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| | [[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos 02.jpg|thumb|Mineur bei der Verkabelung der Sprengkabel in die Bohrlöcher.]] | | [[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos 02.jpg|thumb|Mineur bei der Verkabelung der Sprengkabel in die Bohrlöcher.]] |
| | {{#ev:youtube|eyQpRwxab4o|280|right|Baustart Kraftwerk Tauernmoos 05:45 min Video}} | | {{#ev:youtube|eyQpRwxab4o|280|right|Baustart Kraftwerk Tauernmoos 05:45 min Video}} |
| − | Das '''Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos''' ist ein in Bau befindliches Wasserkraftwerk der [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] (ÖBB) im [[Stubachtal]] in den [[Hohen Tauern]] im [[Pinzgau]]. | + | Das '''Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos''' ist ein in Bau befindliches Wasserkraftwerk der [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] (ÖBB) im [[Stubachtal]] in den [[Hohen Tauern]] im [[Pinzgau]]. Es wird mit zwei Turbinen eine Leistung von 170 Megawatt liefern. Die Gesamtkosten betragen 360 Mill. Euro (Stand 2023). |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | [[2012]] erzeugten die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] nur 34 Prozent der benötigten Energie selbst, ein weiteres Viertel kam aus Partnerkraftwerken. Der Rest musste zugekauft werden, und zwar zum jeweiligen Zeitpunkt und Preis, wann der Strom benötigt wird. Beim Pumpspeicher-Kraftwerk Tauernmoos - es wird das größte Wasserkraftwerk der Bundesbahnen - kann mit billigem Strom in verbrauchsarmen Zeiten Wasser nach oben gepumpt, gespeichert und später bei Bedarf - etwa zu den Verbrauchsspitzen - damit wieder Strom erzeugt werden. | | [[2012]] erzeugten die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] nur 34 Prozent der benötigten Energie selbst, ein weiteres Viertel kam aus Partnerkraftwerken. Der Rest musste zugekauft werden, und zwar zum jeweiligen Zeitpunkt und Preis, wann der Strom benötigt wird. Beim Pumpspeicher-Kraftwerk Tauernmoos - es wird das größte Wasserkraftwerk der Bundesbahnen - kann mit billigem Strom in verbrauchsarmen Zeiten Wasser nach oben gepumpt, gespeichert und später bei Bedarf - etwa zu den Verbrauchsspitzen - damit wieder Strom erzeugt werden. |
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| − | Bereits im Frühjahr [[2012]] starteten die Vermessungs- und Bodenerkundungsarbeiten. Nach einer europaweiten Ausschreibung rechneten die ÖBB dann mit dem Start der Bauarbeiten für den Frequenzumrichter und das Umspannwerk im Frühjahr [[2013]]. Die Bauarbeiten für das Kraftwerk selbst könnten nach Vorliegen aller ÖBB-internen Beschlüsse ab Herbst 2013 anlaufen. Die Inbetriebnahme war für [[2018]] vorgesehen, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Allerdings fand dann der tatsächliche Baubeginn erst [[2020]] statt.. | + | Bereits im Frühjahr [[2012]] starteten die Vermessungs- und Bodenerkundungsarbeiten. Nach einer europaweiten Ausschreibung rechneten die ÖBB dann mit dem Start der Bauarbeiten für den Frequenzumrichter und das Umspannwerk im Frühjahr [[2013]]. Die Bauarbeiten für das Kraftwerk selbst könnten nach Vorliegen aller ÖBB-internen Beschlüsse ab Herbst 2013 anlaufen. Die Inbetriebnahme war für [[2018]] vorgesehen, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Allerdings fand dann der tatsächliche Baubeginn erst [[2020]] statt. |
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| | Das geplante ÖBB-Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos war schon im April [[2012]] von der UVP-Behörde genehmigt worden. Die ÖBB hattben für ihr geplantes Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos ([[Pinzgau]]) seit [[30. April]] 2012 alle Bewilligungen auf dem Tisch. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) lag nun ein positiver Bescheid des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] vor. Der UVP-Bescheid beinhaltete laut Aussendung neben Wasserrecht und [[Naturschutz]] alle erforderlichen Genehmigungen, speziell die des Eisenbahngesetzes. | | Das geplante ÖBB-Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos war schon im April [[2012]] von der UVP-Behörde genehmigt worden. Die ÖBB hattben für ihr geplantes Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos ([[Pinzgau]]) seit [[30. April]] 2012 alle Bewilligungen auf dem Tisch. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) lag nun ein positiver Bescheid des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] vor. Der UVP-Bescheid beinhaltete laut Aussendung neben Wasserrecht und [[Naturschutz]] alle erforderlichen Genehmigungen, speziell die des Eisenbahngesetzes. |
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| − | Im Herbst wollten die ÖBB aber eine Änderungsbewilligung beantragen. Denn das Unternehmen hatte groß umgeplant. Die ÖBB wollten jetzt alle Anlagen des Kraftwerks mit einem Tunnelsystem erschließen. Der Haupttunnel soll vom [[Enzingerboden]], wo die Landesstraße endet, über den [[Grünsee]] und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 [[m ü. A.]] Höhe führen. ÖBB-Projektleiter Walter Kühner sagte, die Stollen seien etwa acht Kilometer lang. "Die Kosten betragen rund 25 Mill. Euro." | + | Im Herbst wollten die ÖBB aber eine Änderungsbewilligung beantragen. Denn das Unternehmen hatte groß umgeplant. Die ÖBB wollten jetzt alle Anlagen des Kraftwerks mit einem Tunnelsystem erschließen. Der Haupttunnel soll vom [[Enzingerboden]], wo die Landesstraße endet, über den [[Grünsee]] und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 [[m ü. A.]] Höhe führen. ÖBB-Projektleiter Walter Kühner sagte, die Stollen seien etwa acht Kilometer lang. "Die Kosten betragen rund 25 Mill. Euro." |
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| | Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte." Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen." | | Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte." Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen." |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * {{Quelle SN|1. Mai 2012 und 11. Juni 2021}} | | * {{Quelle SN|1. Mai 2012 und 11. Juni 2021}} |
| − | * {{Quelle SN|20. September 2012 und 11. Juni 2023}} | + | * {{Quelle SN|20. September 2012 und 11. Juni 2023}} |
| | * [https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahn-dreh-strom/wasserkraft/kraftwerk-tauernmoos infrastruktur.oebb.at], abgefragt am 11. Juni 2021 | | * [https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahn-dreh-strom/wasserkraft/kraftwerk-tauernmoos infrastruktur.oebb.at], abgefragt am 11. Juni 2021 |
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