Schule im Nationalsozialismus: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war eine weitere Zäsur im Schulwesen. Eine erste Auswirkung war der Mangel an Lehrkräften. Die Schule wurde auch Ort der Kriegspropaganda. NS-Propagandafilme wurden in der Schule gezeigt, den Schülern sollte die Deutsche Wochenschau empfohlen werden, Soldaten kamen als Vortragende an die Schulen. Mit den Rationierungen wurde Sparen propagiert und Schüler zu intensiver Sammeltätigkeit angehalten. Gesammelt wurden: Altpapier, Alttextilien, Metalle, Folien, Korke und Knochen. Mit Fortdauer des Krieges stellte die Schule für die Nationalsozialisten auch einen Rekrutierungsplatz dar, wo die Schüler auf ihre ihre zukünftige Aufgabe als Soldat vorbereitet werden sollten. | Der Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war eine weitere Zäsur im Schulwesen. Eine erste Auswirkung war der Mangel an Lehrkräften. Die Schule wurde auch Ort der Kriegspropaganda. NS-Propagandafilme wurden in der Schule gezeigt, den Schülern sollte die Deutsche Wochenschau empfohlen werden, Soldaten kamen als Vortragende an die Schulen. Mit den Rationierungen wurde Sparen propagiert und Schüler zu intensiver Sammeltätigkeit angehalten. Gesammelt wurden: Altpapier, Alttextilien, Metalle, Folien, Korke und Knochen. Mit Fortdauer des Krieges stellte die Schule für die Nationalsozialisten auch einen Rekrutierungsplatz dar, wo die Schüler auf ihre ihre zukünftige Aufgabe als Soldat vorbereitet werden sollten. | ||
Als der Krieg Salzburg direkt erreichte, mussten Schulen auf Anordnung für Flüchtlinge, für die Wehrmacht oder als Lazarett zur Verfügung gestellt werden. Durch die Fliegeralarme wurde der Unterricht stark beeinträchtigt. Es hing jedoch stark von den örtlichen Gegenebenheiten ab, während die Gebirgstäler nicht betroffen war, litt der Eisenbahnknotenpunkt Bischofshofen sdtark unter Fliegerangriffen. Ab Weihnachten [[1944]] war dort kein geregelter Unterricht mehr möglich. Wie eine Zeitzeugin berichtet, war der Unterricht fast täglich schon um 10 Uhr zu Ende. | Als der Krieg Salzburg direkt erreichte, mussten Schulen auf Anordnung für Flüchtlinge, für die Wehrmacht oder als Lazarett zur Verfügung gestellt werden. Durch die Fliegeralarme wurde der Unterricht stark beeinträchtigt. Es hing jedoch stark von den örtlichen Gegenebenheiten ab, während die Gebirgstäler nicht betroffen war, litt der Eisenbahnknotenpunkt Bischofshofen sdtark unter Fliegerangriffen. Ab [[Weihnachten]] [[1944]] war dort kein geregelter Unterricht mehr möglich. Wie eine Zeitzeugin berichtet, war der Unterricht fast täglich schon um 10 Uhr zu Ende. | ||
Nach Kriegsende wurden am [[1. Juli]] [[1945]] alle Lehrkräfte suspendiert, ihnen wurden Fragebögen übermittelt,falls sie der Überprüfung durch die Militärregierung entsprachen, erfolgte eine Wiedereinstellung. | Nach Kriegsende wurden am [[1. Juli]] [[1945]] alle Lehrkräfte suspendiert, ihnen wurden Fragebögen übermittelt,falls sie der Überprüfung durch die Militärregierung entsprachen, erfolgte eine Wiedereinstellung. | ||