Rose Pauly: Unterschied zwischen den Versionen

Quellen: + Quelle
T schaible (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 2: Zeile 2:


== Leben ==
== Leben ==
Rose Pauly war die Tochter von Alexander Pollak und seiner Frau Antonie, geborene Slattner. Sie studierte von [[1910]] bis [[1916]] an der Wiener Musikakademie Gesang bei Rosa Papier, der Mutter von [[Bernhard Paumgartner]], und trat seit [[1915]] öffentlich auf.
Rose Pauly war die Tochter von Alexander Pollak und seiner Frau Antonie, geborene Slattner. Sie studierte von [[1910]] bis [[1916]] an der Wiener Musikakademie Gesang bei Rosa Papier, der Mutter von [[Bernhard Paumgartner]], und trat seit [[1915]] öffentlich auf.
Nach verschiedenen Engagements in [[Deutschland]] war sie ab 1933 in Prag ([[Tschechien|Tschechoslowakei]]) und [[Wien]] engagiert.  


Rosa Pauly war bereits vor der Machtübernahme Hitlers im Jahr 1933 zum ersten Mal Opfer antisemitischer Übergriffe in der deutschen Presse. Nach der Machtübernahme konnte sie nicht mehr an der Berliner Staatsoper auftreten, wechselte nach Österreich, sang in Brünn, Graz, Wien und Salzburg und war nach dem „Anschluss“ Österreichs erneut Opfer eines Auftrittsverbotes im gesamten deutschsprachigen Raum.  
Bis [[1933]] war sie an verschiedenen Opern in [[Deutschland]] engagiert, war jedoch bereits vor der Machtübernahme Hitlers Opfer antisemitischer Übergriffe in der deutschen Presse. Dennoch konnte sie aufgrund der Fürsprache des Präsidenten der Reichsmusikkammer, Richard Strauss — sehr zum Missfallen des deutschen Propagandaministers Joseph Goebbels — noch bis zum 14. Februar 1934 an der Berliner Staatsoper auftreten.


Von [[1938]] bis [[1940]] hatte Rosa Pauly Engagements an der ''Metropolitan Opera'' in New York, und sang an Opernhäusern in aller Welt. [[1942]] beendete sie nach einem schweren Sturz ihre Bühnenkarriere und wanderte [[1946]] mit ihrer Familie nach Palästina aus, wo sie seither als Gesangslehrerin tätig war.
Von [[1933]] bis 1936 war sie am Deutschen Theater in Prag engagiert und sang an verschienenen Bühnen in der [[Tschechien|Tschechoslowakei]] und in Österreich. Als ihr dies nach dem [[Anschluss]] aufgrund eines Auftrittsverbotes nicht mehr möglich war, emigrierte sie [[1938]] in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]]. Dort stand sie von 1938 bis [[1940]] an der ''Metropolitan Opera'' in New York unter Vertrag. Außerdem sang sie an Opernhäusern in aller Welt. [[1942]] beendete sie nach einem schweren Sturz ihre Bühnenkarriere und wanderte [[1946]] mit ihrer Familie nach Palästina aus, wo sie seither als Gesangslehrerin tätig war.


Rose Pauly war verheiratet mit dem Kölner Wollgroßhändler Jean Dreesen, in zweiter Ehe seit März [[1933]] mit Dr. Hafis Haggag, einem ägyptischen Chirurgen an der Berliner Charité, in dritter Ehe seit Februar [[1939]] mit dem jüdischen Arzt Dr. Josef Fleischer aus Prag. Sie hatte eine Tochter, Margit (* [[8. April]] [[1931]] in Wien).
Rose Pauly war verheiratet mit dem Kölner Wollgroßhändler Jean Dreesen, in zweiter Ehe seit März [[1933]] mit Dr. Hafis Haggag, einem ägyptischen Chirurgen an der Berliner Charité, in dritter Ehe seit Februar [[1939]] mit dem jüdischen Arzt Dr. Josef Fleischer aus Prag. Sie hatte eine Tochter, Margit (* [[8. April]] [[1931]] in Wien).
Zeile 14: Zeile 13:
Rose Pauly trat in mehreren Rollen bei den [[Salzburger Festspiele]]n auf, nämlich
Rose Pauly trat in mehreren Rollen bei den [[Salzburger Festspiele]]n auf, nämlich
: [[Salzburger Festspiele 1922|1922]] als "Donna Anna" in ''[[Don Giovanni]]'',  
: [[Salzburger Festspiele 1922|1922]] als "Donna Anna" in ''[[Don Giovanni]]'',  
: [[Salzburger Festspiele 1933|1933]] als "Färberin" bei ''[[Die Frau ohne Schatten]]'' und
: [[Salzburger Festspiele 1933|1933]] als "Färberin" bei ''Die Frau ohne Schatten'' und
: in der Titelpartie der ''Elektra'' [[Salzburger Festspiele 1934|1934]] und [[Salzburger Festspiele 1937|1937]].
: in der Titelpartie der ''Elektra'' [[Salzburger Festspiele 1934|1934]] und [[Salzburger Festspiele 1937|1937]].


Zeile 27: Zeile 26:
* [https://archive.salzburgerfestspiele.at/institution/archiv/archiv-suchergebnisse?k=Pauly&dv=1.1.1900&db=31.12.2018&typ=0 archive.salzburgerfestspiele.at]
* [https://archive.salzburgerfestspiele.at/institution/archiv/archiv-suchergebnisse?k=Pauly&dv=1.1.1900&db=31.12.2018&typ=0 archive.salzburgerfestspiele.at]
<references/>
<references/>
* Wikipedia, Stichwort Rose Pauly


{{SORTIERUNG:Pauly, Rose}}
{{SORTIERUNG:Pauly, Rose}}