Kameradschaftsbund Maxglan: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Österreichische Kameradschaftsbund Maxglan''' ist einer von 18 Kameradschaftsvereinen in der Landeshauptstadt [[Salzburg]]. Unter Bedachtnahme auf seine Wurzeln im "''I. Militär-Veteranen- und Kriegerverein Maxglan''" gilt der Kameradschaftsbund Maxglan als einer der ältesten Vereine des Salzburger Stadtteils [[Maxglan]].  
Der '''Österreichische Kameradschaftsbund Maxglan''' ist einer von 18 Kameradschaftsvereinen in der Landeshauptstadt [[Salzburg]]. Unter Bedachtnahme auf seine Wurzeln im "''I. Militär-Veteranen- und Kriegerverein Maxglan''" gilt der Kameradschaftsbund Maxglan als einer der ältesten Vereine des Salzburger Stadtteils [[Maxglan]].  


Aufgabe des Kameradschaftsbundes ist seit jeher vor allem die Pflege und der Erhalt der Kriegerdenkmäler und das Gedenken an die in den Kriegen gefallenen Kameraden.  
Aufgabe des Kameradschaftsbundes sind seit jeher vor allem die Pflege und der Erhalt der Kriegerdenkmäler und das Gedenken an die in den Kriegen gefallenen Kameraden.  


==Geschichte==
==Geschichte==
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===Errichtung des „Kaiser-Franz-Josef-Denkmals“ und des Kriegerdenkmals===
===Errichtung des „Kaiser-Franz-Josef-Denkmals“ und des Kriegerdenkmals===
Von [[1906]] bis [[1914]] erfüllte Georg Reiter die Funktion als Vorstand des Alt-Maxglaner Vereins. Unter ihm errichtete der Verein [[1908]], anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers, aus eigenen Mitteln das [[Kaiser-Franz-Josef-Denkmal]] und brachte es am [[Hans-Schmid-Platz|Siezenheimer Platz]] zur Aufstellung. Auf Reiter folgte bis [[1919]], in der äußerst schwierigen Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], zum zweiten Mal Konrad Erbschwendner als Vorstand. Nach dem Krieg übernahm Bartl Kemetinger den Veteranenverein und baute ihn mit einem aus 15 Kameraden bestehenden Ausschuss wieder auf.  
Von [[1906]] bis [[1914]] erfüllte Georg Reiter die Funktion als Vorstand des Alt-Maxglaner Vereins. Unter ihm errichtete der Verein [[1908]], anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers, aus eigenen Mitteln das [[Kaiser-Franz-Josef-Denkmal]] und brachte es am [[Hans-Schmid-Platz|Siezenheimer Platz]] zur Aufstellung. Auf Reiter folgte bis [[1919]], in der äußerst schwierigen Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], zum zweiten Mal Konrad Erbschwendner als Vorstand. Nach dem Krieg übernahm Bartl Kemetinger den Veteranenverein und baute ihn mit einem aus 15 Kameraden bestehenden Ausschuss wieder auf.  


[[1920]] erbaute der „I. Militär-Veteranen- und Kriegerverein Alt-Maxglan“ in der Kapelle beim Eingang zur alten [[Pfarrkirche St. Maximilian|Maxglaner Pfarrkirche]] ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Im Zuge dieses Vorhabens wurde durch die Mithilfe des zweiten Vereins aus Neu-Maxglan unter ihrem Vorstand Sebastian Fuchsreiter, auch der Kontakt zwischen den beiden Militär-Veteranen-Vereinen aus Maxglan wieder gefestigt.  
[[1920]] erbaute der „I. Militär-Veteranen- und Kriegerverein Alt-Maxglan“ in der Kapelle beim Eingang zur alten [[Pfarrkirche St. Maximilian|Maxglaner Pfarrkirche]] ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Im Zuge dieses Vorhabens wurde durch die Mithilfe des zweiten Vereins aus Neu-Maxglan unter ihrem Vorstand Sebastian Fuchsreiter, auch der Kontakt zwischen den beiden Militär-Veteranen-Vereinen aus Maxglan wieder gefestigt.  
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===Errichtung des neuen Kriegerdenkmales===
===Errichtung des neuen Kriegerdenkmales===
Dem bereits kurz nach der Wiedergründung aufkeimendem Gedanken einer Erneuerung des [[Kriegerdenkmal Maxglan|Kriegerdenkmals]] wurde mit engagierter Arbeit und der Installierung eines Kriegerdenkmal-Komitees mit Obmann Simon Bayrhammer, Obmann-Stellvertreter Paul Knoll, Schriftführer Josef Franke sen., dem Kassier Georg Lienbacher und den Herren Franz Stöllner, Paul Greiner, Josef Schaber und Josef Hinterlechner entgegengeschritten. [[1953]] trug der Kameradschaftsbund Maxglan das alte Denkmal auf seine Kosten ab, sechs Jahre später erfolgte [[1959]], gemeinsam mit der Fahnenweihe, die Einweihung des neuen Denkmals. Zu diesem Anlass trugen zehn Musikkapellen, darunter auch die [[Trachtenmusikkapelle Maxglan]], 35 Kameradschaftsvereine, vier Traditionsverbände, fünf Trachten- und Ortsvereine sowie die [[Reitergruppe Wals]] mit 23 Pferden zum Gelingen der festlichen Veranstaltung bei. Als Ehrengäste waren [[Landeshauptmann]] [[ Josef Klaus]], der Salzburger Vize-Bürgermeister [[Josef Weilhartner]] und Kameradschaftsbund-Landesobmann Josef „Sepp“ Schöpp zugegen. Auf sieben Marmortafeln wird seither vor dem [[Maxglaner Friedhof]] an der [[Siezenheimer Straße]] der 200 Gefallenen des Ersten und der 317 gefallenen Maxglanern des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gedacht.  
Dem bereits kurz nach der Wiedergründung aufkeimendem Gedanken einer Erneuerung des [[Kriegerdenkmal Maxglan|Kriegerdenkmals]] wurde mit engagierter Arbeit und der Installierung eines Kriegerdenkmal-Komitees mit Obmann Simon Bayrhammer, Obmann-Stellvertreter Paul Knoll, Schriftführer Josef Franke sen., dem Kassier Georg Lienbacher und den Herren Franz Stöllner, Paul Greiner, Josef Schaber und Josef Hinterlechner entgegengeschritten. [[1953]] trug der Kameradschaftsbund Maxglan das alte Denkmal auf seine Kosten ab, sechs Jahre später erfolgte [[1959]], gemeinsam mit der Fahnenweihe, die Einweihung des neuen Denkmals. Zu diesem Anlass trugen zehn Musikkapellen, darunter auch die [[Trachtenmusikkapelle Maxglan]], 35 Kameradschaftsvereine, vier Traditionsverbände, fünf Trachten- und Ortsvereine sowie die [[Reitergruppe Wals]] mit 23 Pferden zum Gelingen der festlichen Veranstaltung bei. Als Ehrengäste waren [[Landeshauptmann]] [[ Josef Klaus]], der Salzburger Vize-Bürgermeister [[Josef Weilhartner]] und Kameradschaftsbund-Landesobmann Josef „Sepp“ Schöpp zugegen. Auf sieben Marmortafeln wird seither vor dem [[Maxglaner Friedhof]] an der [[Siezenheimer Straße]] der 200 Gefallenen des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und der 317 gefallenen Maxglanern des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gedacht.  


===Wiederaufstellung des Kaiser-Franz-Josef-Denkmals===
===Wiederaufstellung des Kaiser-Franz-Josef-Denkmals===
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==Literatur und Quellen==
==Literatur und Quellen==
*  Salzburger Bildungswerk Maxglan (Hg.): ''Maxglan – Ein Salzburger Stadtteil''. Autoren: Walter Häufler, [[Guido Müller]], Martin Wiedemaier. Salzburg 1990
*  Salzburger Bildungswerk Maxglan (Hg.): ''Maxglan – Ein Salzburger Stadtteil''. Autoren: [[Walter Häufler]], [[Guido Müller]], [[Martin Wiedemair]]. Salzburg 1990
* Peter Kramml, [[Franz Lauterbacher]], [[Guido Müller]] (Hrsg.): ''Maxglan. Hundert Jahre Pfarre 1907–2007. Salzburgs zweitgrößter Stadtfriedhof.'' Salzburg 2007
* [[Peter Kramml]], [[Franz Lauterbacher]], [[Guido Müller]] (Hrsg.): ''Maxglan. Hundert Jahre Pfarre 1907–2007. Salzburgs zweitgrößter Stadtfriedhof.'' Salzburg 2007
* Hans Maurer: ''Festschrift der Kameradschaft Maxglan anlässlich des 100jährigen Gründungsfestes 1873-1973''. Ö.K.B. Maxglan Obmann Hans Maurer. (Hg.). [Salzburg 1973]
* Hans Maurer: ''Festschrift der Kameradschaft Maxglan anlässlich des 100jährigen Gründungsfestes 1873-1973''. Ö.K.B. Maxglan Obmann Hans Maurer. (Hg.). [Salzburg 1973]


[[Kategorie:Stadt Salzburg|Kameradschaftsbund Maxglan, Österreichischer]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Kameradschaftsbund Maxglan, Österreichischer]]