Salzburger Bergwerksmarken: Unterschied zwischen den Versionen
(Salzburger Bergwerksmarken (Seite wurde neu angelegt)) |
K |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | |||
'''Salzburger Bergwerksmarken''', [[Wahrzeichengeld]] genannt, war ein Ersatzgeld, mit dem die in Bergbaubetrieben beschäftigten Arbeiter das Lebensnotwendige wie Essen, Trinken und Bekleidung zu einem erschwinglichen Preis kaufen konnten. | '''Salzburger Bergwerksmarken''', [[Wahrzeichengeld]] genannt, war ein Ersatzgeld, mit dem die in Bergbaubetrieben beschäftigten Arbeiter das Lebensnotwendige wie Essen, Trinken und Bekleidung zu einem erschwinglichen Preis kaufen konnten. | ||
==Einführung, Ausgabe und Einstellung== | ==Einführung, Ausgabe und Einstellung== | ||
| − | Die Ausgabe von Bergwerksmarken wurde unter [[Wolf Dietrich von | + | Die Ausgabe von Bergwerksmarken wurde unter [[Wolf Dietrich von Reitenau]] eingeführt und erfolgte sowohl durch das Erzstift als auch durch private [[Gewerke|Gewerken]] insbesondere im Umfeld des [[Goldbergbau]]es. [[1734]] wurde die Ausgabe des Wahrzeichengeldes nach Missbrauch und Bürgerprotesten unter [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] eingestellt und die Annahme bei staatlichen Kassen und im Handel untersagt. Die jüngsten Bergwerksmarken stammen aus dem Jahr [[1732]]. |
[[Karl Roll]], Erforscher des Salzburger Münzwesens, hat die Salzburger Bergwerksmarken in zwei großen Arbeiten und in einem Nachtrag dazu behandelt. | [[Karl Roll]], Erforscher des Salzburger Münzwesens, hat die Salzburger Bergwerksmarken in zwei großen Arbeiten und in einem Nachtrag dazu behandelt. | ||
Version vom 3. Januar 2011, 00:05 Uhr
Salzburger Bergwerksmarken, Wahrzeichengeld genannt, war ein Ersatzgeld, mit dem die in Bergbaubetrieben beschäftigten Arbeiter das Lebensnotwendige wie Essen, Trinken und Bekleidung zu einem erschwinglichen Preis kaufen konnten.
Einführung, Ausgabe und Einstellung
Die Ausgabe von Bergwerksmarken wurde unter Wolf Dietrich von Reitenau eingeführt und erfolgte sowohl durch das Erzstift als auch durch private Gewerken insbesondere im Umfeld des Goldbergbaues. 1734 wurde die Ausgabe des Wahrzeichengeldes nach Missbrauch und Bürgerprotesten unter Leopold Anton Freiherr von Firmian eingestellt und die Annahme bei staatlichen Kassen und im Handel untersagt. Die jüngsten Bergwerksmarken stammen aus dem Jahr 1732.
Karl Roll, Erforscher des Salzburger Münzwesens, hat die Salzburger Bergwerksmarken in zwei großen Arbeiten und in einem Nachtrag dazu behandelt.
Quellen
- Günther Probszt, Die Münzen Salzburgs, 1975, Bale (Suisse), Association Internationale des Numismates Professionnels, Graz, Kommissionsverlag Akademischer Druck- und Verlagsanstalt
- Salzburgwiki, Stichwort Wahrzeichengeld