Staatsbrücke: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | :[[Markus Sittikus]] ließ den Pfeiler wieder abbrechen und es kam [[1612]] zu einem weiteren Neubau. Wieder zwischen Rathaus und Platzl. [[1620]] wurde sie unter Erzbischof [[Paris Graf Lodron]]. Es war bereits eine sehr moderne Brücke: neben der Fahrbahn waren Gehsteige und die Brücke war mit einem Dach gedeckt (da allerdings nach einem Hochwasser [[1786]] entfernt werden musste). | ||
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| + | :war dann ein Vorläufer der heutigen Staatsbrücke und wurde [[1877]] als eiserne Fachwerkbrücke (wie die :[[Salzachbrücke|Oberndorfer Brücke]] errichtet. Da sie aus staatlichen Mitteln erbaut wurde, entstand der Name ''Staatsbrücke''. Die eiserne Konstruktion ruhte auf massiven Steinpfeilern. Doch der steigende Verkehr im [[20. Jahrhundert]] wurde der Brücke zu viel und [[1940]] musste man beinahe den Betrieb der elektrischen Straßenbahn einstellen. | ||
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| + | :Nach dem Zweiten Weltkrieg wird nach achtjähriger Bauzeit [[1948]] die Staatsbrücke wieder dem Verkehr freigeben. Man hatte bereits während des Krieges mit dem Neubau der Brücke begonnen. Die Brücke Nummer neun war 88 m lang und 11 m breit (somit acht Mal so lang wie breit), die neue - Nr. 10 - ist etwas über 80 m lang und 20 m breit (somit vier Mal so lang wie breit). | ||
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| + | [[2007]] wurde die Staatsbrücke generalsaniert, was zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen führt. | ||
==Quelle== | ==Quelle== | ||
| − | * | + | * Josef Hübl ''Heimatkunde Stadt Salzburg'', [[Salzburger Druckerei]], 1974 |
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Version vom 29. Juni 2007, 12:55 Uhr
Die Staatsbrücke ist eine der drei zentralen Brücken über die Salzach in der Stadt Salzburg und verbindet das Rathaus mit dem Platzl-Linzergasse.
Geschichte
- Die erste Brücke:
- Alten Berichten zufolge soll die erste hölzerne Brücke 1090 einem Hochwasser zum Opfer gefallen sein.
- Die zweite Brücke:
- Auch diese ereilte 1316 dasselbe Schicksal.
- Die dritte Brücke:
- Sie stand beim Klampferertor, wurde im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts erbaut und war überdacht.
- Die vierte Brücke:
- Auf dieser 1512 durch Brand beschädigten Brücke befanden sich neben der fürstlichen Brückenzollstätte auch Verkaufsbuden, darunter zwölf Metzgerläden (später an den Gries verlegt) und zwei Sudelküchen, der bequemen Abfallsbeseitung wegen.
- Die fünfte Brücke:
- War im Grunde wie die vierte, doch ihr setzten zwei Hochwasser arg zu: 1568 wurden sechs Buden mit den Wassermassen mitgerissen, 1598 brachte ein Hochwasser die Brücke zum Einsturz, an deren Resten dann gerade mal eine Notbrücke errichtet wurde
Diese Brücken standen etwas flussaufwärts als die heute zwischen Imberg und der Altstadt, wo die Salzach am schmalsten war.
- Die sechste Brücke:
- Diese vom Rathausbogen zum Platzl führende Brücke wurde 1599 unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau vollendet. Die herrlich schöne Pruggen war mit Wappen und Blechfähnlein geschmückt, aber es gab keine Verkaufsbuden mehr. Jedoch technisch war sie eine Fehlkonstruktion: um der Schifffahrt die Durchfahrt unter der Brücke zu erleichtern, verringerte man die Anzahl der Joche (= Stützen) von sieben auf vier. Mit der Auswirkung, dass sich die Brücke bald durchbog und Wolf Dietrich zu einem Neubau gezwungen sah.
- Die siebte Brücke:
- Sie wurde 1608 nochmals etwas flussabwärts errichtet zwischen Löchlbogen und Lederertor. Aber auch sie stand nicht lange. Wolf Dietrich ließ Brücke Nummer sechs ganz abreissen und wollte eine Steinbrücke erbauen lassen. Doch kaum war der erste Steinpfeiler gesetzt, wurde Wolf Dietrich gefangen genommen.
- Die achte Brücke:
- Markus Sittikus ließ den Pfeiler wieder abbrechen und es kam 1612 zu einem weiteren Neubau. Wieder zwischen Rathaus und Platzl. 1620 wurde sie unter Erzbischof Paris Graf Lodron. Es war bereits eine sehr moderne Brücke: neben der Fahrbahn waren Gehsteige und die Brücke war mit einem Dach gedeckt (da allerdings nach einem Hochwasser 1786 entfernt werden musste).
- Die neunte Brücke:
- war dann ein Vorläufer der heutigen Staatsbrücke und wurde 1877 als eiserne Fachwerkbrücke (wie die :Oberndorfer Brücke errichtet. Da sie aus staatlichen Mitteln erbaut wurde, entstand der Name Staatsbrücke. Die eiserne Konstruktion ruhte auf massiven Steinpfeilern. Doch der steigende Verkehr im 20. Jahrhundert wurde der Brücke zu viel und 1940 musste man beinahe den Betrieb der elektrischen Straßenbahn einstellen.
- Die zehnte und bisher letzte Brücke:
- Nach dem Zweiten Weltkrieg wird nach achtjähriger Bauzeit 1948 die Staatsbrücke wieder dem Verkehr freigeben. Man hatte bereits während des Krieges mit dem Neubau der Brücke begonnen. Die Brücke Nummer neun war 88 m lang und 11 m breit (somit acht Mal so lang wie breit), die neue - Nr. 10 - ist etwas über 80 m lang und 20 m breit (somit vier Mal so lang wie breit).
2007 wurde die Staatsbrücke generalsaniert, was zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen führt.
Quelle
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974