Benediktinerstift Mondsee: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Bilder gekürzt, + Bildkat. |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Älteste Darstellung des Klosters Mondsee um 1600 an einem Haus an der Herzog Odilo-Straße in Mondsee.jpg|thumb|Älteste Darstellung des Klosters Mondsee um 1600 an einem Haus an der Herzog Odilo-Straße in Mondsee]] | [[Datei:Älteste Darstellung des Klosters Mondsee um 1600 an einem Haus an der Herzog Odilo-Straße in Mondsee.jpg|thumb|Älteste Darstellung des Klosters Mondsee um 1600 an einem Haus an der Herzog Odilo-Straße in Mondsee]] | ||
[[Datei:Basilika und Schloss Mondsee B.JPG|thumb|Kirche und ehemaliges Kloster, heute [[Schloss Mondsee]]]] | [[Datei:Basilika und Schloss Mondsee B.JPG|thumb|Kirche und ehemaliges Kloster, heute [[Schloss Mondsee]]]] | ||
[[Datei:Kreuzgang in Mondsee.JPG|thumb|Kreuzgang in der ehemaligen Benediktinerabtei Mondsee, jetzt [[Schloss Mondsee]].]] | |||
[[Datei:Kreuzgang in Mondsee.JPG|thumb|Kreuzgang in der ehemaligen Benediktinerabtei Mondsee, jetzt [[Schloss Mondsee]]]] | |||
[[Datei:Adventausstelluung in Mondsee im Kreuzgang des ehem. Benediktinerstiftes.JPG|thumb| | [[Datei:Adventausstelluung in Mondsee im Kreuzgang des ehem. Benediktinerstiftes.JPG|thumb| | ||
Adventausstellung 2010 in Mondsee im Kreuzgang des ehem. Benediktinerstiftes]] | Adventausstellung 2010 in Mondsee im Kreuzgang des ehem. Benediktinerstiftes]] | ||
Das ehemalige '''Benediktinerstift Mondsee''' war eine Abtei<ref>Eine Abtei (von lat. abbatia) ist ein Kloster, dem regulär ein Abt oder eine Äbtissin vorsteht.</ref> des [[Benediktinerorden]]s in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] am gleichnamigen See im [[OÖ|oberösterreichischen]] [[Salzkammergut]]. | Das ehemalige '''Benediktinerstift Mondsee''' war eine Abtei<ref>Eine Abtei (von lat. abbatia) ist ein Kloster, dem regulär ein Abt oder eine Äbtissin vorsteht.</ref> des [[Benediktinerorden]]s in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] am gleichnamigen See im [[OÖ|oberösterreichischen]] [[Salzkammergut]]. | ||
| Zeile 23: | Zeile 21: | ||
Abt [[Simon Reuchlin]] ([[1420]] bis [[1463]]) begann mit dem Neubau der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]]. Sein Nachfolger, Abt [[Benedikt II. Eck]] ([[1463]] bis [[1499]]) schloss im Jahr [[1471]] mit [[Michael Pacher]] den Werkvertrag zur Errichtung des Flügelaltares in [[St. Wolfgang]]. Die [[Wallfahrt St. Wolfgang|Wallfahrt nach St. Wolfgang]] begann kräftig anzuziehen und wurde ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Abtei. | Abt [[Simon Reuchlin]] ([[1420]] bis [[1463]]) begann mit dem Neubau der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]]. Sein Nachfolger, Abt [[Benedikt II. Eck]] ([[1463]] bis [[1499]]) schloss im Jahr [[1471]] mit [[Michael Pacher]] den Werkvertrag zur Errichtung des Flügelaltares in [[St. Wolfgang]]. Die [[Wallfahrt St. Wolfgang|Wallfahrt nach St. Wolfgang]] begann kräftig anzuziehen und wurde ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Abtei. | ||
Im Jahr [[1506]], unter Abt [[Wolfgang Haberl]] ([[1499]] bis [[1521]]), kam Mondsee unter österreichische Landeshoheit, wurde aber [[1506]] an das [[Erzbistum | Im Jahr [[1506]], unter Abt [[Wolfgang Haberl]] ([[1499]] bis [[1521]]), kam Mondsee unter österreichische Landeshoheit, wurde aber [[1506]] an das [[Erzbistum Salzburg]] verpfändet, dem es bis zum Ende des [[16. Jahrhundert]]s zugehörig blieb. Nach dem Tod von Abt Wolfgang kam es zu Plünderungen und Aufständen, denen wahrscheinlich auch zahlreiche Kunstschätze zum Opfer fielen. Erst [[1525]] konnte das Kloster die aufständischen Bauern<ref>vergleiche [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege]]</ref> durch Geldzahlungen von Plünderungen abhalten. Das Wappen des Abtes Wolfgang Haberl mit den Anfangsbuchstaben seines Wahlspruches ''AMAD Auxilium meum a Domino'' - „Alle Hilfe kommt vom Herrn" ziert den Pilgerbrunnen und ist im heutigen Schloss dem ehemaligen Priorat neben der Kirche erhalten. | ||
[[1540]] besiedelten nur mehr zehn Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. | [[1540]] besiedelten nur mehr zehn Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. | ||
| Zeile 30: | Zeile 28: | ||
==Das Kloster wird Schloss== | ==Das Kloster wird Schloss== | ||
: ''Hauptartikel | : ''Hauptartikel [[Schloss Mondsee]] | ||
[[1810]] schenkte Kaiser [[Napoleon|Napoleon I.]] die Herrschaft dem bayrischen Feldmarschall [[Carl Philipp von Wrede]], dessen Erben es bis Mitte der [[1980er]] Jahren besaßen. Dann wurde das gesamte Gelände an den Unternehmer Asamer verkauft. | [[1810]] schenkte Kaiser [[Napoleon|Napoleon I.]] die Herrschaft dem bayrischen Feldmarschall [[Carl Philipp von Wrede]], dessen Erben es bis Mitte der [[1980er]] Jahren besaßen. Dann wurde das gesamte Gelände an den Unternehmer Asamer verkauft. | ||
==Basilika St. Michael== | ==Basilika St. Michael== | ||
:''Hauptartikel | :''Hauptartikel [[Basilika St. Michael]] | ||
Der erste Kirchenbau dürfte [[943]] samt dem Kloster von den [[Ungarn|Magyaren]] niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung Wolfgangs von Regensburg, konnte die neu erbaute Klosterkirche von St. Emmeran geweiht werden. | Der erste Kirchenbau dürfte [[943]] samt dem Kloster von den [[Ungarn|Magyaren]] niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung Wolfgangs von Regensburg, konnte die neu erbaute Klosterkirche von St. Emmeran geweiht werden. | ||
Der neue [[ | Der neue [[barock]]e Hochaltar entstand [[1626]]. Der letzte bedeutende Eingriff in die alte Bausubstanz fand [[1674]] statt. [[Meinrad Guggenbichler]] trat in diesem Jahr auf Lebenszeit in die Dienste des Klosters. Zusammen mit [[Thomas Schwanthaler]] führte er zahlreiche Kunstwerke für das Kloster aus. | ||
==Prielhof== | ==Prielhof== | ||
:''Hauptartikel | :''Hauptartikel [[Prielhof]] | ||
Der Prielhof war der größte der drei Meierhöfe des Klosters Mondsee. | Der Prielhof war der größte der drei Meierhöfe des Klosters Mondsee. | ||
==Höribachhof== | ==Höribachhof== | ||
:''Hauptartikel | :''Hauptartikel [[Höribachhof]] | ||
Der Höribachhof war einer der drei Meierhöfe des Klosters Mondsee und wird heute als Kulturzentrum genutzt. | Der Höribachhof war einer der drei Meierhöfe des Klosters Mondsee und wird heute als Kulturzentrum genutzt. | ||
== | == Bilder == | ||
{{Bildkat}} | |||
== Literatur== | == Literatur und Quellen == | ||
* Kunze, Walter: ''Mondsee- 5000 Jahre Geschichte und Kultur'', Linz 1986. | * Kunze, Walter: ''Mondsee- 5000 Jahre Geschichte und Kultur'', Linz 1986. | ||
* Sotriffer, Kristian: ''Das Salzkammergut'', Linz 1969, S. 119- 125. | * Sotriffer, Kristian: ''Das Salzkammergut'', Linz 1969, S. 119- 125. | ||
* ''Basilika St. Michael'', Kunstverlag Peda, [[Passau]], ISBN 978-3-89643-719-8. | * ''Basilika St. Michael'', Kunstverlag Peda, [[Passau]], ISBN 978-3-89643-719-8. | ||
====Einzelnachweise==== | |||
<references/> | |||
{{SORTIERUNG: Mondsee, Benediktinerstift}} | {{SORTIERUNG: Mondsee, Benediktinerstift}} | ||