Franz Zorn: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Franz "Franky" Zorn''' (* [[30. August]] [[1970]] in [[Saalfelden]], [[Pinzgau]]) ist ein Salzburger Eisspeedwayfahrer.
[[Datei:2026-02-07 027 Eisspeedway St Johann Franz Franky Zorn.jpg|thumb|Franz "Franky" Zorn beim internationalen Eisspeedway‑Rennen in [[St. Johann im Pongau]] am 7. Februar 2026.]]


==Leben==
'''Franz "Franky" Zorn''' (* [[30. August]] [[1970]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]]) ist ein Salzburger [[Bahnsport|Eisspeedway]]‑Rennfahrer, mehrfacher Europameister und zweifacher Vizeweltmeister.
Der gelernte Mechaniker startete nach dem Rückzug seines Onkels [[Toni Hörl]] [[1993]] mit dessen Maschinen die Karriere als Eisspeedwayfahrer. [[1998]] konnte er als Sieger der GP-Challenge in Uetrecht (Niederlande) erstmals einen entscheidenden Erfolg verbuchen, der ihm für die Saison [[1999]] einen Startplatz im Grand Prix sicherte.


1999 fuhr er bei seinen Heimrennen in [[St. Johann im Pongau]] und Saalfelden Siege ein und erreichte Bronze beim Teamwettbewerb bei der Weltmeisterschaft. Mit den Vizeweltmeistertiteln im Einzel [[2000]] und im Teamwettbewerb [[2001]] etablierte sich Zorn als bester nicht-russischer Eisspeedwaypilot.
== Motorsportliche Karriere ==
Der gelernte Mechaniker startete nach dem Rückzug seines Onkels Anton Hörl [[1993]] mit dessen Maschinen die Karriere als Eisspeedwayfahrer. [[1998]] konnte er als Sieger der ''GP‑Challenge'' in Utrecht ([[Niederlande]]) erstmals einen entscheidenden Erfolg verbuchen, der ihm für die Saison [[1999]] einen Startplatz im ''Grand Prix'' sicherte.


Es folgten Jahre die von Materialproblemen und Verletzungen geprägt waren. Dazu kam am [[17. März]] [[2004]] ein Brand im Haus des Saalfeldeners, der seiner Großmutter Ottilie das Leben kostete: sie starb an einer Rauchgasvergiftung. Zorn selbst schraubte im Moment des Brandausbruchs in der Garage an seinen Maschinen.
1999 fuhr er bei seinen Heimrennen in [[St. Johann im Pongau]] und Saalfelden Siege ein (in [[Lenzing (Saalfelden am Steinernen Meer)|Lenzing]] gibt es im Winter Eisrennen) und erreichte Bronze beim Team‑Wettbewerb der Weltmeisterschaft. Mit den Vizeweltmeistertiteln im Einzel [[2000]] und im Team‑Wettbewerb [[2001]] etablierte sich Zorn als bester nicht‑russischer Eisspeedway‑Pilot.


Am [[27. Jänner]] [[2008]] sicherte er sich in Sanok (Polen) als erster Nicht-Russe den Titel eines Eisspeedway-Europameisters. Ein Monat später wurde er mit dem Team im russischen Krasnogorsk Vizeweltmeister hinter Russland. Zum Abschluss seines erfolgreichsten Jahres holte Zorn auch noch die Bronzemedaille bei der Einzel-WM.
Es folgten Jahre, die von Materialproblemen und Verletzungen geprägt waren. Dazu kam am [[17. März]] [[2004]] ein Brand im Haus des Saalfeldeners, der seiner Großmutter Ottilie das Leben kostete: Sie starb an einer Rauchgasvergiftung. Zorn selbst schraubte im Moment des Brandausbruchs in der Garage an seinen Maschinen.


==Erfolge==
Am [[27. Jänner]] [[2008]] sicherte er sich in Sanok ([[Polen]]) als erster Nicht‑Russe den Titel eines Eisspeedway‑Europameisters. Ein Monat später wurde er bei der Team‑WM im russischen Krasnogorsk Vizeweltmeister hinter Russland. Zum Abschluss seines bisher erfolgreichsten Jahres holte Zorn auch noch die Bronzemedaille bei der Einzel‑WM.
* 1x Europameister 2008
* 1x Vizeweltmeister 2000
* 1x WM-Bronze 2008
* 1x EM-Bronze


* 2x Vizeweltmeister im Team 2001 und 2008
In der Saison 2008/2009 gewann Zorn abermals Bronze in der Team‑WM.
* 2x Bronze Team-WM 1999 und 2004
* 1x Bronze Team-EM 2005


==Quellen==
Auch wenn Franz Zorn die Eisspeedway‑WM [[2010]]/[[2011]] als bester Westeuropäer abschloss, entsprach Rang 9 nicht seinen Wünschen. Acht Russen – also 50 Prozent aller Fahrer – starteten im ''Grand Prix''. Genau diese acht standen auch an der Spitze der WM‑Wertung.
*Salzburger Nachrichten
*Homepage Franky Zorn


==Weblinks==
[[Datei:Verstappen und Zorn auf Eisbahn in Zell am See 04.jpg|thumb|Franky Zorn auf der Eisbahn am 24. Jänner 2022.]]
 
Die Saison [[2012]]/[[2013]] begann gleich mit einem Sieg von Zorn. Am [[27. Dezember]] 2012 gewann er beim internationalen Eisspeedway in Norrköping in [[Schweden]] mit dem Punktemaximum für den ''Grand Prix'' 2013 und schlug alle drei russischen Fahrer Eduard Krysov, Vitalij Khomitsevich und Pavel Tschajka.<ref>[http://www.motorsport-aktuell.com/motorrad/zorn-russen-nicht-unschlagbar-6504110.html www.motorsport-aktuell.com]</ref> Doch bei der Eisspeedway‑Team‑WM in Sanok in Polen am [[25. Jänner|25]]. und [[26. Jänner]] [[2013]] schlugen die Russen zurück. Das österreichische Team Harald Simon, Franz Zorn und Martin Leitner lag nach dem ersten Tag im Finale sensationell vor den Russen. Am Finaltag gab es nach den regulären Rennen Gleichstand für Russland und Österreich. Erst in einem Stechen zwischen Franz Zorn und Daniil Ivanov konnte der Russe die Team‑Weltmeisterschaft für Russland entscheiden.<ref>[http://www.speedweek.at/art_32296.html www.speedweek.at]</ref>
 
Beim Heimrennen am [[23. Februar]] 2013 in [[St. Johann im Pongau]] beim ''Champion Cup'' gelang Zorn abermals der Sprung aufs Stockerl. Er wurde hinter den beiden Russen Danil Ivanov und Eduard Krysov Dritter.<ref>[[Sport am Montag]], 25. Februar 2013</ref>
 
Bei der Eisspeedway‑Team‑WM im Februar [[2018]] in Shadrinsk in [[Russland]] wurde Zorn zusammen mit dem Kärntner Charley Ebner Dritter mit 30 Punkten hinter Schweden (40) und Russland (50).<ref>[http://www.speedweek.com/eisspeedwayteamwm/news/122347/Ove-Ledstroem-nach-Crash-Manchmal-wird-es-zu-hart.html www.speedweek.com], abgefragt am 17. Februar 2018</ref>
 
Wenig Glück hatte der nun 51‑jährige Saalfeldner am Wochenende [[12. Februar|12.]] und [[13. Februar]] [[2022]] bei den Weltmeisterschaftsläufen in Togliatti in Russland, in der Oblast Samara. Zumindest hatte er es im Gegensatz zu Landsmann Harald Simon trotz Visaproblemen gerade noch rechtzeitig nach Russland geschafft. Dort lief aber gleich das erste freie Training schief: Sein Topmotor platzte, wodurch er die beiden ''Grand‑Prix''‑Rennen mit dem Ersatzaggregat bestreiten musste. Damit schaffte er es am ersten Tag trotz einer Kollision, bei der er sich am Fuß verletzte, auf Rang neun. "Am Anfang lief es nicht, auch weil ich Kupplungsprobleme hatte, und dann kommst du nicht richtig rein ins Rennen. Zumindest konnte ich ein paar Punkte machen, aber das Gesamtpaket hat einfach nicht gestimmt", meinte Zorn, der am Sonntag dann nach dem zweiten Lauf aufgeben musste. "Das war leider nicht unser Wochenende", resümierte Zorn.<ref>[https://www.sn.at/sport/regionalsport/eisspeedway-nach-spektakulaerem-showlauf-lief-fuer-zorn-bei-der-wm-fast-alles-schief-116996200 www.sn.at], 14. Februar 2022</ref>
 
Die Saison 2022/[[2023]] wurde dann zu seiner bisher erfolgreichsten Saison. In Polen wurde er Europameister und am [[19. März]] 2023 wurde er im bayerischen [[Inzell]] hinter dem Schweden Martin Haarahiltunen Vizeweltmeister. Landsmann Harald Simon wurde Dritter.<ref>[https://www.krone.at/2959368 www.krone.at], abgefragt am 10. Jänner 2024</ref>
 
Auch in der Saison 2023/[[2024]] wurde der 53‑jährige Franky Zorn wieder Europameister. Im Finale am Wochenende [[24. Februar|24.]]–[[25. Februar]] in Sanok in [[Polen]] war Zorn an beiden Tagen der Beste.
 
Nach vielen Jahren wetterbedingter Pause feierte das Eisspeedway in [[St. Johann im Pongau]] [[2025]] ein lang ersehntes ''Comeback''. Allerdings fehlte mit Franky Zorn eine Legende des Sports verletzungsbedingt. Am Samstag, den [[7. Februar]] [[2026]], stand der Pinzgauer beim [[Internationales Eisspeedwayrennen 2026 in St. Johann im Pongau|Internationalen Eisspeedwayrennen 2026 in St. Johann im Pongau]] endlich wieder im Pongau am Start. Er gewann in seiner Klasse vor Lukas Hutla ([[CZE]]) und Johann Weber ([[GER]]).<ref>[https://www.sn.at/sport/regionalsport/beim-heimrennen-in-st-johann-war-franky-zorn-eine-klasse-fuer-sich-art-634356 sn.at], 8. Februar 2026: Beim Heimrennen in St. Johann war Franky Zorn eine Klasse für sich.</ref>
 
== Verstappen und Zorn auf Eisbahn in Zell am See ==
[[Datei:Verstappen und Zorn auf Eisbahn in Zell am See 01.jpg|thumb|Am [[24. Jänner]] [[2022]] fuhren [[Verstappen und Zorn auf Eisbahn in Zell am See|Max Verstappen und Franky Zorn]] auf der Eisbahn in [[Zell am See]].]]
 
Am [[24. Jänner]] [[2022]] fuhren [[Verstappen und Zorn auf Eisbahn in Zell am See|Max Verstappen und Franky Zorn]] auf der Eisbahn in [[Zell am See]].
 
== Erfolge ==
* Europameister 2008, 2023 und 2024
* Vizeweltmeister 2000 und 2023
* WM-Bronze 2008 und 2009
* einmal EM-Bronze
* Vizeweltmeister im Team 2001, 2008, 2009 bis 2013 und 2015
* Bronze bei der Team-WM 1999, 2004, 2009 und 2018
* einmal Bronze bei der Team-EM 2005
 
== Weblink ==
* [https://www.facebook.com/photo/?fbid=791346293029907&set=pcb.791347409696462 www.facebook.com], Franky Zorn, Europameister 2024
 
== Quellen ==
{{Homepage|http://www.frankyzorn.at}}
{{Homepage|http://www.frankyzorn.at}}
* "[[Salzburger Nachrichten]]" u. a. [https://www.sn.at/sport/motorsport/eisspeedway-triumphale-rueckkehr-nach-schwerem-sturz-franky-zorn-rast-zum-europameistertitel-134686498 27. März 2023] "Triumphale Rückkehr nach schwerem Sturz: Franky Zorn rast zum Europameistertitel"
* [http://www.speedweek.de/art_18669.html www.speedweek.de]
* [https://live.baansportfansite.nl/event/783/european-individual-ice-speedway-championship-final-2-sanok.html live.baansportfansite.nl], Europameisterschaftsfinale 2024
== Einzelnachweise ==
<references/>


[[Kategorie:Person|Zorn, Franz]]
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[[Kategorie:Saalfelden|Zorn, Franz]]
[[Kategorie:Sport]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Zorn, Franz]]
[[Kategorie:Motorsport]]
[[Kategorie:Motorradrennfahrer]]
[[Kategorie:Europameister]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Saalfelden am Steinernen Meer]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
[[Kategorie:Geboren 1970]]