Rote Elektrische: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Sie ging aus der [[Dampfeisenbahn]] hervor, die am [[10. August]] [[1886]] ihren Dienst innerhalb des heutigen Salzburger Stadtgebiets zunächst | Sie ging aus der [[Dampfeisenbahn]] hervor, die am [[10. August]] [[1886]] ihren Dienst innerhalb des heutigen Salzburger Stadtgebiets zunächst als Dampftramway aufgenommen hatte. Am [[1. Juli]] [[1907]] wurde die Verbindung der "Roten Elektrischen" vom [[Salzburger Lokalbahnhof#Geschichte|Salzburger Lokalbahnhof]] zur Haltestelle [[Drachenloch]] in [[Grödig]]-[[St. Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]] eröffnet. Am [[16. Juli]] 1907 erfolgte die Eröffnung des Teilabschnitts der "[[Grüne Elektrische|Grünen Elektrischen]]" von [[Berchtesgaden]] nach [[Marktschellenberg|Schellenberg Markt]], am [[1. Oktober]] 1907 die Vollendung bis [[Hangendenstein]]. Am gleichen Tag verlängerte man auch die aus Richtung [[Salzburg Lokalbahnhof]] kommende Dampfstraßenbahn von St. Leonhard-Drachenloch bis Hangendenstein. | ||
Am [[15. Jänner]] [[1908]] konnte der Streckenabschnitt von der Staatsgrenze zu [[Deutschland]] bei Hangendenstein bis Berchtesgaden in [[Bayern]] elektrifiziert in Betrieb genommen werden. | |||
Der [[Erste Weltkrieg]] brachte ganz andere Fahrgäste - [[ | Bereits im ersten Betriebsjahr verkehrten 15 Zugpaare auf der Strecke nach [[Hellbrunn]], wohin die Fahrzeit vom Salzburger Lokalbahnhof 37 Minuten betrug. Die Bahn transportierte aber auch Güter. Immerhin 19 000 Tonnen waren es [[1888]] ([[Marmor]] des [[Untersbergstock]]s, Zement vom [[Zementwerk Leube GmbH]] in [[Gartenau]] u. a.). Zwischen [[1906]] und 1909 konnte man die Fahrgastzahlen verdoppeln und erreichte [[1911]] rund 800 000 Fahrgäste. | ||
Der [[Erste Weltkrieg]] brachte ganz andere Fahrgäste - [[Flüchtlinge]] aus den östlichen Teilen der [[Habsburgermonarchie|Donaumonarchie]] in das [[Lager Niederalm]] und Kriegsgefangene in das [[k.u.k. Kriegsgefangenenlager Grödig]]. | |||
In der [[Zwischenkriegszeit]], [[1931]], wurde dann sogar ein Buffetwagen angekoppelt, um die Attraktivität der Bahn zu erhöhen. Aber auf Wunsch [[Adolf Hitler]]s und der damaligen Verkehrsplanern wurde der Streckenabschnitt ''Kilian'' (Berchtesgaden–St. Leonhard) am [[2. Oktober]] [[1938]] eingestellt. Damals wurde die Trasse zur Anlage bzw zur Verbreiterung der neuen Alpenstraße als Teil der "[[Deutsche Alpenstraße|Deutschen Alpenstraße]]" benötigt. | In der [[Zwischenkriegszeit]], [[1931]], wurde dann sogar ein Buffetwagen angekoppelt, um die Attraktivität der Bahn zu erhöhen. Aber auf Wunsch [[Adolf Hitler]]s und der damaligen Verkehrsplanern wurde der Streckenabschnitt ''Kilian'' (Berchtesgaden–St. Leonhard) am [[2. Oktober]] [[1938]] eingestellt. Damals wurde die Trasse zur Anlage bzw zur Verbreiterung der neuen Alpenstraße als Teil der "[[Deutsche Alpenstraße|Deutschen Alpenstraße]]" benötigt. | ||
Die | Die "Rote Elektrische" blieb noch bis [[31. Oktober]] [[1953]] als Straßenbahn im Salzburger Stadtbild erhalten, wurde dann aber auf Wunsch der [[Besatzungsmacht]] ebenfalls eingestellt. | ||
Die | Die "Rote Elektrische" bediente innerhalb des Salzburger Stadtgebiets auch eine Linie vom [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] bis [[Parsch]], wobei sie auch als Umsteigeverbindung zur [[Gaisbergbahn]] benutzt wurde. Für die Nordstrecke in den Salzburger [[Flachgau]] kam sie aber niemals zum Einsatz, da dieser Streckenabschnitt der heutigen Salzburger Lokalbahn erst nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] elektrifiziert wurde. | ||
==Historische Notizen== | ==Historische Notizen== | ||
Auf der Fahrt vom Salzburger Lokalbahnhof nach St. Leonhard in einem der Züge der | Auf der Fahrt vom Salzburger Lokalbahnhof nach St. Leonhard in einem der Züge der "Roten Elektrischen" sollen sich, der Erzählung von [[Ernst Kronreif II.]] nach, sein Vater, [[Ernst Kronreif|Ernst]] und [[Ernst Kussin]] kennengelernt haben. Kussin, der einen der damaligen Kompagnons des Mattighofener Unternehmens [[KTM]] gekannt hatte - Moser - brachte diesen mit Kronreif zusammen. So begann die Geschichte des Fahrrad-, Moped- und Motorradherstellers KTM. | ||
==Streckenverlauf== | ==Streckenverlauf== | ||
==== Salzburg–Hangendenstein==== | ==== Salzburg–Hangendenstein==== | ||
Vom Salzburger Lokalbahnhof durch die Stadt über [[Max-Ott-Platz]] (Station [[Fünfhaus]]), [[Schwarzstraße]], [[Imbergstraße]], [[Äußerer Stein]], [[Nonntal]] und [[Hellbrunn]] über [[Anif]], nach | Vom Salzburger Lokalbahnhof durch die Stadt über [[Max-Ott-Platz]] (Station [[Fünfhaus]]), [[Schwarzstraße]], [[Imbergstraße]], [[Äußerer Stein]], [[Nonntal]], [[Morzg]] und [[Hellbrunn]] über [[Anif]], Grödig nach St. Leonhard Drachenloch. Diese Strecke ging am [[21. November]] [[1886]] noch als Dampftramway-Bahn in Betrieb. Ab [[1. Juli]] [[1903]] fuhr dann die "Rote Elektrische" und bediente diese Strecke bis [[1. November]] [[1953]]. | ||
Die Verlängerung von der Staatsgrenze beim Hangendenstein an der bayerischen Grenze über Berchtesgaden bis an den Königssee war [[1907]]/[[1908]] durch die [[Grüne Elektrische]] zunächst bis Berchtesgaden, später bis zum Königssee bis [[2. Oktober]] [[1938]] in Betrieb. | Die Verlängerung von der Staatsgrenze beim Hangendenstein an der bayerischen Grenze über Berchtesgaden bis an den Königssee war [[1907]]/[[1908]] durch die "[[Grüne Elektrische]]" zunächst bis Berchtesgaden, später bis zum Königssee bis [[2. Oktober]] [[1938]] in Betrieb. | ||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* [[Vom Stadtrecht zur Bürgerbeteiligung]] | * [[Gerhard Lindinger]]: in "[[Vom Stadtrecht zur Bürgerbeteiligung]]": ''Der städtische Verkehr im Wandel der Zeit'', Seite 307ff | ||
{{Quelle Anif Geschichte}} | {{Quelle Anif Geschichte}} | ||