Sattler-Panorama: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Franziskaner- und Kollegienkirche - Sattler-Panorama.jpg|thumb|Detailausschnitt [[Kollegienkirche]] und [[Franziskanerkirche]]]] | |||
[[Datei:Sattler-Panorama Neustadt.jpg|thumb|Detailausschnitt [[Schloss Mirabell|Mirabell]]-[[Neustadt]]-[[Innerer Stein|Innerer Stein]]]] | |||
[[Datei:Sattler-Panorama Äußeres Kaiviertel.jpg|thumb|Detailausschnitt [[Kaiviertel|Äußeres Kaiviertel]] mit [[Kajetanerkirche]]]] | |||
[[Datei:Parsch, Aigen - Sattler-Panorama.jpg|thumb|Detailausschnitt [[Äußerer Stein]]]] | [[Datei:Parsch, Aigen - Sattler-Panorama.jpg|thumb|Detailausschnitt [[Äußerer Stein]]]] | ||
Das '''Sattler-Panorama''' von [[Johann Michael Sattler]] (auch ''Salzburg-Panorama'') ist das | Das '''Sattler-Panorama''', erstellt von [[Johann Michael Sattler]], (auch ''Salzburg-Panorama'') ist das einzige erhaltene historische Stadtpanorama weltweit und eines der wertvollsten Objekte des [[Salzburg Museum]]s. Es hat einen Umfang von 26 Metern und eine Höhe von fünf Metern. | ||
==Entstehung== | ==Entstehung== | ||
Auf Anregung von [[Kaiser Franz II./I.]] (* [[1768]], † [[1835]]) begann Sattler [[1824]] mit Vorarbeiten für sein Panorama. Er suchte sich verschiedene Aussichtspunkte auf der [[Festung Hohensalzburg]] und skizzierte die Landschaft rund um Salzburg. Ab [[1825]] malte er in einem eigens angefertigten | Auf Anregung von [[Kaiser Franz II./I.]] (* [[1768]], † [[1835]]) begann Sattler [[1824]] mit Vorarbeiten für sein Panorama. Er suchte sich verschiedene Aussichtspunkte auf der [[Festung Hohensalzburg]] und skizzierte die Landschaft rund um Salzburg. Ab [[1825]] malte er in einem eigens angefertigten, im Hof des gräflich [[Überacker]]'schen Hauses (heute [[Makartplatz]] 6 [Ecke [[Dreifaltigkeitsgasse]]]) aufgestellten Pavillon an dem Gemälde. Ihm zur Seite standen die Maler [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Joseph Schindler]] (figurale Staffage). | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Nach der Fertigstellung [[1829]] ging die Familie Sattler mit dem zerlegbaren Pavillon auf ausgedehnte Europatournee. Mit einem Hausboot bereiste sie 10 Jahre lang Länder wie Deutschland, Frankreich, Niederlande oder Dänemark. Nach dem Tod | Nach der Fertigstellung [[1829]] ging die Familie Sattler mit dem zerlegbaren Pavillon auf eine ausgedehnte Europatournee. Mit einem Hausboot bereiste sie 10 Jahre lang Länder wie Deutschland, Frankreich, die [[Niederlande]] oder Dänemark. | ||
Nach dem Tod Johann Michaels vermachte sein Sohn [[Hubert Sattler|Hubert]] das Bild der [[Stadt Salzburg]]. Ab [[1873]] war das Panorama in einem eigens errichteten Pavillon im [[Kurpark (Salzburg)|Kurgarten]] zwischen [[Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg|Kurhaus]] und [[Schloss Mirabell]] ausgestellt. Dieser musste jedoch [[1937]] wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Das Panorama übersiedelte für kurze Zeit ins [[Haus für Mozart|alte Festspielhaus]], um dann, zusammengerollt, im [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] gelagert zu werden. Dort wurde es am [[16. Oktober]] [[1944]] durch einen Bombentreffer beschädigt. | |||
Nach dem Krieg diente die Festung Hohensalzburg als Zwischenlager, bis das Sattler-Panorama [[1977]] im neu errichteten [[Casino Salzburg|Casino Winkler]] (im ehemaligen [[Grand Café Winkler]]) am [[Mönchsberg]] eine neue Heimat fand. Vor dem Abbruch des Gebäudes [[2001]] musste das Gemälde | Nach dem Krieg diente die [[Festung Hohensalzburg]] als Zwischenlager, bis das Sattler-Panorama [[1977]] im neu errichteten [[Casino Salzburg|Casino Winkler]] (im ehemaligen [[Grand Café Winkler]]) am [[Mönchsberg]] eine neue Heimat fand. Vor dem Abbruch des Gebäudes [[2001]] musste das Gemälde neuerlich in ein Zwischenlager in der [[Schwarzenbergkaserne]] ausweichen. | ||
==Neue Ausstellung== | ==Neue Ausstellung== | ||
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Seit [[26. Oktober]] [[2005]] ist das ''Salzburg Panorama'' von Johann Michael Sattler wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. | Seit [[26. Oktober]] [[2005]] ist das ''Salzburg Panorama'' von Johann Michael Sattler wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. | ||
Karl Harb, Kulturredakteur der [[Salzburger Nachrichten]], schwärmte anlässlich der Eröffnung: ''Die lebendige Frische der Farben, der unendliche Detailreichtum, die Wirkungen von Licht und Schatten - nachweislich ist es vier Uhr nachmittags an einem Septembertag - , die vielen kleinen Geschichten, die das Auge im Großen, aber auch, dank aufgestellter Fernrohre, im Detail entdecken und erkunden kann: Sie machen das Panorama zu einer fulminant inszenierten Attraktion. Schon auf den ersten Blick verliebt man sich in dieses einzigartige Kunstwerk - und verliert sich sofort in den mannigfachen Perspektiven, die das Panorama bietet.'' | [[Karl Harb]], Kulturredakteur der [[Salzburger Nachrichten]], schwärmte anlässlich der Eröffnung:<br/> | ||
''Die lebendige Frische der Farben, der unendliche Detailreichtum, die Wirkungen von Licht und Schatten - nachweislich ist es vier Uhr nachmittags an einem Septembertag - , die vielen kleinen Geschichten, die das Auge im Großen, aber auch, dank aufgestellter Fernrohre, im Detail entdecken und erkunden kann: Sie machen das Panorama zu einer fulminant inszenierten Attraktion. Schon auf den ersten Blick verliebt man sich in dieses einzigartige Kunstwerk - und verliert sich sofort in den mannigfachen Perspektiven, die das Panorama bietet.'' | |||
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