Schloss Sighartstein: Unterschied zwischen den Versionen
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Zwangsversteigerung 27. Juni 2012 abgesagt |
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Am [[27. Juni]] [[2012]] hätte das Schloss am [[Bezirksgericht Neumarkt]] zwangsversteigert werden sollen. Doch es fand sich kein Bieter ein, so dass die Versteigerung abgesagt wurde. Der Schätzwert des unter Denkmalschutz stehenden | Am [[27. Juni]] [[2012]] hätte das Schloss am [[Bezirksgericht Neumarkt]] zwangsversteigert werden sollen. Doch es fand sich kein Bieter ein, so dass die Versteigerung abgesagt wurde. | ||
Die betroffenen Grundstücke sind mit dem Schloss samt Kapelle und Mausoleum, Nebentrakt, Ateliershaus, Wirtschafts-, Lager- und Futteraufbewahrungsgebäude bebaut. Das Inventar der Gebäude hat einen Wert von rund 800.000 Euro. Teile davon stehen unter Denkmalschutz, wie die historischen Kachelöfen, zwei Altäre und eine Orgel. Diese sind an das Objekt gebunden und müssen mitversteigert werden. Der Schätzwert des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses beträgt 7,5 Millionen Euro. Das geringste Gebot wurde mit 3,75 Mio. Euro und das Vadium mit 750.000 Euro beziffert. | |||
Die Liegenschaft stand zuletzt im Eigentum des ehemaligen "Messe-Zaren" Arnold Henhapl. Er hatte 1992 die [[Salzburg Messe AG]] an die britische Reed-Gruppe verkauft und danach das [[Barock]]-Schloss mit [[Gotik|spätgotischen]] Elementen erworben. 15 Jahre lang hatte er versucht, das erwähnte Bauwerk samt dem 72 089 Quadratmeter großen Grundstück zu verkaufen. | |||
Der Unternehmer schlitterte [[2009]] Jahren in die Pleite. Am [[16. September]] 2009 wurde am [[Landesgericht Salzburg]] über das Vermögen Henhapls und der [[Henhapl Holding GmbH]] das Konkursverfahren eröffnet. Der Kommerzialrat steckte mit über 9,6 Millionen Euro in der Kreide, seine Gesellschaft hatte weitere Schulden in der Höhe von rund 4,7 Mio. Euro. Das Konkursverfahren ist noch anhängig. | Der Unternehmer schlitterte [[2009]] Jahren in die Pleite. Am [[16. September]] 2009 wurde am [[Landesgericht Salzburg]] über das Vermögen Henhapls und der [[Henhapl Holding GmbH]] das Konkursverfahren eröffnet. Der Kommerzialrat steckte mit über 9,6 Millionen Euro in der Kreide, seine Gesellschaft hatte weitere Schulden in der Höhe von rund 4,7 Mio. Euro. Das Konkursverfahren ist noch anhängig. | ||
Henhapls Bemühungen, das Schloss international zu verwerten, sind gescheitert. Masseverwalter [[Wolfgang Lirk]] hatte die Versteigerung beantragt. Angeschlossen an das Verfahren | Henhapls Bemühungen, das Schloss international zu verwerten, sind gescheitert. Masseverwalter [[Wolfgang Lirk]] hatte die Versteigerung beantragt. Angeschlossen an das Verfahren haben sich die betreibenden Parteien [[Salzburger Sparkasse Bank AG]], die Burgenländische Landesholding GmbH und das Reisebüro Kuoni GmbH. | ||
Auch die für 27. Juni 2012 angesetzte Zwangsversteigerung wurde abgesagt, da kein einziger Bieter erschienen war. | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||