Kaprun Moor: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Kaprun Moor''' ist ein Geschützter Landschaftsteil zwischen der Salzach und Kaprun.  
 
Das '''Kaprun Moor''' ist ein Geschützter Landschaftsteil zwischen der Salzach und Kaprun.  
 
==Lage und Fläche==
 
==Lage und Fläche==
Das Kaprun Moor liegt ca. 1,7 km nordöstlich von [[Kaprun]], zwischen dem orografisch rechten Ufer der [[Salzach]] und dem Ort Kaprun. Die geschützte Fläche beträgt 32,1421 ha. Das Moor wird größtenteils von landwirtschaftlich genutzten Wiesen umgeben. Es handelt sich dabei zum Teil um Schilf- und Streuwiesen. Im Nordosten reicht das Moor bis zu den Ufergehölzen der Salzach. Im Südosten wird das Moor durch einen Bachlauf begrenzt. Im Westen des Landschaftsschutzgebietes wurde kürzlich das [[Tauern Spa Kaprun]] errichtet.  
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Das Kaprun Moor liegt ca. 1,7 km nordöstlich von [[Kaprun]], zwischen dem orografisch rechten Ufer der [[Salzach]] und dem Ort Kaprun. Die geschützte Fläche beträgt 32,1421 ha. Das Moor wird größtenteils von landwirtschaftlich genutzten Wiesen umgeben. Es handelt sich dabei zum Teil um Schilf- und Streuwiesen. Im Nordosten reicht das Moor bis zu den Ufergehölzen der Salzach. Im Südosten wird das Schutzgebiet durch einen Bachlauf begrenzt. Im Westen des Landschaftsschutzgebietes wurde kürzlich das [[Tauern Spa Kaprun]] errichtet.
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==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
 
Das Kaprun Moor befindet sich auf nacheiszeitlichen Sanden und Schottern. Es wird von zwei breiten geschotterten Wegen und von drei Entwässerungsgräben durchquert.  
 
Das Kaprun Moor befindet sich auf nacheiszeitlichen Sanden und Schottern. Es wird von zwei breiten geschotterten Wegen und von drei Entwässerungsgräben durchquert.  

Version vom 17. November 2010, 22:27 Uhr

Das Kaprun Moor ist ein Geschützter Landschaftsteil zwischen der Salzach und Kaprun.

Lage und Fläche

Das Kaprun Moor liegt ca. 1,7 km nordöstlich von Kaprun, zwischen dem orografisch rechten Ufer der Salzach und dem Ort Kaprun. Die geschützte Fläche beträgt 32,1421 ha. Das Moor wird größtenteils von landwirtschaftlich genutzten Wiesen umgeben. Es handelt sich dabei zum Teil um Schilf- und Streuwiesen. Im Nordosten reicht das Moor bis zu den Ufergehölzen der Salzach. Im Südosten wird das Schutzgebiet durch einen Bachlauf begrenzt. Im Westen des Landschaftsschutzgebietes wurde kürzlich das Tauern Spa Kaprun errichtet.

Beschreibung

Das Kaprun Moor befindet sich auf nacheiszeitlichen Sanden und Schottern. Es wird von zwei breiten geschotterten Wegen und von drei Entwässerungsgräben durchquert. Flächenmäßig besteht etwa die Hälfte des Moores aus waldfreien Moor-, bzw. Sumpfgesellschaften in Form von Schilfsumpf- und Pfeifengraswiesen. Die bewaldeten Flächen des Landschaftsschutzgebietes Kaprun Moor liegen im Süden und im Osten. Sie setzen sich aus Birken-Kiefern-Waldmoor im Kernbereich und nach außen hin aus Moorbirken- und Schwarzerlendominierten Bruchwäldern zusammen. Beigemischt sind Grauerlen und Auwaldelemente. Wanderer, Läufer, Radfahrer, Reiter, Langläufer und Pferdeschlittenkunden erfreuen sich der Schönheit des Schutzgebietes. (Es wurde aber auch schon einmal eine Bollywood-Filmcrew und häufig Hochzeitsfotografen samt „Opfern“ gesichtet.)

Pflanzenwelt

Im Schutgebiet wachsen Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Gemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris), Sumpf-Veilchen (Viola palustris), Torfmoose (Sphagnum sp.), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Moosbeere (Oxycoccus palustris), Wollgras (Eriophorum angustifolium), Schwalbenschwanz-Enzian (Gentiana asclepiadea), Helmkraut (Scutellaria minor), Weiden (Salix alba, S. aurita, S. cinerea, S. helvetica, S. triandra, S. nigricans, S. caprea) und Seidelbast (Daphne mezereum). ==Tierwelt== Das Kaprun Moor beherbergt Bläßhuhn, Sumpfrohrsänger, Mönchsgrasmücke, Hausrotschwanz, Stieglitz, Waldkauz, Specht, Baumpieper, Drossel, Zilpzalp, Gelbspötter,Eichelhäher, Hänfling, Zaunkönig, Rotkehlchen; Zauneidechse, Ringelnatter, Kreuzotter, Springfrosch und Erdkröte.

Ev. Gefährdungen

Die drei schon erwähnten Entwässerungsgräben, die zwei Wege, eine Wochenendhütte mit umliegender Kultivierung, sowie die Beweidung.

Quellen