Hundstoa-Ranggeln: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Hundstoa-Ranggeln ist die traditionsreichste Sportveranstaltung in Salzburg. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre [[1518]]. Das [[Ranggeln]] war ein friedliches Kräftemessen unter den Sennern. Der Hundstein wurde deshalb als Austragungsort gewählt, weil er sich inmitten der Pinzgauer Grasberge befindet und von allen Seiten - [[Maria Alm]], [[Zell am See]], | Das Hundstoa-Ranggeln ist die traditionsreichste Sportveranstaltung in Salzburg. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre [[1518]]. Das [[Ranggeln]] war ein friedliches Kräftemessen unter den Sennern. Der Hundstein wurde deshalb als Austragungsort gewählt, weil er sich inmitten der Pinzgauer Grasberge befindet und von allen Seiten - [[Maria Alm]], [[Zell am See]], [[Bruck an der Großglocknerstraße]] und [[Hinterthal]] - gut zu Fuß erreichbar ist. | ||
Nach einem mehrstündigen Marsch zu der Naturarena auf 2 117 [[m ü. A.]] und nach einer Messe um 10 Uhr wird mit den Kämpfen begonnen. | Nach einem mehrstündigen Marsch zu der Naturarena auf 2 117 [[m ü. A.]] und nach einer Messe um 10 Uhr wird mit den Kämpfen begonnen. | ||
Das Hundstein-Ranggeln war einst nichts anderes als die Revierkämpfe verliebter Naturburschen, die sich erstmals im [[15. Jahrhundert]] in die Haare geraten sein sollen. Die | Das Hundstein-Ranggeln war einst nichts anderes als die Revierkämpfe verliebter Naturburschen, die sich erstmals im [[15. Jahrhundert]] in die Haare geraten sein sollen. Die Auseinandersetzung zwischen diesseits und jenseits der Almgrenzen (= Hag) gipfelte schließlich im Jakobi-Ranggeln. | ||
Dieser Wettbewerb läuft nach strengen Regeln ab. Sieger ist jener Ranggler, ''Hosenrecker''<ref name="SLG">Quelle ''Salzburger Geschichten'', Herausgeber [[SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft]]</ref>, dem es gelingt, alle Gegner am Boden auf den Rücken zu zwingen. Er wird dann als [[Hagmoar|Hågmoar]] gefeiert. In der langen Geschichte des Hundstein-Ranggelns konnte sich auch schon ein Pfarrer, der zuvor die Messe gelesen hatte, in die Siegerliste eintragen: [[1978]] wurde Pfarrer Klaus Laireiter aus [[Eben im Pongau]] ''Hågmoar''<ref name="SLG">Quelle</ref>. | Dieser Wettbewerb läuft nach strengen Regeln ab. Sieger ist jener Ranggler, ''Hosenrecker''<ref name="SLG">Quelle ''Salzburger Geschichten'', Herausgeber [[SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft]]</ref>, dem es gelingt, alle Gegner am Boden auf den Rücken zu zwingen. Er wird dann als [[Hagmoar|Hågmoar]] gefeiert. In der langen Geschichte des Hundstein-Ranggelns konnte sich auch schon ein Pfarrer, der zuvor die Messe gelesen hatte, in die Siegerliste eintragen: [[1978]] wurde Pfarrer Klaus Laireiter aus [[Eben im Pongau]] ''Hågmoar''<ref name="SLG">Quelle</ref>. | ||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||
* Ilka Peter ''Das Ranggeln im Pinzgau'' | * [[Ilka Peter]]: ''Das Ranggeln im Pinzgau und verwandte Kampfformen in anderen Alpenländern''. Schriftenreihe der Salzburger Heimatpflege, 3. Band. Salzburg: Salzburger Druckerei 1981. | ||
==Quellen und Fußnoten== | ==Quellen und Fußnoten== | ||