Salzburger Kaffeehäuser: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. Mai 2007, 08:35 Uhr
Die Tradition der Salzburger Caféhäuser reicht bis ins Jahr 1700 zurück und zählt noch heute zu einem wichtigen Teil des Salzburger Gesellschaftslebens.
Die Geschichte des Caféhauses
Die Heimat der Kaffeebohne ist das Hochland von Abessinien in Äthiopien, die Provinz Kaffa. Über den Orient, im Besonderen Istanbul (früher Konstantinopel) fand die Kaffeebohne und damit auch das anregende Getränk, seinen Weg nach Europa.
Man nimmt an, dass der in Polen geborene und in Wien lebende Kaufmann Georg Franz Kolschitzky, (* 1640 in Polen, † 20. Februar 1694 in Wien), 1683 das erste österreichische Kaffeehaus in Wien eröffnet hatte. 500 eroberte Kaffeesäcke erhielt er nach der zweiten Türkenbelagerung für seine Kundschafterdienste.
Doch es soll schon 1647 hat ein Kaffeehaus in Venedig, Italien, eröffnet, das demnach das erste Kaffeehaus in Europa war. Es folgten weitere Cafés in Italien, vor allem in Oberitalien. Turin wurde eine Hochburg der Cafés (und der Schokolade!), was noch heute in den vielen Caféhäusern zu sehen ist. Aber auch in Triest und Mailand wurde die Caféhäuser beschätzte Treffpunkte.
In Wien wurde das Café zunächst nur sehr zögerlich angenommen. 1688 gab es vier Cafés und noch 1747 zählte man Kaffee zu den exklusiven Getränken. Erst zur Zeit von Kaiserin Maria Theresia setzte sich das Café trotz seines bis dahin schlechten Rufs (Treffpunkt der feschen und leichten Mädels) als beliebter Treffpunkt aller Gesellschaftsschichten durch.
Stundenlanges ungestörtes Zeitungslesen bei einer Tasse Kaffee und einem Glas Wasser, angeregte Gespräche und das Schreiben von Romanen oder Gedichten - so stellte sich das Café dann im 19. Jahrhundert in Österreich dar. Literaten wie Stefan Zweig (1881 - 1942) oder Emil Honoré de Balzac (1799 - 1850) waren begeisterte Kaffeetrinker und Caféhaus-Besucher.
Übrigens, neueste Forschungen haben bewiesen, dass Kaffee den Körper nicht entwässert. Somit ist die lieb gewonnene Tradition, ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken wohl mehr dem Wohlgefühl dienend als den Wasserhaushalt des Menschen zu regulieren.
Die Geschichte der Salzburger Caféhäuser
Sie beginnt mit Johann Georg Fritsch, einem Deutschböhmen, der 1700 vom Erzbischof Johann Ernst die Erlaubnis erhält, ein Cafégewölb zu eröffnen. Aus diesem Cafégewölb wurde dann das Café Staiger-Tomaselli.
1824 beginnt die lange Tradition des Café Mozart, dass schon zur Zeit der Gründung Billard-Tische hatte und später als Schachcafé bekannt wurde. Das Café Bazar wurde nach Plänen von Valentin und Jakob Ceconi erbaut und zählt, ebenso wie das Café Tomaselli zu den noch bestehenden Traditionscafès in der Stadt Salzburg.
Beim Schmökern durch die unten stehenden Café-Links werden die Leser aber auch über längst geschlossene Cafés spolpern und somit vielleicht beim nächsten Stadtbummel sich auf Spurensuche begeben.
wird in den nächsten Tage vervollständigt
Cafés
- Café Staiger-Tomaselli - Alter Markt, Salzburg
- Das Gerlich'sche und das Erich'sche Kaffeehaus - Getreidegasse, Salzburg
- Café Mozart - Getreidegasse, Salzburg
Café Endres - Linzergasse 10, Salzburg
Café Bazar
Am 1. Oktober 1883 scheinen Elisabeth, geborene Irber, und Josef Musch als Besitzer des Café Bazar auf. Nach dem Tod seiner Frau verkauft Musch 1886 an Johann und Philippine Brandl das Café und 1906 geht es in den Besitz von Otto Tomaselli.
Café Glockenspiel
1925 eröffnete der langjährige Oberkellner des Café Tomaselli, Franz Woisetschläger, in den früheren Räumen der Eisenhandlung Trakl am Mozartplatz das Café. Heute Café Demel.
Café Getreidegasse
Café Posthof
Café Austria
Café Bristol
Café Central
Café Corso
Café Großglockner
Café Hötzendorf - Café Stranzky
Café Koller - Café National - Café Krimmel
Café Lobmayr
Café Pitter
Café Sport
Café Zeller - Café Koller - Café Lohr
Café-Konditoreien
Café-Konditorei Schatz
Café-Konditorei Fürst
Quellen
- Schriftenreihe des Vereines Freunde der Salzburger Geschichte, 1995, Beitrag Walburg Schobensberger Vom Cafégewölb zum Literatencafé
- Eigenbeitrag von Peter Krackowizer (Einleitung)