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Das '''Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos''' ist ein in Bau befindliches Wasserkraftwerk der [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] (ÖBB) im [[Stubachtal]] in den [[Hohen Tauern]] im [[Pinzgau]]. Es wird mit zwei Turbinen eine Leistung von 170 Megawatt liefern. Die Gesamtkosten betragen 360 Mill. Euro (Stand 2023).
 
Das '''Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos''' ist ein in Bau befindliches Wasserkraftwerk der [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] (ÖBB) im [[Stubachtal]] in den [[Hohen Tauern]] im [[Pinzgau]]. Es wird mit zwei Turbinen eine Leistung von 170 Megawatt liefern. Die Gesamtkosten betragen 360 Mill. Euro (Stand 2023).
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== Lage des Pumpspeicherkraftwerks ==
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Das Pumpspeicherkraftwerk befindet sich im Felsen des [[Vorderer Schafbichl|Vorderen Schafbichls]] zwischen den Stauseen [[Weißsee]] (2 250 [[m ü. A.]] und dem [[Stausee Tauernmoossee|Tauernmoossee]] (2 023 m ü. A.).
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Bereits Mitte des [[20. Jahrhundert]]s waren die beiden Stauseen [[Stausee Tauernmoossee|Tauernmoossee]] und [[Weißsee]] im hinteren Stubachtal in der Gemeinde Uttendorf im [[Nationalpark Hohe Tauern]] errichtet worden. Der Tauernmoossee wird seither von den [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] mit dem [[Kraftwerk Enzingerboden]] zur Stromgewinnung (Leistung 80 MW) genutzt, der um 220 Meter höher gelegene Weißsee aber nicht. Und diese Fallhöhe soll nun für das neue Pumpspeicherwerk mit zwei 65-MW-Turbinen ausgenutzt werden. Zum Vergleich: Das Kraftwerk Kaprun hat eine Leistung von 353 MW (2012).
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Bereits Mitte des [[20. Jahrhundert]]s waren die beiden Stauseen Tauernmoossee und Weißsee im hinteren Stubachtal in der Gemeinde Uttendorf im [[Nationalpark Hohe Tauern]] als Teil der [[Kraftwerksgruppe Stubachtal]] errichtet worden. Schon damals plante man nach den damals drei errichteten Kraftwerksstufen irgendwann ein Kraftwerk im Felsen des Schafbichls zu errichtet. Der Tauernmoossee wurde seither von den ÖBB mit dem [[Kraftwerk Enzingerboden]] zur Stromgewinnung (Leistung 80 MW) genutzt, der um 220 Meter höher gelegene Weißsee aber nicht. Und diese Fallhöhe soll nun für das neue Pumpspeicherwerk mit zwei 65-MW-Turbinen ausgenutzt werden. Zum Vergleich: Das Kraftwerk Kaprun hat eine Leistung von 353 MW (2012).
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[[2012]] erzeugten die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] nur 34 Prozent der benötigten Energie selbst, ein weiteres Viertel kam aus Partnerkraftwerken. Der Rest musste zugekauft werden, und zwar zum jeweiligen Zeitpunkt und Preis, wann der Strom benötigt wird. Beim Pumpspeicher-Kraftwerk Tauernmoos - es wird das größte Wasserkraftwerk der Bundesbahnen - kann mit billigem Strom in verbrauchsarmen Zeiten Wasser nach oben gepumpt, gespeichert und später bei Bedarf - etwa zu den Verbrauchsspitzen - damit wieder Strom erzeugt werden.
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[[2012]] erzeugten die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] nur 34 Prozent der benötigten Energie selbst, ein weiteres Viertel kam aus Partnerkraftwerken. Der Rest musste zugekauft werden, und zwar zum jeweiligen Zeitpunkt und Preis, wann der Strom benötigt wird. Beim Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos - es wird das größte Wasserkraftwerk der Bundesbahnen - kann mit billigem Strom in verbrauchsarmen Zeiten Wasser nach oben gepumpt, gespeichert und später bei Bedarf - etwa zu den Verbrauchsspitzen - damit wieder Strom erzeugt werden.
    
Bereits im Frühjahr [[2012]] starteten die Vermessungs- und Bodenerkundungsarbeiten. Nach einer europaweiten Ausschreibung rechneten die ÖBB dann mit dem Start der Bauarbeiten für den Frequenzumrichter und das Umspannwerk im Frühjahr [[2013]]. Die Bauarbeiten für das Kraftwerk selbst könnten nach Vorliegen aller ÖBB-internen Beschlüsse ab Herbst 2013 anlaufen. Die Inbetriebnahme war für [[2018]] vorgesehen, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Allerdings fand dann der tatsächliche Baubeginn erst [[2020]] statt.  
 
Bereits im Frühjahr [[2012]] starteten die Vermessungs- und Bodenerkundungsarbeiten. Nach einer europaweiten Ausschreibung rechneten die ÖBB dann mit dem Start der Bauarbeiten für den Frequenzumrichter und das Umspannwerk im Frühjahr [[2013]]. Die Bauarbeiten für das Kraftwerk selbst könnten nach Vorliegen aller ÖBB-internen Beschlüsse ab Herbst 2013 anlaufen. Die Inbetriebnahme war für [[2018]] vorgesehen, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Allerdings fand dann der tatsächliche Baubeginn erst [[2020]] statt.  
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Das geplante ÖBB-Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos war schon im April [[2012]] von der UVP-Behörde genehmigt worden. Die ÖBB hattben für ihr geplantes Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos ([[Pinzgau]]) seit [[30. April]] 2012 alle Bewilligungen auf dem Tisch. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) lag nun ein positiver Bescheid des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] vor. Der UVP-Bescheid beinhaltete laut Aussendung neben Wasserrecht und [[Naturschutz]] alle erforderlichen Genehmigungen, speziell die des Eisenbahngesetzes.
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Das geplante ÖBB-Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos war schon im April [[2012]] von der UVP-Behörde genehmigt worden. Die ÖBB hattben für ihr geplantes Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos ([[Pinzgau]]) seit [[30. April]] 2012 alle Bewilligungen auf dem Tisch. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) lag nun ein positiver Bescheid des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] vor. Der UVP-Bescheid beinhaltete laut Aussendung neben Wasserrecht und [[Naturschutz]] alle erforderlichen Genehmigungen, speziell die des Eisenbahngesetzes.
    
Im Herbst wollten die ÖBB aber eine Änderungsbewilligung beantragen. Denn das Unternehmen hatte groß umgeplant. Die ÖBB wollten jetzt alle Anlagen des Kraftwerks mit einem Tunnelsystem erschließen. Der Haupttunnel soll vom [[Enzingerboden]], wo die Landesstraße endet, über den [[Grünsee]] und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 [[m ü. A.]] Höhe führen. ÖBB-Projektleiter Walter Kühner sagte, die Stollen seien etwa acht Kilometer lang. "Die Kosten betragen rund 25 Mill. Euro."
 
Im Herbst wollten die ÖBB aber eine Änderungsbewilligung beantragen. Denn das Unternehmen hatte groß umgeplant. Die ÖBB wollten jetzt alle Anlagen des Kraftwerks mit einem Tunnelsystem erschließen. Der Haupttunnel soll vom [[Enzingerboden]], wo die Landesstraße endet, über den [[Grünsee]] und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 [[m ü. A.]] Höhe führen. ÖBB-Projektleiter Walter Kühner sagte, die Stollen seien etwa acht Kilometer lang. "Die Kosten betragen rund 25 Mill. Euro."
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Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte." Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen."
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Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte." Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen."
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Durch den Tunnel wäre auch die [[Rudolfshütte]] erreichbar, etwa für Einsatzkräfte im Notfall. Öffentlichen Verkehr wird es nicht geben. Die parallel zur [[ÖBB Seilbahn Weißsee|ÖBB-Seilbahn]] verlaufende [[Weißsee Gletscherbahn]] zur Rudolfshütte bleibt natürlich bestehen.
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Durch den Tunnel wäre auch die [[Rudolfshütte]] erreichbar, etwa für Einsatzkräfte im Notfall. Öffentlichen Verkehr wird es nicht geben. Die parallel zur [[ÖBB Seilbahn Weißsee|ÖBB-Seilbahn]] verlaufende [[Weißsee Gletscherbahn]] zur Rudolfshütte bleibt natürlich bestehen.
    
Im Oktober 2012 stellte das Bundesdenkmalamt nach einer Prüfung fest, dass die [[1948]] errichtete ÖBB-Seilbahn nicht erhaltenswürdig ist. Lediglich die Bergstation bleibt stehen und wird für eine [[Nationalpark Hohe Tauern Ausstellungen|Nationalparkausstellung]] zum Thema [[Wetter]] und [[Klima]] umgebaut<ref>{{Quelle SN|27. Oktober 2012}}</ref>.
 
Im Oktober 2012 stellte das Bundesdenkmalamt nach einer Prüfung fest, dass die [[1948]] errichtete ÖBB-Seilbahn nicht erhaltenswürdig ist. Lediglich die Bergstation bleibt stehen und wird für eine [[Nationalpark Hohe Tauern Ausstellungen|Nationalparkausstellung]] zum Thema [[Wetter]] und [[Klima]] umgebaut<ref>{{Quelle SN|27. Oktober 2012}}</ref>.
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: 2025: Geplante Inbetriebnahme
 
: 2025: Geplante Inbetriebnahme
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== Weblink ==
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* [https://afry.com/sites/default/files/2021-11/NEU_V2_KW%20Tauernmoos-Projektfotos%20A4.pdf afry.com], pdf, mit Projektfotos
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* {{Quelle SN|1. Mai 2012 und 11. Juni 2021}}
 
* {{Quelle SN|1. Mai 2012 und 11. Juni 2021}}
* {{Quelle SN|20. September 2012 und 11. Juni 2023}}  
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* {{Quelle SN|20. September 2012 und 11. Juni 2023}}  
 
* [https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahn-dreh-strom/wasserkraft/kraftwerk-tauernmoos infrastruktur.oebb.at], abgefragt am 11. Juni 2021
 
* [https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahn-dreh-strom/wasserkraft/kraftwerk-tauernmoos infrastruktur.oebb.at], abgefragt am 11. Juni 2021
 
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* [https://afry.com/de-at/projekt/pumpspeicherkraftwerk-tauernmoos afry.com], abgefragt am 13. Juli 2024
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== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==
 
<references/>
 
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