt es antropogenen Lichtungszeiger; ..ob diese aber hinreichend sind, mag anhand der auch später noch geringen Bevölkerungszahl doch etwas bezweifelt werden. Eine dezitierte Radiokarbondatierung der Besiedelung des Götschenbergs datiert jedenfalls mit Mitte des 4. Jahrtausends v.Chr..
Textorschlag: Texteinschub
Geschichte:
Bischofshofen ist seit dem Jahre 2000 Stadt, aber "eigenartigerweise auch erst seit 1900 "Markt". Der Raum um Bischofshofen ist historisch vom urzeitlichem Kupferabbau, als christliches Kulturzentrum sowie seit den 1870-er Jahren als Verkehrsknotenpunkt vom Eisenbahnbau geprägt. Nachgewiesen mittels Radiokarbondatierung ist ein kleiner neolithischer Weiher bereits für die Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. (Urnenfelderkultur) am Götschenberg (Roter Felsen). Die bronze-und eisenzeitliche Nekropole beim "Pestfriedhof" datiert nach den 556 Gräbern von 1350 v. Chr.(Bronzezeit-D) bis Anfang der röm. Kaiserzeit. Ersichtlich sind daraus die sehr unterschiedlichen Siedlungswellen, die Masse der Gräber datiert aus der Hallstattzeit, 8. Jhd.v. Chr.). Auch bei der Ruine Bachsfall (Pongauer Burg. 1.H. 12.Jhd.) fanden sich überraschenderweise nicht nur mittelaterliche Funde sondern auch aus der Vor-und Keltenzeit. Der Bezirk war in der Bronzezeit das europäische Zentrum der Kupfergewinnung.
711 n. Chr. wird unter Bischof Rupert eine kleine Klosterzelle, die dem Märtyrer Maximilianus geweiht ist, gegründet, die jedoch 720-25 und erneut um 820 von "benachbarten" Slawen zerstört wird. Die Pfarrkirche steht an dieser Stelle. ("Zwei Brüder gingen salachaufwärts auf die Jagd und um Gold zu waschen". An der Stelle, wo sie lokale Kulthandlungen sahen, wurde die Zelle errichtet). Der Name Pongau (Pongowe) datiert das erstemal aus den beiden ältesten Salzburger Dokumenten, also um 780 und 790 n.Chr. und bezeichnete anfangs nur das Gebiet um Bischofshofen (Maximillianszelle und drei Meilen Wald herum) und später den gesamten Gau (pagus, also Bezirk). Die nächsten Jahrhunderte erfolgen große Waldrodungen.
Im Hochmittelalter ist die Ortsbezeichnung "Hoven" üblich. Zumindet ab 1143 ist ein kleines Augustiner Chorherrenstift nachgewiesen, das 1216 aufgelöst und vom Salzburger Erzbischof dem neugeschaffenen Bistum Chiemsee ( als spätere Hofmark) übereignet wird. Die Chiemseer Bischöfe (zugleich Salzburger Weihbischöfe) besitzen den Kastenhof und ca. 25 verstreute Häuser und Höfe bis zur Sekularisierung 1803.
Im 12. Jhd. prägen zudem die Herren von Pongowe mit deren Burg den Ort. Diese wird im 13. Jd. zerstört und die Pongauer herrschen nun von der Goldegger Burg aus.